Auch wenn ich den
ungeplanten Neuzugang erst für eine Gesichtsrasur und eine Kopfrasur verwendet habe, komme ich nicht umhin einen ersten Eindruck hier kund zu tun. Ich war bisher nicht so sehr begeistert von den Tallow-Rasierseifen, bzw. ich hatte nicht den Eindruck, dass sie den veganen Rasierseifen so überlegen sind, da es inzwischen wirklich tolle vegane Formulierungen gibt, die absolut grandios abliefern (Ethos F-Base, Westman Halo, A&E VR2 etc.).
Die Legacy Base der
Ariana & Evans Daniele Maullu Legacy Shaving Soap ist aber ein ganz anderes Kaliber, laut den Informationen, die ich gefunden habe, enthält sie 3x so viel Rindertalg wie die Ultima2 Base von A&E…und das merkt man
Die Rasierseife ist wohl im sogenannten Premiumsegment angesiedelt und kommt mit 230 ml im Glastiegel in einer angemessenen Verpackung daher, nebenbei auch das Aftershave ist sehr großzügig dimensioniert.
Duft
Eine Interpretation eines Barbershop Duft soll es sein, und meines Erachtens trifft es das auch sehr gut. Beim Aufschäumen eröffnen zitrisch-fruchtige Noten und relativ schnell wird es floral-blumig, Iris und Jasmin. Nach und nach übernimmt Oud und eine Fougère Richtung, hölzern und dunkel. Nach der Rasur bleibt v.a. auch in der Kombination mit dem Aftershave Sandelholz und Oud. Duftintensität würde ich bei 7,5 von 10 einordnen, nicht aufdringlich, aber kräftig.
Performance
Der Schaum ist traumhaft, fettig-schlotzig, sehr dicht und wie griechischer Joghurt. Allerdings braucht es viel Wasser bis ich meine präferierte Konsistenz erhalte. Das Aufschäumen - bislang nur im Mug - geht aber sehr schnell und durch die Duftkomposition bleibt es auch sehr kurzweilig.
Ich habe jeweils knapp 2 Gramm in den Mug gedrückt und für 1-2 Minuten mit wenig heißem Wasser gebloomed. Nach dem Abgießen mit dem Dachs mit nassen Spitzen locker aufgeschlagen führt nach weiterer Zugabe von Wasser binnen 30 Sekunden zu dem Ergebnis…
Der Rest nach der Rasur aus dem Pinsel gedrückt macht immer noch einen sehr guten Eindruck:
Die Gleiteigenschaften sind aussergewöhnlich, die Klinge gleitet, nein schwebt durch den Schaum und die Bart-/Kopfhaare werden so geschmeidig gekappt, wie ich es nur selten erlebt habe. Geisterschaum ist reichlich vorhanden, es ist ein richtiger Glitsch, der sich da auf der Haut befindet. Der Schaum trocknet auch nicht an auf der Haut.
Die Haut fühlt sich nach der Rasur optimal gepflegt an, da war kein Spannen und auch kein fettiges Gefühl nach dem Abspülen mit kaltem Wasser.
Fazit
So weit ich das bis jetzt sagen kann, gehört die Legacy zu den besten Talg-Seifen, die ich bisher kenne, allerdings braucht es etwas mehr Wasser, um die bestmögliche Konsistenz zu erhalten. Der Duft ist eine Mischung aus Barbershop und Fougère mit etwas Oud. Ich werde bei Gelegenheit die weiteren Erfahrungen ergänzen, wenn die erste Begeisterung verglüht ist