Forum der Rasur

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Merkur Progress

Wäre diese Sache wirklich so ein großes Problem hatte der Hobel sich nicht schon 75 Jahre bewiesen.

Das ist richtig und ich rasiere mich mit dem Progress auch gerne. Aber zum einen ist er nicht mehr und nicht weniger als einer unter vielen und zum anderen hält mich das auch nicht davon ab, die Schwächen, oder sagen wir: “die kleinen Merkwürdigkeiten“ des Progress zu bemerken und hier im Forum für Menschen, die sich damit beschäftigen, zu artikulieren. Wie bei anderen Hobeln auch.

Da geht’s de Mensche wie de Leut.

Oder besser:

Da geht’s de Rasierer wie de Hobel.
 
Hallo zusammen,
ich bräuchte bitte mal Euren fachlichen Support.
Bei meinem Progress habe ich, im Vergleich zu dem üblichen schwergängigen Drehphänomen, genau das Gegenteil. Die Verstellung geht trotz eingespannter Klinge viel zu leicht. Irgendwie fehlt auf einmal die Spannung und ein leichtes Berühren verstellt bereits die Einstellung.
Was kann ich tun, um den wieder fester zu bekommen? Ist irgendein Federmechanismus hinüber?
Vielen Dank vorab.
 
Irgendwie fehlt auf einmal die Spannung und ein leichtes Berühren verstellt bereits die Einstellung.
Vielleicht ist das Gewinde (der Kappe) hinüber, oder der Knubbel am Griffende hat sich gegenüber dem Rest der Stange gelöst? Hast du das Griffende (dieses Fixierteil das aus der Stange mit Innengewinde und Knubbel besteht) schon mal herausgezogen? Kann man ganz rausziehen. Lässt sich der Knubbel am Ende gegenüber dem Rest des Teils verdrehen?
 
Ist irgendein Federmechanismus hinüber?
Es gibt ja nur eine Feder im Progress, die für die Verstellung zuständig ist. Die befindet sich im Kopf und an die kommt man nicht ohne Gewalt.

Theoretisch könnte diese gebrochen sein, habe ich aber noch nie gehört.
Prüfen könnte man es, indem man die Schraube ganz aufdreht (Deckel ab), am besten die Schraube unten rauszieht (dann kann man gleich prüfen, was @grisumo oben geschrieben hat) und auf das federnd gelagerte Mittelteil im Kopf (Klingenauflage) drückt und wieder entlastet.
Wenn dabei ungewöhnliche Knirsch- oder Knackgeräusche auftreten, könnte die Feder defekt sein. Normalerweise ist diese Feder recht stramm, sollte sich also nicht schwammig anfühlen.
 
Danke Euch. Ich hab das Griffende mal raus genommen und inspiziert. Genau habe ich mir das aber nicht angesehen. Ich schaue mal auf die Details, die ihr mir mitgegeben habt.
Ich hab auch Kontakt zu Merkur aufgenommen und sende denen noch ein Video, damit sie es einsortieren können und mir ggf. entsprechende Ersatzteile anbieten.
 
Der Progress 500 ist schon lange in meinem Bestand und Teil der Rotation.

Ein guter Hobel für den Alltag und die Rasur im Blindflug. Selbst voll aufgedreht noch gut beherrschbar.

Bei mir funktioniert nicht jede Klinge gleich. Mit manchen gehts einfach nicht.

Das einzige was etwas stört; Ausspülen geht bei anderen bauartbedingt besser. Dem schwergängigen und quietschenden Verstellmechanismus kann man mit nem Tropfen Öl nachhelfen.
 
Nachdem ich mich von der ersten Seite bis zum letzten Beitrag dieses wahrhaft legendären Threads vorgearbeitet und mich anschließend standesgemäß geprogresst habe, ist es nun an der Zeit, meine eigene Hymne auf diesen Rasiergott zu erheben. Seit Jahren begleitet mich der Progress durch die Gefilde der Nassrasur, auch wenn zwischendurch der Futur, der R41 Grande, der Rockwell 6S und der Rocca versuchten, mich mit ihren glänzenden Klingen zu verführen. Doch ihre Anziehungskraft ist längst verloschen – wie Funken, die im Wind verglühen.

Der Progress ist das Rad.
Das Ur‑Rad. Das Alpha und das Omega der Rasur.
Kein anderes Werkzeug vermag diesen vollkommenen, harmonischen Gesamteindruck zu übertreffen. Sein Design – ja, selbst der ruhmreiche gelbe Knubbel – erhebt ihn zu einem Rasierer, der nicht einfach funktioniert, sondern herrscht. Ich will ihn genau so, unverändert, ungezähmt, unverbogen.

