Forum der Rasur

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Tatara

Ich hatte heute mit dem Tatara Nodamune (cap Nodachi, cc Masamune), in Kombination mit einer neuen Dorco Prime, eine sehr entspannte und komfortable Rasur. Eine richtige Wohlfühlrasur war das heute. Allerdings war etwas Polierarbeit gefordert.

Die hier äußerst sanfte Dorco Prime kann man sicherlich sehr gut im Nodachi verwenden. Für den Masamune ist die Dorco Prime (nach meiner Einschätzung) zu mild. Für den Nodamune war die grüne Astra hingegen perfekt.

Das zeigt mir heute wieder wie fein die Kombinationen beim Masamune-Nodachi System abgestuft sind.
Da könnte man natürlich auch argumentieren: Wenn du einen Masamune und einen Nodachi brauchst um fein Abstufen zu können, dann kannst du dir für das Geld auch gleich einen Muramasa kaufen. Stimmt, aber dann eben zusätzlich. Vielleicht ergibt sich mal ein günstiges Angebot.

Ich könnte aber mit meinen Masamune Nodachi Tataras zufriedener nicht sein.
 
"Die hier äußerst sanfte Dorco Prime kann man sicherlich sehr gut im Nodachi verwenden" hatte ich gestern geschrieben. Jetzt kam sie heute, in zweiter Benutzung in den Nodachi. Die Klinge hatte hier während der Rasur allerdings leider deutlich an Schärfe verloren. Die Rasur war nicht so gründlich wie gestern, im Nodamune. War jetzt auch nicht fürchterlich, aber ich musste schon, insbesondere am Kinn, mehrmals nacharbeiten. Ich hatte auch nicht die Tatara Platten oder Kappen vertauscht. Das habe ich danach nochmal überprüft ;).

Die grüne Astra die ich auch schon im Nodamune, wie auch im Nodachi benutzt hatte, war hier deutlich schärfer und gründlicher.
Vielleicht ein Ausreißer? Oder ist die Dorco Prime mehr eine Klinge für die deutlich direkteren Hobel, und zu mild, auch im Nodachi.
Ich hatte die Dorco Prime bisher sehr gerne in Hobeln wie dem Greencult, oder auch im Rocca gerne benutzt. Meist so dreimal. Ging eigentlich immer.
 
Kleine Wiedergutmachungs-Rasur heute, mit dem Tatara Nodamune und einer (grünen) Gillette 7 O'Clock Super Stainless in erster Nutzung. Die Rasur war heute ebenso entspannt wie vor zwei Tagen mit der Dorco Prime (1). Sanft, Sanfter, am Sanftesten. Die Gründlichkeit war aber sehr hoch. Kaum Nachputzen erforderlich. Einfach nur glatt und gut. Ich hatte jetzt auch überhaupt kein Bedürfnis nach dem Nodachi Kopf. Bladefeel war praktisch nicht vorhanden. Insofern hat mich die Rasur an den Alpha Outlaw Evolution erinnert. Beim Nodamune kann man auch nochmal drüber, ohne Risiko, beim Outlaw Evolution kann das dann schon zuviel gewesen sein. Den Nodamune finde ich etwas sicherer. Der Alpha Outlaw Evolution ist vielleicht noch etwas direkter, beide fühlen sich sehr sanft an, beim Rasieren.

Die mittelscharfen Klingen scheinen mir im Nodamune sehr gut zu laufen.

Prädikat "Dream Team"
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mir für die Tatara Rasierhobelköpfe jetzt auch den Nodachi Griff in Titan besorgt. Gesamtgewicht mit Stainless Kopf und Nodachi Griff in Titan sind 75g. Diese Kombination liegt sehr leichtfüßig in der Hand. Das mache ich im allgemeinen sehr gerne, dass ich Edelstahlköpfe mit Titan-Griffen kombiniere. Bei den Tataras sind die Köpfe in Edelstahl ja sehr filigran und leicht. Beim Kopf habe ich jetzt aufgrund seiner Leichtigkeit in SS kein Bedürfnis nach Titan. Auch ist die Gewichtsverteilung in dieser Kombination sehr ausgewogen. Man kann, oder muss mit dem Titan Griff schon ein klein wenig (mehr subtil) Druck ausüben (vielleicht würde jemand anderes das als "normal halten" bezeichnen :proud). In der Kombi mit dem Nodachi Stainless Griff kann man den Hobel mehr mit Eigengewicht gleiten lassen.
Mir gefällt der Tatara mit allen drei Griffoptionen, die ich habe, sehr gut (Masamune SS, Nodachi SS, Nodachi Titan).
Ich denke, dass Nutzer die eher zu etwas mehr Druck neigen, oder den Hobel gern fester halten, mit dem Nodachi Titan Griff gut bedient wären. Das Haar in der Suppe ist nur die etwas unterschiedliche Färbung von Kopf und Griff. Das satinierte Titan ist etwas dunkler, als das satinierte Stainless. Ansonsten bleibt nur den Tatara komplett in Titan zu kaufen. In komplett Titan ist der Tatara mit dem langen Griff mit 66g 9g leichter, als in der Stainless/Titan Kombi. Wobei man hinzufügen muss, dass der Kopf in Edelstahl, durch seine filigrane Konstruktion eh schon sehr leicht ist, und im Kopfbereich ganz in Titan dann noch leichter.
 
