Erste Rasur mit dem BBS Standard...
Mit dem Kauf dieser Grundplatte verfolgte ich zwei Ziele. Erstens wollte ich eine mildere Option für diesen Hobel, die sich merklich vom BBS-A abhebt. Zweitens hatte ich gehofft, sie könnte meinen Timor CC ersetzen – den Hobel, der für mich bislang das Maß an Hautschonung war. Den Timor habe ich oft als meinen „Reparatur-Hobel“ bezeichnet, wenn die Rasur am Vortag etwas zu ruppig war. Leider nicht allzu effektiv für mich, der Timor SB.
Der erste Teil des Plans ging voll auf: Die Standard-Platte fühlt sich spürbar sanfter an als die A-Platte (wobei ich letztere auch nicht als sonderlich aggressiv bezeichnen würde). Die beiden Platten sind unterschiedlich genug, um die Existenz beider in der Sammlung zu rechtfertigen.
Beim zweiten Ziel bin ich mir allerdings noch nicht ganz sicher. Zu meiner Überraschung war die Rasur nicht ganz so „zahm“, wie es die Reviews hatten vermuten lassen. Der BBS Standard ist zwar ein extrem komfortabler Rasierer im milden Bereich, aber eben nicht so frei von „Blade Feel“, wie ich es erwartet hatte. Falls sich das wiederholt, wird der Karve CB SB-A mein neuer Reparatur-Rasierer werden.
Sehr gefallen hat mir heute der tendenziell steilere Rasurwinkel (Griff etwas jenseits von 'neutral', eher parallel zum Gesicht, aka 'steep'). Das hat mir auch mit der A Platte gut gefallen, und mit dieser kann dieser Winkel sogar noch ausgeprägter ausfallen, dem größeren Klingenspalt sei es gedankt.
Im dritten Durchgang habe ich im Halsbereich unabsichtlich etwas zu viel Druck ausgeübt, was zu leichten Reizungen führte. Vermutlich hat mich auch der schwere Griff 'verleitet' .
Die Rötungen sind jedoch nach nun zwei Stunden komplett abgeklungen.
Zur Effizienz werde ich mich später äußern, der im Vergleich zur A Platte schmalere Klingenspalt erfordert jedenfalls etwas mehr Genauigkeit beim Rasieren.
Insgesamt ein gelungener Einstand für die BBS Standard-Platte...