Rasur am 26.05.2026
Basic-Care: Weleda Calendula Pflegeöl
Pre-Shave: Proraso Crema Pre Barba, Grün
Rasierseife: Barbiere di Figaro Classico (T.F.S.)
Rasierpinsel: Mühle SF L
Rasierhobel: Tatara mit cap Nodachi, cc Masamune, Griff Merkur 23 Inox
Rasierklinge: Amazon Eigenmarke (1)
After-Shave: Davidoff Cool Water
Ich möchte jetzt ein paar mal im Wechsel den Tatara und den 23 Inox benutzen. Der besseren Vergleichbarkeit wegen, und weil ich das einfach mal probieren wollte, habe ich heute den Tatara mit dem 23 Inox Griff benutzt. Kann man machen. Passt optisch (Oberfläche) sehr gut, aber dieses Tatara typische Design ist so natürlich weg. Ästhetisch sensible Seelen könnten dies als Desaster empfinden

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Kappe war die Nodachi, Platte die Masamune. Der Rasierer fühlt sich in dieser Kombi etwas direkter an, als der 23er. Er ist auch etwas effizienter. Mein spontaner Eindruck war bei der auch bereits probierten Kombi cap Masamune und Platte Nodachi, dass diese am ehesten dem 23 Inox entspricht. Ist vermutlich so. Muss ich nochmal testen, im Vergleich.
Das mehr an Direktheit und Effizienz ist beim Tatara Teil eines Designkonzeptes, das mit diesen hochpräzisen Fertigungsmethoden erst möglich wurde. Wie auch bei anderen Rasierern dieser Klasse.
Ich könnte mir beim 23 Inox ein mehr an Aggressivität nicht vorstellen. Dafür ist das Kopfdesign, meiner Meinung nach, nicht gemacht.
Der 23er besitzt ein klassisches Kopfdesign, das universeller nutzbar ist. Geeignet für eine breitere Zielgruppe. Bewährt. Ich halte den 23er für gutmütiger und winkeltoleranter.
Aufgefallen ist mir, dass ich den Griff zuerst wie beim 23er gehalten, dann aber schnell in einen etwas steileren Winkel gezogen habe. Der optimale Griffwinkel ist beim Tatara etwas steiler bzw. der Klingenwinkel flacher. Bei dem langen Griff hatte ich jetzt mehr die Neigung diesen Richtung Haut zu ziehen. Insofern fühlt sich der kürzere Tatara Griff schon stimmiger an.
Insgesamt lässt sich sagen, dass das zwei verschiedene Designkonzepte sind, für unterschiedliche Zielgruppen. Ich würde hier keinen der Hobel als besser oder schlechter beurteilen, einfach anders.
Der Tatara, hochpräzise, mit mehr Klingengefühl und Effizienz möglich (je nach Kopf). Braucht jedoch mehr Expertise, bei der Rasur. Etwas mehr Potential, aber auch mehr Risiko für Reizungen. Wobei ich den insgesamt schon als sehr sanft empfinde. Also mit Erfahrung überhaupt kein Problem. Mehr der Rasierer für Hobel-Gourmets.
Der 23 Inox, mit klassischem universeller nutzbarem Design. Nicht ganz so direkt und effizient wie der Tatara, aber gutmütiger, mit größerem Rasurwinkelbereich. Wenn der Winkel nicht ganz optimal ist, dann eben etwas weniger gründlich, funktioniert aber trotzdem. Man kann mit dem 23er mehr im Gesicht rumturnen, ohne Folgen (nach meinem Empfinden).
Beides sind super Hobel, je nach Vorliebe. Ich verwende beide sehr gerne, und würde mich von keinem der beiden trennen wollen.