Forum der Rasur

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Heute habe ich ein Messer geschärft...

Allerdings habe ich auch gemerkt, dass der Stahl nicht zu hart werden darf, da er sonst zu Mikroausbrüchen neigt...
Dazu passend: Das o.g. Böker, welches sich nach dem Schärfen deutlich aggressiver zeigt, hat einen Mikroausbruch, obwohl ich damit nirgendwo gegengedozt bin o.ä., also irgendwie beim Rasieren oder Ledern passiert.
 
Dazu passend: Das o.g. Böker, welches sich nach dem Schärfen deutlich aggressiver zeigt, hat einen Mikroausbruch, obwohl ich damit nirgendwo gegengedozt bin o.ä., also irgendwie beim Rasieren oder Ledern passiert.
Das was du meinst habe ich hier bereits schon mal gepostet :)
das ist genau das Schadensbild oder?
Hatte das auch einmal bei einem Revisor. Da hilft nur noch mehr Material runternehmen. Auffallend ist dabei, dass es bloß beim finishen passiert, Stein mit sehr Hoher Feinheit.
Der Grund hierfür ist, dass beim Anlassen, Glühen oder gar Härten etwas schiefgelaufen ist. Oder vll an der Matellurgie , dass bestimmte Karbide einfach zu groß sind, und beim schärfen dann aus der Facette ganz rausbrechen.

Aber auch Zu Hart darfs ebenfalls nicht sein:
Ganz interessant, Oberhalb von 66 HRC kann der Stahl wieder zu Ausbrüchen neigen. Daher ist alles im Bereich 60/61 bis 64/65 Optimal.
 
das ist genau das Schadensbild oder?
Nee, was ich meinte, ist ein größerer Ausbruch, der sogar mit bloßem Auge zu erkennen sit. Etwa so groß wie ein kleiner Wassertropfen, für den ich ihn auch hielt. Leider bin ich zu blind (oder zu ungeübt), um mit der Lupe gescheit was zu erkennen (und ich habe ordentliche Lupen, eine davon ein Empfehlung von den Profis aus dem NRF).

Allerdings bringst Du mich auf eine Idee. Ich werde mir zum Geburtstag ein Mikroskop wünschen und dann sehe ich mir das mal genauer an. Kann schon sein, dass die unter dem Mikroskop so aussieht nach dem Schärfen. Kann aber auch sein, dass es einfach so etwas aggressiver geowrden sit. Habe ja mit Naniwa SS 10k gefinisht und der hat ja den Ruf, eine aggressive Schneide zu produzieren. Allerdings ist, wie geschrieben, auf demselben Stein das Dreidecker super sanft geworden.
 
Das was du meinst habe ich hier bereits schon mal gepostet :)
das ist genau das Schadensbild oder?
Hatte das auch einmal bei einem Revisor. Da hilft nur noch mehr Material runternehmen. Auffallend ist dabei, dass es bloß beim finishen passiert, Stein mit sehr Hoher Feinheit.
Der Grund hierfür ist, dass beim Anlassen, Glühen oder gar Härten etwas schiefgelaufen ist. Oder vll an der Matellurgie , dass bestimmte Karbide einfach zu groß sind, und beim schärfen dann aus der Facette ganz rausbrechen.

Aber auch Zu Hart darfs ebenfalls nicht sein:
Ganz interessant, Oberhalb von 66 HRC kann der Stahl wieder zu Ausbrüchen neigen. Daher ist alles im Bereich 60/61 bis 64/65 Optimal.
Stimmt.
Aber bei Silberstahl sind so gut wie keine großen Carbide enthalten. Große Carbide, die das Gefüge nicht so fein machen, kommen von den Legierungselementen W, V, Cr, Mo (und ein paar andere Exoten). Diese großen Carbide sind in Silberstahl und auch in Shirogami so gut wie nicht vorhanden. Das Thema Carbide in Stahl ist ohnehin etwas komplexer, auch wie die sich beim Schärfen verhalten.
Interessante Artikel dazu (nicht RM-bezogen):
https://scienceofsharp.com/2019/11/03/carbides-in-maxamet/

Abgesehen davon werden die Solinger auf 60 HRC gehärtet und dann auf 58 HRC spannungsarm gemacht (Außer bei Koraat, der geht auf 62 HRC --> 60 HRC). Die Angaben "auf xxx härtbar" ist häufig ein Marketing-Ding. Machbar ja, aber in der Realität nicht der wahre Wert (PS-Angaben bei Autos in England/USA werden der höheren Werte wegen ohne Lichtmaschine und Extraaggregate bestimmt. Verkauft sich besser ;) )

@Lochbart Eventuell hast du die Schneide auch einfach mit dem 10k so scharf bekommen, dass die zu fragil geworden ist und nach den ersten paar Zügen durchs harte Barthaar zerbröselt ist. Denn scharf auf Kunststein ist ja gleich sehr kleiner Facettenwinkel an der Spitze der Facette --> fragil. Auf Naturstein meist leichte mikro-konvex an der Spitze = erhöhter Winkel= robuster.
 
Nicht ganz, denn auf der HP von Koraat wird ein anderer Wert angegeben:

"Insofern nicht anders mit unseren Kunden vereinbart, werden die Klingen unserer Silberstahl Messer auf ca. 65 hrc gehärtet. Das ist unseres Erachtens der ideale Wert um eine gute Schärfbarkeit und gute Standzeit zu garantieren."
Sorry, stimmt. Aber am Ende sind auch die bei 63 HRC. Weil nach dem Härten auf 65 müssen die noch spannungsarm gemacht werden und landen dann bei ca. 2 HRC unter der Härte HRC von 65. (Hat Ulrik mir auch so gesagt.)
Ich finde das merkt man auch. Allerdings musste ich für mich feststellen, dass mir das nicht so liegt. Die Klinge wird dann auch weniger flexibel, so dass mein Sweetspot bei den ganz dünnen alten Solingern mit 58-60 liegt.
 
ich bin von eurer wissenschaftlichen herangehensweise sehr beeindruckt.

ich denke eigentlich sollte der stahl heute besser sein. gefühlt und damit nicht messbar finde ich bei RM die alten besser.
zumindestens was ich bis jetzt ausprobiert habe. das Aust wiederum zeigt mir dass es heute auch noch leute gibt die mit stahl umgehen können.
bei messern für die küche sehe ich dies ähnlich, alle nicht karbonstahl messer haben bei mir nicht so gut abgeschnitten wie karbonstahl. und hier wiederum die japaner am besten.
 
Ich erlaube mir einmal auf einen (schon älteren) Thread hinzuweisen, in dem u.a. Ulrik (Koraat) sehr viel
über die Metallurgie und Herstellung zum Thema Stahl und Rasiermesser erklärt und darlegt.

Bitte hier entlang… :daumenhoch

Anm.: Dies soll bitte als Hinweis auf einen sehr interessanten Thread verstanden werden. Ich wollte keinesfalls den
Eindruck entstehen lassen, dass eure/die Diskussion hier nicht hingehört oder verschoben werden sollte! ;)
 
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