Forum der Rasur

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Heute habe ich ein Messer geschärft...

Das Messer habe ich entrostet und mit der Polierscheibe bearbeitet. Die Schneide musste ein paar Züge auf der 200er Seitenfläche Schlittschuh fahren. War nicht wild, aber eine saubere Ausgangsposition fürs Facette setzen. Vereinbarungsgemäß sollte es so bleiben, damit Du quasi von Null aufbauen kannst.
Genau das war ja auch die Abmachung! Ich wollte es hier nur erwähnt haben, damit nicht jemand denkt, ich hätte so viele Schübe an einem gekauften Messer gemacht, das einigermassen noch Rasurscharf wäre und nur eine Auffrischung bräuchte.

Das mit dem Grat ertasten ist für mich noch ein bisschen ein Rätsel... Wattestäbchen könnte ich mal probieren!

Aber sagen wir mal, dass nach dem 1k Stein das Messer nicht mehr von meinem ca 30° geneigtem Fingernagel rutschen würde mit dem Eigengewicht, heisst das auch die Facette ist gesetzt?
 
Das mit dem Grat ertasten ist für mich noch ein bisschen ein Rätsel... Wattestäbchen könnte ich mal probieren!
Stichwort: vernünftige Lupe!

Aber sagen wir mal, dass nach dem 1k Stein das Messer nicht mehr von meinem ca 30° geneigtem Fingernagel rutschen würde mit dem Eigengewicht, heisst das auch die Facette ist gesetzt?
Für mich ist eine Facette gesetzt, wenn ich unter der LUPE sehe, daß ich einen Grat über die volle Schneidlänge hinbekommen habe. Der entfernt sich dann mit der nächsten Progressionen.
 
heisst das auch die Facette ist gesetzt?
Wie oben schon geschrieben: Als bestes Indiz für eine gesetzte Facette dient der Armhaartest. Dabei muss das Messer nicht über der Haut schweben, sondern wie bei der Gesichtsrasur mit der Schneide auf der Haut rasieren. Wenn das funktioniert, kann das Messer auf den nächsten Stein (ein stumpfes Messer würde hier nicht schneiden, deshalb stumpfen Einige das Messer vor Neuaufbau* ab, um den Fortschritt zu spüren).

*Jedes Abstumpfen erfordert einen Neuaufbau, also nicht vor dem Auffrischen machen.
 
Das mit dem Grat ertasten ist für mich noch ein bisschen ein Rätsel... Wattestäbchen könnte ich mal probieren!
Schau dir das Video von Koraat an. Da sieht man das auch.
Aber sagen wir mal, dass nach dem 1k Stein das Messer nicht mehr von meinem ca 30° geneigtem Fingernagel rutschen würde mit dem Eigengewicht, heisst das auch die Facette ist gesetzt?
Nicht zwingend. Auch wenn das messer sich im Nagel verbeißen sollte, heißt das ja nicht, dass tatsächlich die Facette wie ein Dreieck gesetzt ist.
 
Das ist fast unmöglich mit meiner Leuchtturm 20x Edelstein Lupe, da ich ca. 5mm nah an die Facette muss um etwas zu sehen... und dann Schwierigkeiten mit dem Licht bekomme. Aber danke für den Tipp, wenn ich ne bessere Lupe habe, werde ich das testen. Im Moment muss ich "blind" schärfen.
Meine Lupe: https://www.leuchtturm.ch/praezisions-lupe-verchromt-20-fache-vergroesserung.html
Da ich ja nur zwei Steine verwende, stellt sich die Frage bei mir nicht so. Ich bleibe so lange auf dem 10K, bis die Schneide gegen das Licht anfängt zu spiegeln. Auf dem 1K bleibe ich, wie gesagt, bis ein Grat ertastbar ist.
 
Für mich ist eine Facette gesetzt, wenn ich unter der LUPE sehe, daß ich einen Grat über die volle Schneidlänge hinbekommen habe. Der entfernt sich dann mit der nächsten Progressionen.
Den siehst du aber nur, wenn der entsprechend gewachsen ist. Ansonsten sieht man einen Grat unter einer Lupe nicht. Soll heißen, dass man vielleicht unnötig lange auf einem Stein bleibt, aber wir reden hier von vielleicht einem zehntel und noch weniger Millimeter zu viel Abtrag.
 
Komisch, dass meine Messer scharf werden. Ich seh nix unter der Lupe (die ist gut und teuer aber kein Elektronenmikroskop) und Grat kann ich mit meinen rauen Griffeln auch nicht erspüren. Das Lupen-Geglotze nervt mich zudem massiv.

Armrasur nach 1k, Haartest nicht hängend nach 5k und Haartest hängend zum Schluss haben sie für mich als hinreichende Indikatoren für ein rasurfähiges Messer erwiesen. Es geht sicher besser aber ich kann mich definitiv ausreichend gut mit denen rasieren.

