Messer vs. Hobel

Rotznase

FdR-Pate
Der Hobel hat halt den großen Vorteil, man muss keine anderen Handgriffe erlernen muss, wenn man vom System wechselt. Lediglich Druckkontrolle und das Arbeiten mit dem Handgelenk, wegen den fehlenden Schwenkkopf, muss einstudiert werden um brauchbare Ergebnisse zu erzielen.
Beim Messer fängt man wieder bei Null an. Völlig andere Handgriffe sowie Druck-und Winkelkontrolle wollen erlernt werden. Und dann hat man erst den Punkt erreicht, dass man sich vielleicht nicht mehr so oft verletzt. Von einer gründlichen Rasur ist man dann im Normalfall noch ein gutes Stück weg.
Das Messer ist komplett aus unserer schnelllebigen Zeit gefallen. Da hat der Hobel einfach die Nase vorn. Die Gründlichkeit halte ich bei beiden für gleichwertig. Nicht umsonst ist der Rockwell 6S mit einer Sputnik meine Referenz in Sachen Gründlichkeit. Da will ich mit dem Messer erst noch hinkommen, wo ich mit dem Hobel bereits bin. Nämlich BBS gegen die Wuchsrichtung.

Gruß
Michael
 

Alvaro

Writes More Here Than At Work
Das Messer ist komplett aus unserer schnelllebigen Zeit gefallen.
Genau das macht das Messer aber auch wieder interessant.
Es steht, wie einige andere Dinge auch, für die Nische des Genusses in dieser schnelllebigen Zeit.
Man merkt doch immer öfter, dass der Mensch eigentlich auf diese ganze Hektik und den Stress keine Lust hat.
Man sucht diese "Auszeiten".
 

Perikles

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Da will ich mit dem Messer erst noch hinkommen, wo ich mit dem Hobel bereits bin. Nämlich BBS gegen die Wuchsrichtung.
Genau, das wäre auch mein Ziel. Ich möchte ja nicht mit stoppeligem Damenbein im Gesicht herumlaufen ;) :D
Spaß beiseite, ich kriege das so noch nicht hin.
Optisch ist es gut, aber gegen den Strich gefühlt sind noch Stoppeln. Geht ja mal gar nicht! Perfektion ist das Ziel!
Natürlich nicht: Entspannung und Spaß. Hab ich heut gehabt, auch wenn ich nicht perfektestens rasiert bin.
 

Nargothrond

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Genau das macht das Messer aber auch wieder interessant.
Es steht, wie einige andere Dinge auch, für die Nische des Genusses in dieser schnelllebigen Zeit.
Man merkt doch immer öfter, dass der Mensch eigentlich auf diese ganze Hektik und den Stress keine Lust hat.
Man sucht diese "Auszeiten".
Eben genau aus diesem Grund habe ich ebenfalls mit der Messerrasur angefangen. Es dauert länger und erfordert mehr Konzentration. Genau mein Ding um den Alltag vergessen zu machen. Hobeln tue ich wenn es denn mal wieder schnell gehen muss.
 

maranatha

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Wenn ich hier noch weiter lese, packe ich bald wieder die Messer aus! :cool:
 

Batou

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Messer ist besser aber Hobel ist nobel (was einem nicht alles für dumme Sprüche einfallen) :uhoh

Neulich nochmal zum Messer gegriffen. Was mir vor allem auffällt, die Messerrasur ist merklich besser für gestresste Haut. Sozusagen hautschonender.
 

Hellas

Klingenflüsterer
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Barbon

FdR-Pate
Genau das macht das Messer aber auch wieder interessant.
Es steht, wie einige andere Dinge auch, für die Nische des Genusses in dieser schnelllebigen Zeit.
Man merkt doch immer öfter, dass der Mensch eigentlich auf diese ganze Hektik und den Stress keine Lust hat.
Man sucht diese "Auszeiten".
Sehr richtig! Meine Rasur im Bad ist meine Zeit, da kann kommen was will, die ist meine.
 

maranatha

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FdR-Pate
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Kenne ich gut, dieses Gefühl. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, die Geschichte "Rasur" noch einmal anders zu vollziehen. Es kommt ein schönes und interessantes Messer nach dem anderen, dann ein paar Steinchen, Riemen und Pasten, und das, was man vorher in Seifen, Hobel, Klingen und sonstigem gesteckt hat, wird nun in die Messer - Ecke investiert. Nach fast einem Jahr war ich dann so weit sagen zu können, dass ich mit dem Messer in der Lage bin das für mich optimalste herausholen zu können. Und dennoch kann es passieren, wie weiter oben schon erwähnt, dass einem der ein oder andere Hobel wieder dazwischen funkt.

Es wird irgendwie nie langweilig und ich kann mich noch gut an die oftmals getätigten Vorsätze erinnern, das alles auf das Minimum zu reduzieren. Damals, als ich noch glaubte, diese Vorsätze seien bei mir auch nur halbwegs realistisch! Aber das ist ein anderes Thema.

