Shavette für Einsteiger - Was mache ich falsch?

Linux

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Gruß an dich @Sahra . Bist im Anfängerkurs nicht allein. Nach jeder Gesichtsrasur wird nochmal Restschaum aufgetragen und die Shavette (ohne Klinge) im Trainingsmodus über die Steppe gejagt. Gejagt...... ich sag mal lieber, geschlichen.
Diese Technik habe ich aufgegeben. Die Züge kannst du so gut animieren, jedoch hast du keinen Wiederstand. Aber falsch ist es sicher auch nicht
 

Sahra

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Ganz am Anfang hatte ich Zweifel, dass Körperrasur mit etwas möglich ist, das nicht am Griff festgehalten wird, aber irgendwann dachte ich: Was Manets Olympia konnte, das kannst du auch. -- Einige Stellen sind schwierig zu erreichen, vor allem wenn man in eine andere Richtung als vorher rasieren will, aber paradoxerweise gibt es auch Stellen, wo man mit gebogener Hand besser hinkommt.
 

Sahra

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Wie ihr euch vorstellen könnt, bin ich am Ball geblieben. Ich habe mich heute Abend aber nicht ausschließlich mit Shavette rasiert, sondern erst nachher an Stellen, wo ich besonders gut rankomme. Irgendwie macht es schon Spaß, mal was anderes auszuprobieren.
In dem von mir verlinkten Sketch sagte die "Komikerin" Nicole Jäger: "Von Papa lernen heißt: Siegen lernen." Ich sage: "Vom Ur-Urgroßvater lernen heißt: Siegen lernen." Der rasierte sich ziemlich routiniert mit einem Messer, wie meine Großmutter zu berichten weiß. Sie hat ihm gerne dabei zugeguckt. Für ihn war es keine große Sache.
 

amfibia

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Ich habe vor einiger Zeit eine Natra Shavette zusammen in einem Paket mit Hobel, Seifen, Klingen und After-Shave als Zugabe erhalten.
Bislang habe ich mich noch nicht getraut, mit damit zu rasieren. Für Konturen und ausputzen ist sie aber super.

20200322.jpg
 

Philipp78

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...Was sind Eure Erfahrungen? Ist der Bluebeards Revenge einfach nichts? Was könntet Ihr zum Einsteig empfehlen, wenn ich anfangs nicht zuviel Geld ausgeben möchte?
Nur um meine 20 Cents dazu zu geben, die grundlegenden Unterschiede zwischen einem Hobel und einer Shavette sind:
- Hobel begrenzt bauformbedingt (zum gewissen Graf) den Anpressdruck beim Rasieren, bei der Shavette muss der Anwender den Druck mit der Hand kontrollieren.
- Hobel kontrolliert auch für den Anwender zum großen Teil den Winkel (ist der Winkel zu flach oder zu steil - rasiert der Hobel nicht), bei der Shavette ist „alles für den Anwender offen“.

Beide Fertigkeiten bedürfen eine gewisse Portion an Übung und Achtsamkeit.

Gruß

Philipp
 

Manumik

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Interessantes Thema! Auch wenn der Thread jetzt schon etwas älter ist, beziehe ich mich trotzdem einmal auf die ursprüngliche Frage.
Da ich zurzeit selber mit der Entwicklung einer neuen Shavette beschäftigt bin, habe ich mich intensiv mit dem Theme auseinandergesetzt.

Ich finde Rasiermesser mit Wechselklingen eine tolle Sache. Vor allem, da man sich das Abledern und das Schärfen sparen kann. Mit einer Shavette und den Feather AC-Klingen erhalte ich auch mit Abstand die gründlichste Rasur.

Was die meisten "Anfänger" aber falsch machen ist, dass die sie zu günstigen und vor allem zu leichten Shavetten greifen. Wen man diese dann noch mit den halben Rasierklingen verwendet wird das in vielen Fällen eine blutige Sache :D. Wenn es unbedingt halbe Klingen sein müssen, dann finde ich die Parker SRX eine gute Wahl. Diese hat ein gutes Gewicht und die Klinge steht nicht zu weit vor. Ansonsten bin ich grosser Fan der Feather Shavetten. Die Pro-Guard klingen bieten zusätzlichen Schutz und sind meiner Meinung nach genau das richtige für einen Anfänger.

Ich verstehe natürlich, dass wenn man mit einem neuen Hobby beginnt, man nicht gleich Unsummen in neues Equipment investieren will.
Andererseits hat gerade bei Shavetten die Wahl zum falschen Messer für viele Einsteiger gravierende Folgen.

Also ich persönlich mache um alle halben klingen einen grossen Bogen :D.

Grüsse
Manu
 

Barbon

FdR-Pate
Ich habe auch mit den längeren Klingen, Feather Professional für mein Univinlions und Tondeo oder Jaguar für meine Barberette gute Erfahrungen gemacht.
Das Gewicht ist ein entscheidender Punkt!
 
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