Forum der Rasur

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Wie oft nutzt ihr eine Rasierklinge?

Ob die Klinge bei ihm jetzt tatsächlich mehr an Schärfe verloren hat nach 2-3 Rasuren oder es einfach das Gesamtbild ausmacht ist ja im Grunde egal, er kann/will sich damit nicht mehr rasieren, ich ggf schon.
Es geht aber nicht nur um die Schärfe, die ist ja meist noch ausreichend, sondern um diese kleinen Mikroausbrüche an der Schneide die mit jeder Benutzung immer mehr werden.
Meine Haut reagiert hier sehr empfindlich darauf. Das ist, denke ich, auch verschieden. Mit der aktuellen Wilkinson Classic kann ich mich beispielweise auch bis ca. 7x Rasieren (Stahlqualität?)
 
Die Frage, die sich doch stellt ist: was heißt " 1x rasieren" .
Für mich heißt das 3,5 Durchgänge.
Für andere heißt das 2 Durchgänge.

Im Schnitt nutze ich eine Klinge 3x.
Also: 3x3,5 DG= 10,5 Durchgänge.

Würde ich 2 DG rasieren, dann würde die Klinge in 5 Rasuren eingesetzt werden.

Abhängig ist das von der Klinge selbst. Eine Derby Extra nutze ich 2x, eine Derby Premium 3x .
Das sind dann die eigenen Erfahrungswerte.
Selbstverständlich lassen sich o.g. Klingen öfter nutzen.
Ich habe für mich aber entschieden, Klingen nicht 'auszureizen' und komme mit meiner Regel bestens klar.

Wichtig: Man muss natürlich ausreichend Klingen-Material im Hochregal- Lager haben.
Die Shavocalypse wird nämlich kommen.
S.I.C.H.E.R.
 
Danke euch für eure vielen Antworten :)

Mich reizt es, hin und wieder dem Hobel auszuprobieren. Wenn sich doch nur nicht immer sofort die Haut melden würde. Ich denke, mit neuen frischen klingen jedes Mal, würde das vll sogar funktionieren
 
Vorrausschicken muß ich die Tatsache, daß ich seit mehreren Jahren keinen Hobel mehr benutze, sondern nur noch RM.
Warum? Weil ich mit dem Messer die angenehmeren Rasuren habe und ich die seeehr direkte Rasur mit hoher Schärfe bevorzuge. Der R41 kam geradeso an meine Ansprüche heran, konnte aber diesen, gegenüber einem RM, nicht gerecht werden.
Zu Hobelzeiten habe ich die Voskhod Klingen nach vier Einsätzen (je 2,5 Durchgänge) entsorgt. Manchmal wäre eine fünfte Rasur möglich gewesen, habe es aber der Einfachheit halber bei vier belassen.
Worauf ich hinaus will? Das Schärfeempfinden ist viel zu subjektiv, um es zu verallgemeinern. Empfindlichere Haut braucht nun mal anderes Rasurzeug, als z.B. meine Blechhaut.

Zumal die angenehmsten Rasureigenschaften manchmal erst nach ein bis zwei Rasuren eintreten.
Das konnte ich noch nie nachvollziehen. Ich möchte eine hohe Schärfe, die möglichst lange erhalten bleibt. Wenn eine Klinge durch Abschwächung der Schärfe angenehm wird, stellt das mein pers. Empfinden auf den Kopf.

Meine Haut reagiert hier sehr empfindlich darauf. Das ist, denke ich, auch verschieden. Mit der aktuellen Wilkinson Classic kann ich mich beispielweise auch bis ca. 7x Rasieren (Stahlqualität?)
Das kann ich mir nur durch sehr feines Barthaar erklären, denn für mich ist die Wilki bei weitem nicht scharf genug. Die ziept bei mir vom ersten Zug an.

Die Frage, die sich doch stellt ist: was heißt " 1x rasieren" .
Für mich heißt das 3,5 Durchgänge.
Für andere heißt das 2 Durchgänge.
Genau hier kommen wir zur finalen Individualität, was eine Vergleichbarkeit über die Rasuranzahl ad absurdum führt. Nicht nur die Faktoren: Haut - Barthaar - Klinge - Hobel machen einen Unterschied, sondern auch die Anzahl der Durchgänge. Die sekundären Einflüsse des Rasurschaumes sind da noch gar nicht mit einbezogen. Nichts kann individueller sein, als das Rasurgefühl nach der eigenen Routine und mit dem eingesetzten Rasurzeug.

Von daher ist es interessant zu hören, wer sich wie oft mit welcher Klinge rasiert. Eine Diskussion über das warum, ist allerdings mehr als müßig.
 