Messer vs Hobel ist bei mir wohl kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander. Wobei ich die Phasen auskosten, in denen mir die eine oder die andere der beiden Geschichten am besten gefällt. So was kann, so glaube ich, bei mir von heute auf morgen wechseln.
 

maranatha

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Da fällt mir ein, ich muss unbedingt meine Messer einölen! Ich hatte nicht gedacht, dass sie so lange pausieren! :oops:
 

Fila Brasileiro

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Messer ist besser aber Hobel ist nobel (was einem nicht alles für dumme Sprüche einfallen) :uhoh

Neulich nochmal zum Messer gegriffen. Was mir vor allem auffällt, die Messerrasur ist merklich besser für gestresste Haut. Sozusagen hautschonender.
@Batou Jaja gestresste Haut ,wenn man vorher 17 Durchgänge mit dem Hobel sich „gegönnt" hat querbeet in alle Richtungen ist die Haut halt gestresst und
dann muss das liebe Messer wieder für Ruhe sorgen damit man sich beim nächsten mal 18 Durchgänge leisten kann ;) .Wie ich schon mal erwähnt habe reicht
1 Durchgang um gut rasiert zu sein ,der 2 Durchgang ist unserem Perfektionismus geschuldet aber dann sollte Schluss sein.
 

maranatha

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Also, ein Durchgang mit dem Messer ist bei mir definitiv nicht ausreichend, um gut rasiert zu sein. Da müssen schon drei her und erst ab dem dritten "gegen" fängt das bei mir an gründlich zu werden. Ein einziger Durchgamit z.B. dem R41 könnte ich verstehen, aber mit einem Messer klappt das bei mir nicht.
 

Fila Brasileiro

Very Active Member
Ich habe Messer da reicht wirklich ein Durchgang , ab und zu ziehe ich den 2 Durchgang noch durch um noch ein Tag mehr „ Ruhe" zu haben .
Nutze aber dafür fast immer ein 2 frisches Messer .
Ich habe mich mit dem Hobel auch nie mehr als 2 Durchgänge Rasiert. Ich glaube wer 3 und noch mehr Durchgänge brauch macht irgendwas falsch oder er hat wahrlich arges Zeug im Gesicht :lol .
 

maranatha

Moderator
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An den Messern liegt das nicht. Eher am "argen" Zeug. ;)
 

Fritz

Member
Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Ich habe zwei Hobel von Mühle und ein Shavette-Rasiermesser. Obwohl ich in beiden die Feather Klingen benutzte, ist die Rasur mit dem Shavette deutlich gründlicher.
Mit den Hobeln geht es natürlich ein wenig schneller und man muss nicht ganz so gut aufpassen, jedoch komme ich trotz des offenen Kammes nicht bis auf die Haut. Also ist die Rasur nicht ganz so gründlich.

Für mich haben beide in Abhängigkeit von der Situation ihre Daseins Berechtigung.
 

Perikles

Member
Ich denke mal, die Zahl der Durchgänge ist vor allem eine Frage des individuellen Anspruchs:
- möchte ich es optisch glatt?
- möchte ich es auch gefühlt glatt?
- möchte ich es gegen den Strich gefühlt glatt?

Ich hab's gern sehr glatt, zumal das für mich den Vorteil längerer Nachhaltigkeit mit sich bringt.

Das erreiche ich aber mit keinem Rasurgerät mit nur einem Durchgang, auch nicht mit einer ultra-scharfen Shavette. Bei mir reichen 2 Durchgänge - für meine Ansprüche - nicht ganz aus. Beim Messer mache ich nur 2 Durchgänge, weil das oft das Limit für meine Haut ist, wenn ich den zweiten Durchgang gegen den Strich mache. Ich kann auch drei Durchgänge machen, mit, und zweimal quer, kein Problem. Aber schon mit, quer und gegen ist erstmal noch "zu viel".

Beim Hobel sieht das anders aus, aber eben auch nur, weil ich über die Jahre des Rasierens für mich quasi perfekte Kombinationen aus Hobeln und Klingen gefunden habe. Beim Messer habe ich weder die Erfahrung, noch die Ausstattung, zumindest noch nicht. Ich entwickle da aber auch keinen Ehrgeiz, weil es soll für mich vor allem Spaß machen :)

Wenn ich perfekt rasiert sein möchte, ist die Wahl unter allen Rasurgeräten für mich klar: Der Hobel gewinnt. Ich kann damit im Grunde bessere Ergebnisse erreichen als mit allen anderen Geräten, wobei ich die mit anderen Geräten durchaus annähern kann. Außerdem habe ich eigentlich immer eine Art "Standard-Art" der Rasur laufen, und von der aus experimentiere ich nach Lust.

Früher war meine Referenz der 37er Merkur mit der alten ASP Klinge, damit habe ich viele Jahre rasiert. Es folgte der Merkur Reiserasierer mit Schaumkante und ASP. Danach kam die Kombination aus Shavette und Gillette Sensor, schließlich der dicke Gillette Adjustable bzw. andere Gillette Butterfly-Hobel sowie russischen Klingen. Dazwischen wurde viel viel experimentiert, aber so einen Standard habe ich immer.

Das ist einfach die Art der Rasur, die ich momentan am besten beherrsche. Wenn man es drauf anlegt, kann man, denke ich, jede Rasur sehr gut beherrschen lernen. Für eine wirklich perfekte Rasur aber muss man "sein" Gerät finden, das einem von vornherein gut liegt - oder an das man sich irgendwann gut gewöhnt hat.
 
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