Nach einigen Erfahrungen mit Escher Steinen wollte ich nun endlich selbst wissen, wie der Grey Slate im Vergleich zu einem Escher abschneidet. Ich hatte bisher schon 3 Grey Slates, die ich aber alle ohne viel benutzt zu haben wieder verkauft habe. Das war ganz offensichtlich ein Fehler.
Das Schärfvorgehen ist bei beiden Steinen gleich:
1. 100 DZ jeweils auf Naniwa 1K, 5K und 10K. Dabei immer Rücken voran und immer neues Tape auf dem Messerrücken. Ich weiß, das ist Materialverschwendung, aber ich wollte alle möglichen Fehlerquellen ausschließen.
2. 100 DZ auf Leinenriemen (ohne Tape).
3. 100 DZ Schneide voran mit einer Lage Tape auf dem Messerrücken. Einmal die ganze Prozedur mit dem Escher am Ende und einmal die ganze Prozedur mit dem Grey Slate. 100 DZ auf einem Finisher nach einem 10K Stein ist sicher nicht notwendig, aber auch hier wollte ich deutlich spüren, was der jeweilige Stein mit dem Messer macht.
Das Ergebnis ist erstaunlich, aber für diejenigen, die die bisherigen Erfahrungsberichte zum Grey Slate gelesen haben, nicht überraschend. Der Grey Slate ist ein grandioser Finisher. Nach einem Thüringer Finish meine ich ein minimales Kratzen bei der Rasur zu spüren, was aber absolut nicht stört und auch nicht bissig oder so rüber kommt. Man merkt einfach, da war ein Thüringer am Werk. Beim Grey Slate habe ich keinerlei Kratzen gemerkt, vielmehr eher ein ähnliches Rasurgefühl wie nach einer Paste, aber eben deutlich sanfter. Der Grey Slate ist in meinen Augen ein sehr schwerer Konkurrent zum Escher. Das gilt für mich und für mein Setting, vor allem nach einem 10K Stein.