Forum der Rasur

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Ever-Ready

Messerrasur habe ich eine weile schon betrieben, aber so ganz konnte mich das nicht begeistern., das war mir dann oft zu fummlig und im Ergebnis nicht gründlich genug. Auch den einen oder anderen Cut den ich mir dabei zuzog - das vermisse ich jetzt nicht so. Und das schärfen hat mir am anfang spass gemacht, aber irgendwann fand ich es nervig.
Der Sicherheitsrasierapparat mit austauschbarer Klinge ist einfach doch ein echter Fortschritt den ich nicht missen mag.
Der Ever Ready ist ja ein ganz sicherer Hobel, der aber eben deutlich anders läuft als die DE Hobel und das macht Spass.
 
Hier nochmal der Sun-Ray

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Die Teile sehen aber gefährlich aus :eek:
Kann man sich damit tatsächlich unfallfrei rasieren ?
 
Jetzt wird dieser Faden Mal wieder reaktiviert. Ich habe gestern Abend nämlich meinen "neuen" oder eher gesagt kürzlich erworbenen Ever-Ready 1924 'Shovelhead' zum zweiten Mal benutzt. Nach der ersten Rasur damit und einer neuen Personna GEM war meine Haut leider sehr gereizt, wobei das Rasurergebnis trotz deutlich weniger Züge als sonst, sehr gründlich wurde. Beim gestrigen Einsatz war es dann deutlich besser. Es wurde wieder extrem gründlich, da der Shovelhead kompromisslos durchs Barthaar gleitet, gleichzeitig war die Haut aber komplett entspannt. Ein paar Blutpunkte sind am Hals entstanden, wo ich leider noch etwas mit eingewachsenen Barthaaren zu kämpfen habe, aber die waren nach kurzem abspülen zwischen den Durchgängen auch schnell wieder geschlossen, was ich so auch noch nicht kenne, bzw. höchstens vom Messer. Eine weitere tolle Eigenschaft des Shovelheads ist seine sehr prägnante Geräuschentwicklung beim Rasieren. Das soll wohl dem geschuldet sein, dass er ursprünglich für Keilklingen entwickelt wurde, die am Rücken etwas dicker als die GEM Klingen sind und dadurch strammer im Hobelkopf sitzen. Die GEM Klingen vibrieren also etwas mehr, was aber nicht schädlich für die Rasurleistung ist und mir persönlich gefällt. Die Schneide bleibt gut eingespannt. So hört man auch gut, ob noch Stoppeln vorhanden sind. Dass der erste Versuch mit diesem tollen Rasurgerät leider weniger angenehm war, schreibe ich der Seife zu. Ich habe dort nämlich die Tabac Original benutzt, und meine Haut hat vor dem Ansetzten der Klinge schon etwas gebrannt. Ich muss das Mal mit gewohnter Hardware ausprobieren, ob ich die gute Tabac tatsächlich nach der längeren Abstinenz nicht mehr vertrage. Gestern habe ich die sichere MWF benutzt. Eventuell muss die beschichtete GEM Klinge aber auch erst einrasiert werden, wodurch sie beim ersten Einsatz noch etwas die Haut reizt. Natürlich kann es auch einfach an mir und dem Unbekannten Hobel liegen. Ich tippe aber auf eine Unverträglichkeit der Seife, denn das Brennen während und nach der Rasur war sehr ungewohnt und nicht wie bei anderen zu aggressiven Rasuren. Ich freue mich auf weitere GEM Rasuren. Als nächstes kommt der moderne Kämpfe GEM aus Aluminium an die Reihe, der wohl einem Shield nachempfunden ist.
 
Eine wunderbare Diskussion, an der ich unbedingt teilnehmen möchte.
Da ich eine beachtliche Sammlung von Rasierern besitze – und diese auch aktiv nutze –, die mit GEM-Klingen bestückt werden können, möchte ich gerne meinen Beitrag dazu leisten.
Die Rasierer, die ursprünglich mit Keilklingen (wedge blades) arbeiteten, waren die klassischen sogenannten „Lather Catcher“ (Schaumfänger) – etwa von GEM, Ever-Ready, Star Kampfe und vielen anderen. Sie legten den Grundstein für Sicherheitsrasierer und sind im Grunde die Vorfahren der modernen Rasierer.
Die Entwicklung ging weiter: Die verschiedenen Marken, die unter dem Dach der „American Safety Razor Company“ vereint waren, ersetzten die alten Keilklingen durch die neuen GEM-Typ-Klingen. Sie schufen Rasierer von bemerkenswerter Schneidleistung und Effizienz, die zudem von entwaffnender Schönheit sind – man denke nur an die Modelle 1912, 1914, 1924 „Jewel“ und viele weitere.
Falls unserem Forenkollegen „mich2525“ das typische Geräusch des „Shovelhead“ gefallen hat, möchte ich ihm empfehlen, einmal ein Modell von 1914 – auch bekannt als „kleiner Schaumfänger“ – auszuprobieren (und vielleicht sogar zu erwerben). Das Geräusch, das er während der Rasur von sich gibt, ist ein wahrer Ohrenschmaus.
Da die alten GEM-Klingen dicker waren als die heutigen, kann man den fehlenden Materialstärken-Unterschied ausgleichen, indem man einfach den Rücken einer modernen GEM-Klinge als Distanzhalter verwendet – probiert es aus, ihr werdet staunen!
Ich belasse es dabei, um nicht zu weit auszuholen. Als Liebhaber und regelmäßiger Nutzer von Ein-Klingen-Rasierern – seien es Injector-, GEM-, Valet- oder AC-Systeme – kann ich den Freunden hier im Forum nur wärmstens empfehlen, sich an diesen Meisterwerken vergangener Zeiten zu erfreuen, die durch ihre Schönheit und technische Konstruktion bestechen.
Euch allen eine gute Rasur!rasierensmilie
 
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