Forum der Rasur

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Was ist für euch, für eine sehr gute Rasur entscheidend?

Also bei den JNats ist das sehr unterschiedlich. Mal reicht ein Koma und ein Tomo Nagura... bei einem anderen nehme ich vorher noch einen Mejiro und einen anderen Tomo oder einen anderen Koma Nagura. Dann gibt es JNats da brauche ich gar keinen Anreiber. Bei meinen Thüris eigentlich nur ganz leicht angerieben und dann mit Wasser. Aber dass ist nicht der Punkt.

Mit einer guten Vorarbeit auf diesen Steinen gehe ich danach auf einen Pferdelederriemen... da ist aufgeprägt for sharpening... 30 bis 50 DZ und dann auf Elch oder Seehund oder Cordovan noch mal 50 bis 70 und schon erreiche ich an jedem Messer die Schärfe die ich brauche. Ich spüre dann am Finger schon, ob das gut war, dann gehts für das Hautgefühl auf den Unterarm oder Oberschenkel. Und dann weiss ich schon mit welchem Leder ich dann die Schärfe oder Sanftheit einstellen muss oder nicht.

Nach den Steinen fühlt sich die Klinge immer unterschiedlich an. Manchmal recht bissig scharf... manchmal sanft scharf oder gar nicht so scharf... Aber nach dem LEDERN... haben die gefühlt alle meine Liebhaberschärfe. Tatsächlich mach ich das mehr übers Leder als über die Steine.

Trotzdem sollte die Vorarbeit immer auf einem guten Stein erfolgen. Aber mit dem Leder kitzel ich das raus, was die Messerrasur für mich super angenehm macht. Das mach ich aber nicht an einem Stein oder Leder fest. Es gibt halt immer mehrere Wege nach Rom... Hauptsache ist du landest am Ziel! rasierensmilie

Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt bei Setup. Ich habe einfach jetzt mehrere Wege für mich notiert mit denen ich meine Liebhaberschärfe erreiche. Bei der ganzen Hardware ist es nachher nicht ganz einfach den Überblick zu behalten und manche Kombi führt halt nicht zum gewünschten Ergebnis.

Viele Grüße Marko
Danke :) Ich bin auch schon seit einer Weile ein Freund der Kombination unterschiedlicher Riemen, sowohl nach dem Schärfen als auch allgemein vor der Rasur. Habe mir vor kurzem noch einen sweedich horsehide von Skrupelworks und - ich glaube sogar Dank Deines Hinweises - einen Kanayama zulegen können, die ich im Augenblick in unterschiedlichen Kombinationen ausprobiere.
 
Bei mir ist der Schaum, sprich die RS/RC am wichtigsten. Da haben sich einige Favoriten herausgebildet wie: PAA CK6, Mac Duff, Moon Soap & Haslinger. Bei den RC Proraso & Speick.

Dann folgt der Hobel. Hier wird ein sanfter Geselle bevorzugt wie Rockwell, Henson, Tatara Masamune oder Timor.

Die DE - Klingen haben auch noch einen kleinen Einfluss, aber hier kann ich mich mit (fast) allem sehr gut rasieren. Pinsel oder AS spielen eigentlich überhaupt keine Rolle.
 
Ich brauche früh morgens zu meiner Rasur Zeit für mich und keine " Störung " durch andere Familienmitglieder.
Dieses Ritual ist nur für mich. ( Wellness für die Seele ).
Um zu einem sehr guten Ergebnis zu kommen, nehm ich meine Lieblings-Rasierseifen/Cremes. Bei mir Proraso Weiß.
Die ist der wichtigste Punkt.
Mit meinen Hobeln komme ich eigentlich inzwischen mit allen gut zurecht.
Mein liebster ist aber der Rockwell 6S. Die Klinge spielt dabei nicht die größte Rolle.
Also, für eine sehr ,sehr gute Rasur brauche ich unbedingt meine weiße Proraso, den 6S und genügend Zeit.
( Bei vielen anderen Cremes und Seifen läuft der Hobel nicht so gut und ich bekomme da auch oft Ausschlag )
 
Wie viele meiner Vorkommentatoren brauche ich v.a. Dingen Ruhe und mindestens 20 Minuten Zeit, für den Kopf eher 30 Minuten. Dann spielen die anderen Faktoren nur noch eine Nebenrolle. Beim Schaum haben sich für mich die Seifen von Martin de Candre als echte Favoriten herauskristallisiert, die Original und die Vetyver.
Ob mit dem SE oder DE Hobel ist schon fast egal, wobei der Vector fast immer das beste Resultat abliefert, auf dem Kopf bleibt der Oneblade Genesis mit einer GEM Klinge ungeschlagen.
Die Nachbearbeitung ist fast egal, da lass ich mich von den Düften leiten…
Fazit: Ruhe und Zeit > Schaum > Hobel und Klinge > Pinsel und AS
 
Ich hatte diese Woche ein paar wirklich reizfreie Rasuren, die dabei so gründlich waren, wie ich es mir früher nicht vorstellen konnte. Was es genau war, ist mir selbst nicht ganz klar. Die Rasuren habe ich mit dem Palmolivestick und meinem lange benutzten und gelederten Lieblingsmesser gemacht (über 150 Rasuren seit Schärfung). Der Haartest geht übrigens. Ich habe im Gesicht aufgeschäumt. Das mache ich aber immer so, kann also nicht der Gamechanger gewesen sein. Ich hatte den Palmolivestick länger nicht benutzt und bin gerade wieder dazu zurückgewechselt. Keine Frage, dass der sehr gut funktioniert, aber der kocht auch nur mit Wasser. Warum soll der auf einmal so viel besser sein? Vielleicht weil er zufälligerweise perfekt aufgeschäumt war. Man arbeitet ja immer mit etwas mehr oder weniger Wasser und schäumt nicht gleich. Ich glaube nicht, dass es das war. Ich kann mich auch mit jeder Rasierseife oder Creme rasieren und hatte noch keine, die gar nicht ging. Bleibt nur das Messer und die Technik. Das Messer ist hervorragend scharf und durch das viele Ledern ideal glatt. Der Rest war dann wohl Glück.
 
Wenn ich mich morgens rasiert habe bevor ich die Tageszeitung in die Finger genommen hatte, wurden die Rasuren deutlich besser als wenn die Rasur nach dem Lesen der Tageszeitung durchgeführt wurde. Ob es am Hobel, an der Rasierseife oder an der Tageszeitung lag, konnte ich nicht eindeutig beweisen aber ich denke schon, dass die Tageszeitung (oder besser gesagt, deren täglicher Inhalt) der Grund hierfür war.

Diese Erkenntnis liegt nun schon einige Jahre in der Vergangenheit und hat mich letztendlich bewogen, die Tageszeitung abzubestellen. Die Information über den Sack Reis, der mal wieder in China umgefallen ist oder die nächste Sau, die wieder durch das Dorf getrieben wird, die bekomme ich, wenn ich sie wirklich benötige, auch aus anderen Quellen. Und nebenbei bemerkt, war das Ganze eine Win-Win-Situation denn das gesparte Geld konnte ich wiederum in gute Rasierseifen und After Shaves investieren und damit wurden meine Rasuren noch besser.

Kurz danach wurde auch der Fernseher abgeschafft und seitdem schaue ich mir nur noch qualitativ gute Kinofilme oder Dokumentationen mit wertigem Inhalt an. Oder lese auch gerne gute Bücher. Man glaubt es kaum aber das hat sich auch sehr positiv auf die Qualität meiner täglichen Rasuren ausgewirkt.
 
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