Es ergab sich für mich die Gelegenheit eines Gebrauchtkaufs des Muramasa (Edelstahl) hier im Mitgliederforum (vielen Dank an den Verkäufer!). Zum Neupreis hätte ich ihn mir nicht gekauft, da ich ja mit meinen Masamune, Nodamune und Nodachi ganz zufrieden bin.
Ich muss gestehen, nach mehrmaligem Zerlegen, Zusammenbau und Einstellversuchen, bin ich schwer beeindruckt von der konstruktiven Rafinesse dieses Rasierers. Unglaublich was Tatara hier ausgetüfftelt hat.

Nach vorhergehenden Recherchen im Netz und hier im Forum, habe ich mit Einstellung 4 gestartet. Hier ist der Hobel, gefühlt, schon nahe am Nodachi, bleibt hier jedoch etwas drunter. Den dritten Durchgang, bei mir ATG am Hals und unter den Kieferkanten, sowie ATG Nachputzen am Kinn, habe ich auf 3 runtergedreht. Bei der 4 war die Klinge in den Mundwinkeln ganz leicht unangenehm spürbar.
Das Ergebnis war jedoch großes Kino. Ganz toll.
Ich werde das nächste Mal versuchen die komplette Rasur mit der Einstellung 3,5 durchzuführen. Warum nur eine Einstellung?
Das hätte dann mit den Nachteilen des Muramase zu tun. Nobody is perfect.

Das Einstellungssegment unterhalb des Kopfes ist eher schwergängig (klar das darf sich während der Rasur nicht verstellen). Ich konnte den Einstellbereich während der Rasur erst nach Abwaschen und Abtrocknen gut verstellen, mit nassen Fingern war das zu mühsam. Auch ist das Zahlenfenster sehr klein und, zumindest für meine etwas gealterten Augen, schwer zu lesen. Eine Lesebrille während der Rasur ins schaumbedeckte Gesicht zu stecken macht keinen Spaß. Da die Reihen der gegeneinander verstellbaren Segmente (die Reihen der kleinen Vertiefungen) bei jeder vollen Einstellung durchgängig sind, kann man hier auch bis 5, also bis zum Ende, drehen, und dann reihenweise rückwärts zählen.

Auch hatte ich den Eindruck, dass ich den Griff etwas lösen muss, damit das Einstellen leichter geht.
Der Griff ist mir etwas zu kurz. Der Grip ist sehr gut (die Bohrungen sind z.T. etwas tiefer als bei den nicht verstellbaren Kollegen). Ich werde mal Ausschau nach dem längeren Sondergriff halten (vielleicht hat jemand diesen übrig), und bei Tatara nachfragen.

Trotz der Nachteile ist der Muramasa ein stark beeindruckend toller Rasierhobel.

Fazit: Raffiniert
 
Heute nochmal der Muramasa mit durchgängig Einstellung 3,5. Geht auch. Aber man nutzt das Potential, das der Hobel hat, hier nicht voll aus. Die Kombination 4+3 (3 für ATG Nachputzen) ist schon sehr gut. Die 3 funktioniert im Halsbereich ATG sehr gut. Bei sehr scharfen Klingen würde ich hierfür vermutlich die 2,5 benutzen. Das Einstellen des Muramasa geht über die Stellung der Lochlinien sehr gut. Hier sind Einstellungen im 0,5 Bereich gut ablesbar, wohingegen beim Ablesen das Erkennen der 0,5 Einstellung (also genau zwischen den Zahlen) im Fenster eher schwierig ist. Zur Verminderung der Rutschigkeit des Einstellsegments bei Nässe und Seife, muss man ihn eben abtrocknen, vor dem Verstellen.
Statt dem Zahlenfenster könne man ja auch 5 Reihen mit kleineren (zur Unterscheidung) Bohrungen (statt der tieferen Bohrungen im Drehbereich) versehen, also fünf kleinere Bohrung = Einstellung 5, 4 kleinere Bohrungen = Einstellung 4 etc.
Das Leichtigkeit des Drehens am Einstellsegment ist bei meinem Muramasa unabhängig davon, ob der Griff festgezogen ist oder nicht, habe ich festgestellt.
 
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