Auch meine beiden Iwasaki-Kamisoris, die ich hier zeige, habe ich wieder aktiviert. Sie haben 13/16“ und sind, wenn ich es richtig recherchiert habe, aus Uddeholm-Schwedenstahl geschmiedet. Die Einlagerung/Pflege mit Kamelienöl haben sie sehr gut überstanden.
Die Familie Iwasaki, Hazicho´s Kotten hatte in diesem Thread bereits berichtet, steht für Meisterwerke höchster japanische Schmiedekunst.
Worüber hier noch nicht berichtet worden ist z.B., die durch das Schmieden entstandene – und nicht wegpolierte – schwarze Zunderoberfläche, über die ich im Internet nicht viel in Erfahrung bringen konnte, die aber zu den polierten Flächen einen schönen Kontrast darstellt und mit Sicherheit – an diesen Kamisoris ist nichts zufällig – eine Bedeutung hat.
Weiß jemand etwas über diese Bedeutung?
Aufgrund des Griffes ist das Kamisori sehr gut ausgewogen, der Schwerpunkt liegt knapp hinter der Klinge. Einerseits ist das neue Handling bei der Rasur ein wenig ungewohnt, andererseits überzeugt mich dieses Kamisori aufgrund der im Vergleich zu den meisten europäischen Rasiermessern kurzen Klinge durch seine Wendigkeit.
Da ich die Griffe meiner beiden Kamisoris noch etwas rutschfester gestalten wollte, habe ich mir 2 feine Rattanwicklungen bei Fa. Dictum bestellt, diese in warmem Wasser eingeweicht, die Wicklung gemacht und die Enden mit wasserfestem Holzleim befestigt. Das hält jetzt seit Jahren sehr gut. Ein gelegentlicher Tropfen Kamelienöl scheint ihnen auch gut zu tun.
Die heutige Rasur – ich bin natürlich Wiedereinsteiger – verlief ohne einen einzigen cut. Das Kamisori habe ich vom Andruck her wie eine großen Feder sanft über die Wangen geführt. Aufgrund der sehr guten Rasierseife verlief die Rasur auch sanft, aber äußerst gründlich.
Nun zu den Fotos: