Forum der Rasur

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jNats - japanische natürliche Wassersteine

So nach langer Suche hab ich endlich auch einen.

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Das ist ein Okudo AO Renge Shiro Suita :p
Der Stein ist super hart, super fein und super schnell. Das ist echt der Wahnsinn.

Zur Erläuterung AO steht für Blau/Schwarz und Renge bezeichnet das Fleckenmuster in dem Stein. Normalerweise ist dieses Muster Rosa oder Lila. In der Farbe ist es deutlich seltener. Shiro steht für die weiße Farbe und Suita ist die Gesteinsschicht.

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Der Stein macht im Handumdrehen ein Spiegel-Finish. Ich habe schnell ein Rasiermesser darauf aufgefrischt. Ruckzuck fertig.

Bei dem Stein ist das Renge Muster sehr schön ausgeprägt und zieht sich durch den ganzen Stein. Wundervoll. :cool:

Lang hat die Suche nach einem bezahlbaren Stück gedauert.

Hier noch ein paar Bilder

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Viele Grüße Marko
 
Eine Frage an die Jnat und Thüringer Experten:

Bisher habe ich meine Rasiermesser zum Auffrischen auf einem Naniwa 10K und abschließend auf einen Thüringer abgezogen. Bei manchen Rasiermessern fehlt mir allerdings die Schärfe. Die Schärfe scheint auf dem Thüringer abzunehmen.

Wie wäre das denn mit einem Ozuku nach einem Naniwa 10K? Den Naniwa Stein nehme ich, weil ich bisher nicht mit naguras/Anreibern gearbeitet habe (zumindest nicht erfolgreich).

Wie ist denn so die Erfahrung im Vergleich Thüringer/Ozuku? Mit dem Ozuku müsste doch die Schärfe höher sein, oder? Mir ist an der höchstmöglichem Schärfe gelegen, da ich einen ziemlich harten Bartwuchs habe.
 
Hi,

also grundsätzlich solltest du bei beiden Steinen ein super scharfes Rasiermesser bekommen. Die gefühlte Schärfe sollte beim Ozuku oder grundsätzlich härterem Japaner höher sein als beim vergleichsweise weichen Thüringer. Was du aber bei einem sehr harten JNat beachten solltest, ist, dass die sehr harten und sehr feinen Steine sich schnell zusetzen können. Deshalb empfiehlt sich hier die Nagura Progression.

Auch wenn du ein Anreiber Muffel bist. Egal ob Thüringer oder JNat arbeite ich immer mit Anreibern. Damit erreiche ich deutlich bessere Ergebnisse. Ob es beim Auffrischen immer eine komplette Progression sein muss, das kann jeder selbst entscheiden.

Ich mach meist nur eine durchsichtige Slurry mit einem Koma oder Tomo und dann verdünne ich bis auf klares Wasser. Ich höre aber auch nicht sofort auf, wenn die Facette beginnt am Stein zu kleben. Da mach ich dann weiter und achte darauf kaum Druck auf die Schneide auszuüben.
Das funktioniert bei mir super.

Vielleicht hilft dir das. Ich hoffe du hast den Ozuku schon und möchtest dir den nicht neu zulegen.

Viele Grüße Marko
 
Hallo Marko,

vielen Dank für deine Antwort. Ich habe noch keinen Ozuku. Du hattest mir vor einiger Zeit mal einen Ozuku empfohlen, daher kam wieder die Idee nach einem Ozuku auf.

Beim Thema zusetzen kam mir der Gedanke, dass vielleicht der Kunststein vor den Thüringer zugesetzt sein könnte. Den habe ich seit längerem nicht mehr geplant oder überhaupt mal mit einem Nagura gereinigt. Kann gut sein, dass die Schärfe vor dem Thüringer schon nicht sehr hoch war. Wenn dem so wäre, würde ein Jnat ja auch keine Besserung bringen.

Die gefühlte Schärfe sollte beim Ozuku oder grundsätzlich härterem Japaner höher sein als beim vergleichsweise weichen Thüringer.

Meinst du damit, dass bei einem Ozuku die Sanftheit abnimmt, wenn das Messer grundsätzlich gleich scharf werden sollte?

Viele Grüße

Sami
 
Meinst du damit, dass bei einem Ozuku die Sanftheit abnimmt, wenn das Messer grundsätzlich gleich scharf werden sollte?
Ich glaube das ist eine subjektive Geschichte. Viele empfinden eine höhere Schärfe als unsanft. Ich persönlich finde das es mega geil ist, wenn das Haar schon beim leichten antippen umfällt.

Diese Schärfe erreiche ich aber auch unabhängig davon, ob es ein Thüringer oder ein JNat ist. Meine Klingen gehen nach dem Schärfen auf Leinen (unbehandelt) und dann immer auf Cordovan oder Pferdeleder.
Es hat aber eine Weile gedauert, bis ich das Gefühl dafür entwickelt habe.

Nacharbeiten auf den Steinen muss ich eigentlich kaum noch. Das meiste macht der Abziehriemen um die Schärfe zu halten. (Leider :confused: ich hab so viele schöne Steinchen)

Viele Grüße Marko
 
Also ich empfinde die Schärfe vom 10k Naniwa als sehr aggressiv. Schalte ich da einen Ozuku hinterher, wird es sanfter. Die Politur lässt dann aber auch etwas nach, auch wenn meine Oozukus sehr polierend sind. Auch ich arbeite immer mit Slurry. Ich bin mir nichtmal sicher, ob die Messer nachher schärfer sind als nach dem 10k Naniwa oder ob sie Schärfe etwas abnimmt. Ich hatte beim 10k immer das Gefühl, dass sich das Messer erstmal einrasieren muss 5-10 Rasuren und nach meiner jnat progression es sich direkt so anfühlt. Um einen Jnat zu checken, rasiere ich mich immer ohne Ledern direkt vom Stein. Habe ich eine Traumrasur, blieb der Stein bei mir.
 
Also ich empfinde die Schärfe vom 10k Naniwa als sehr aggressiv.
Hast du mal einen Kunststein mit höheren Körnung probiert? Ich hab da noch einen mit 30k. Danach kannst du dich auch problemlos sanft rasieren. Den Stein nehmen ich auch für Küchenmesser. Wird superscharf... ist aber für viele Küchenmesser der Overkill. Meist hält der Stahl die Schärfe nicht lang, weil nicht hart genug.

Viele Grüße Marko
 
Ne, ich habe nix höheres und auch nicht den Bedarf. Ich fange meine Progression mit dem shapton 2k an und gehe dann auf einen meiner Oozukus mit meiner Mikawaflotte und Tomo. Selbst bei den Mikawas variiere ich überhaupt nicht mehr, auch wenn ich alle min. 3fach habe. Küchenmesser gehe ich ungern auf die Oozukus, da finishe ich auf meinem hideriyama der ist etwa 6k- 7k oder so. Mir ist die Standzeit wichtig, deswegen schleife ich Küchenmesser mitlerweile mit System. Bis zum Hideriyama 12° und finishe dann mit 18° .
 
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