PS: Ich lasse aber auch keine Stufen weg, weil ich glaube, dass man so mehr Fehlertoleranz hat (1k, 3k, 5k, 8k, 10k/ Finisher/Paste nach Gusto kombiniert plus Ledern)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich seh nix unter der Lupe ... Das Lupen-Geglotze nervt mich zudem massiv.
Wenn ich nichts sehen würde, wäre ich auch genervt.

Ich lasse aber auch keine Stufen weg, weil ich glaube, dass man so mehr Fehlertoleranz hat (1k, 3k, 5k, 8k, 10k/ Finisher/Paste nach Gusto kombiniert plus Ledern)
Du durchläufst jedes Mal die komplette Progression? Keine "Auffrisch" Variante?
 
Komisch, dass meine Messer scharf werden. Ich seh nix unter der Lupe (die ist gut und teuer aber kein Elektronenmikroskop) und Grat kann ich mit meinen rauen Griffeln auch nicht erspüren. Das Lupen-Geglotze nervt mich zudem massiv.

Armrasur nach 1k, Haartest nicht hängend nach 5k und Haartest hängend zum Schluss haben sie für mich als hinreichende Indikatoren für ein rasurfähiges Messer erwiesen. Es geht sicher besser aber ich kann mich definitiv ausreichend gut mit denen rasieren.

PS: Ich lasse aber auch keine Stufen weg, weil ich glaube, dass man so mehr Fehlertoleranz hat (1k, 3k, 5k, 8k, 10k/ Finisher/Paste nach Gusto kombiniert plus Ledern)

Ich lasse sogar den Haartest weg (keine zur Verfügung) - ich benutze Styro - irgendwas Füllmaterial aus Päckchen (Packing Peanuts) - da sieht man auch, wie sich die Schneide verbessert und kann sich nicht (versehentlich) betuppen mit einem Haartest - der geht nur an Haaresbreite - der Rest ist pure Vermutung. Und wie oft sehe ich Haartests, die Richtung Ferse beginnen und Richtung Mitte schneiden - oder andersrum.

Ja, gucken würde mich interessieren - ich finde mein Mikroskop noch…- mein USB Mikroskop kann 60x bis 1000x - und ist „Crap“ wie der anglophile sagt. - Meine Eschenbach Lupe 10x liefert zumindest den „Spiegeleffekt“, wie oben beschrieben.
Belastbare Optik wäre ein Segen - aber natürlich auch ein „Zeitproblem“ - deshalb „Packing Peanuts“ schnell billig und wirklich entlang der ganzen Schneide!

Ich schärfe auch methodisch, ähnlich wie der Kollege @Lochbart - aber eben auch noch so ein bischen nach „Gefühl“ - und ich bin mir nicht „fies“ einen Schritt zu wiederholen, wenn er nix war.
 
Von 10 Leuten hast 20 verschiedene Meinung, jeder macht das anders.

Wichtig finde ich, dass du von Anfang an erstmal lernst mit nur einer Hand zu schärfen (ich habs mit zwei angefangen, und irgendwann mal ist es schwer das wegzubekommen) später kann man noch die zweite dazunehmen.

Keine geraden Züge (Schneide quer) auf dem Stein, entweder Schneide angewinkelt oder am besten Swaying X-Strokes https://shavinguniverse.com/the-various-strokes-used-for-razor-sharpening/

Ich persönlich tue zum schneidfacette setzen erst 50X halfstrokes, zweite Seite gleiches und erst dann 10-20 WZ

Messenger_creation_F520C059-353B-465A-87C4-29E9AB40B011.jpeg


So schaut's unterm billig Mikroskop bei mir aus nach einem Jnat :)

Nen winzigen Grat (wenn vorhanden) wirst du dann dadurch erkennen. Ich find's besser als ne Lupe
 
Von 10 Leuten hast 20 verschiedene Meinung, jeder macht das anders.
Eh klar.

Wichtig finde ich, dass du von Anfang an erstmal lernst mit nur einer Hand zu schärfen (ich habs mit zwei angefangen, und irgendwann mal ist es schwer das wegzubekommen) später kann man noch die zweite dazunehmen.
Warum ist das wichtig? Was ist denn da der Vorteil?

Keine geraden Züge (Schneide quer) auf dem Stein, entweder Schneide angewinkelt oder am besten Swaying X-Strokes https://shavinguniverse.com/the-various-strokes-used-for-razor-sharpening/
Und warum das? "Swaying X-Strokes" werden dort für lächelnde Klingen empfohlen. (So, wie es auch in dem Video von Ulrik um lächelnde Klingen geht.) Reden wir jetzt von lächelnden Klingen?

Und warum sollte ich nicht gerade schieben/abziehen dürfen, wenn der Stein/Riemen breit genug ist?
 
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