Über seine Rasureigenschaften muss man kaum Worte verlieren: Sie sind von erster Güte, von jener Art, die Legenden formt. Der Hype um den Rockwell 6S? Für mich ein Rätsel. Kein einziges Mal erreicht er die Nachhaltigkeit, die der Progress mir schenkt – egal, welche Platte man ihm einlegt. Natürlich, der Rockwell rasiert. Er rasiert gut. Er macht Spaß. Doch der Progress rasiert besser. Und er tut es mit einer Schönheit, die ihresgleichen sucht. Seine Haptik, sein Gewicht – ein Gedicht aus Metall.

Die Rasuren mit ihm sind die effizientesten, schonendsten und zugleich nachhaltigsten, die ich kenne. Was kümmert mich Edelstahl, wenn ich die Wahl habe? Der Progress schlägt sie ahl – mit einer Eleganz, die nur wahre Ingenieurskunst hervorbringen kann. Seit über 70 Jahren bewährt, ein Monument deutscher Präzision. Ein herzliches Dankeschön an Merkur/Dovo für dieses Meisterwerk.

Wer ihn noch nicht sein Eigen nennt, sollte ihn sich wenigstens einmal testweise durchs Gesicht ziehen – und erleben, wie sich die Welt der Rasur in einem einzigen Zug verändert.

Ich freue mich bereits jetzt auf die morgige Rasur: ein Durchgang direkt gegen den Strich auf 2,5, hier und da ein wenig ausputzen – und selbst meine gealterte Gesichtshaut erstrahlt im neuen, makellosen Glanz.

Euer Glaskinn
 
Auch wenn ich immer wieder dem Spieltrieb nachgehe und andere Hobel ausprobiere, die auch sehr gut sind, der Progress ist auch in meinen Augen besonders. Er war meine erste Liebe und führte mich zur Nassrasur. Ich nutze ihn immernoch sehr gerne. Danach frage ich mich immer, warum ich soviel andere Hobel gekauft habe. Ein wahrlich legendärer Hobel!
 
Keine Ahnung was er raucht aber ich will auch.
Ist aber alles wahr was er schreibt
 
Der Progress ist das Rad.
Das Ur‑Rad. Das Alpha und das Omega der Rasur.
Kein anderes Werkzeug vermag diesen vollkommenen, harmonischen Gesamteindruck zu übertreffen. Sein Design – ja, selbst der ruhmreiche gelbe Knubbel – erhebt ihn zu einem Rasierer, der nicht einfach funktioniert, sondern herrscht. Ich will ihn genau so, unverändert, ungezähmt, unverbogen.

Über seine Rasureigenschaften muss man kaum Worte verlieren: Sie sind von erster Güte, von jener Art, die Legenden formt. Der Hype um den Rockwell 6S? Für mich ein Rätsel. Kein einziges Mal erreicht er die Nachhaltigkeit, die der Progress mir schenkt – egal, welche Platte man ihm einlegt. Natürlich, der Rockwell rasiert. Er rasiert gut. Er macht Spaß. Doch der Progress rasiert besser. Und er tut es mit einer Schönheit, die ihresgleichen sucht. Seine Haptik, sein Gewicht – ein Gedicht aus Metall.

Die Rasuren mit ihm sind die effizientesten, schonendsten und zugleich nachhaltigsten, die ich kenne. Was kümmert mich Edelstahl, wenn ich die Wahl habe? Der Progress schlägt sie ahl – mit einer Eleganz, die nur wahre Ingenieurskunst hervorbringen kann. Seit über 70 Jahren bewährt, ein Monument deutscher Präzision. Ein herzliches Dankeschön an Merkur/Dovo für dieses Meisterwerk.

Wer ihn noch nicht sein Eigen nennt, sollte ihn sich wenigstens einmal testweise durchs Gesicht ziehen – und erleben, wie sich die Welt der Rasur in einem einzigen Zug verändert.

Euer Glaskinn
...weise Worte du schreibst :herz1 daumenh!
 
Zuletzt bearbeitet:
Was dem einen sein Alpha und Omega ist, ist dem anderen ein ästhetischer Reinfall.
Ja er rasiert gut. Nicht mehr und nicht weniger.
Aber ich bin ja auch ein Bladefeelweichei und kann die Ausgeburt der Ingenieurskunst nur auf sehr kleinen Stufen nutzen und dann auch nur mit der Gillette Super Platinium aus Indien alles andere erzeugt bei mir Reizungen, und ja einen Hobel kann ich schon bedienen.
 
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