Das empfinde ich auch so. Wie du das beschreibst. Der 6S ist ein prima Hobel, kann man eigentlich nichts falsch machen. Aber der Windsor ist halt überall noch etwas besser, und bei mindestens gleicher Sanftheit noch gründlicher. Mir fällt das besonders auf, wenn ich im Windsor Klingen aus der RBC Kategorie "scharf" verwende. Ich bevorzuge meist die Kategorie "mittel". Aber auch mit diesen scharfen Klingen bleibt der Windsor R sehr sanft und völlig reizfrei.
Ein klassisches Hobeldesign, aber dieses klassische Design ist in jeder Hinsicht perfektioniert. Man merkt bei der Rasur sehr deutlich, dass hier am Design auf Perfektion hin optimiert wurde, viele Kleinigkeiten die dann ein perfektes Ganzes ergeben, das dann mit sehr geringen Toleranzen und hoher Fertigungsqualität umgesetzt wurde. Alles passt.
Erwähnenswert finde ich auch, dass dieser Windsor R auch ATG hervorragend rasiert, und dass er (für mich) mit Platte R in Stainless auch mit seinem Gewicht und seiner Balance perfekt ist.
Den Windsor H würde ich vielleicht in Titan bevorzugen, oder in einer Titan / Stainless Mischung. Bei größerem Blade Exposure wirkt sich das Eigengewicht, das im Hobelkopfbereich auf die Klinge drückt, sehr deutlich aus. Aber bei der R passt es einfach mit dem Edelstahl und dem Hobelkopfgewicht, sofern man nur mit dem Eigengewicht des Hobels rasiert.
Das soll den die letzten Tage immer wieder verwendeten Freya nicht herabwürdigen. Der Freya ist auch ein sehr guter Rasierer, verfolgt jedoch (konstruktiv) eine ganz andere Design-Philosopie. Also mehr Geschmackssache.
Fazit: Klassisches Hobeldesign mit Prädikat "Premium", und das hochverdient.