Das kann ich mir nur durch sehr feines Barthaar erklären, denn für mich ist die Wilki bei weitem nicht scharf genug. Die ziept bei mir vom ersten Zug an.
Mein Bart ist so ziemlich mitteleuropäisch durchschnittlich, würde ich sagen. Mehr dunkles, dickes Haar. Mit ziemlich drahtigen harten Abschnitten (Kinn, Mund, Kieferbereich). Vor allem die zunehmend grauer werdenden Bereiche werden nach meiner Empfindung immer stahlähnlicher. Also weder das, was so als "südländisch" beschrieben wird, noch das was ich als fein bezeichnen würde (in meiner Vorstellung so blondes, dünnes, nordeuropäisches Haar). Mein persönliches Geheimrezept ist "Wässern was das Zeug hält". Also nicht nur so einmal Wasser drauf (mir fällt das immer in verschiedenen YouTube Videos auf, und wundere mich), sondern mehrmals Wasser drauf klatschen, und dabei einreiben, wieder Wasser drauf etc. (Ich rasiere mich gerne vor dem Duschen), + Preshave (sehr wichtig ist das Öl vorher). Wenn ich das nicht mache, dann ziept es auch bei mir (aber nicht nur bei der Wilkinson).
Mir fällt das besonders auf, wenn ich mal sowas wie 2-Tage Bart habe (was ziemlich selten vorkommt). Hier merke ich am langen (längeren) Barthaar deutlich, dass das Wasser Zeit benötigt um das Barthaar weich zu bekommen. Deshalb funktioniert vermutlich für manchen das Rasieren nach dem Duschen besser, oder die Sache mit dem nassen Handtuch.
Was mir auch schon aufgefallen ist: Wenn ich mir mal einen 2-Tage Bart rasiere, was wie gesagt sehr selten vorkommt (noch mehr Tage überhaupt nicht :oops:), dann rupft es eher etwas. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass Barthaare, die noch nicht so weit hervor stehen, von der Klinge leichter gekappt werden können.

Ansonsten ist mir das mit der Wilkinson auch nicht erklärlich. Das sind und bleiben irgendwie die unerklärlichen Mysterien des Rasuruniversums. Als eigentlich keine Ahnung ;).

"....finalen Individualität...", vielleicht ist es genau das ;)
 
Ich rasiere mich auch einfach gern mit einer sauberen Klinge. Die Feather sind eh nicht meins, daher kosten die teuersten Klingen, welche ich verwende 15 Cent (einer meiner Favoriten liegt bei knapp über 6 Cent). Das ist es mir wert, eine benutzte, verdammt scharfe und unhandliche Klinge vor der Verwendung nicht reinigen zu müssen. Mein Zahnbürstenkopf wird eh vor jeder Verwendung in Teebaumöl getränkt und danach mit heißem Wasser gespült. Da reicht mir der monatliche Wechsel.
 
Was mir auch schon aufgefallen ist: Wenn ich mir mal einen 2-Tage Bart rasiere, was wie gesagt sehr selten vorkommt (noch mehr Tage überhaupt nicht :oops:), dann rupft es eher etwas. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass Barthaare, die noch nicht so weit hervor stehen, von der Klinge leichter gekappt werden können.
Mir fällt hierzu noch ein, bzw. ist mir immer wieder aufgefallen: Die Barthaare, bei denen am ehesten die Gefahr des Ziepens besteht, sind die nicht so dicken und harten, also z.B. bei mir äußerer Wangenbereich, oder der untere seitliche Halsbereich wo das Barthaar allmählich in der Körperhaarbereich übergeht. Da wo die Barthaare sehr dick und hart sind weichen diese der Klinge eher nicht aus, und hier ziept es auch nicht. Wenn die Klinge schon stumpf ist, dann werden die hier einfach nicht gründlich genug gekappt, aber kein "Ziepen" oder "Zerren".
 
sondern mehrmals Wasser drauf klatschen, und dabei einreiben, wieder Wasser drauf etc.

Das ist mir auch aufgefallen. Aber ich habe eine Lösung gefunden


Ich hab mir ne schüttelemulsion aus raffiniertem Sonnenblumenöl, raffiniertem Rizinusöl, Hanföl, Glycerin, Xylit (aufpassen, dass einem der Hund nicht übers Gesicht leckt, wenn man kurz nochmal ins Wohnzimmer geht oder so), Tapiokastärke Teebaumöl, japanischem Minzöl, Xanthan (ganz ganz ganz wenig) und ein bisschen Wasser gemischt.(Ich kann dir leider keine genauen Mengen nennen, aber laut Augenmaß 5-10% Glycerin und die Öle sind 3 sonnenblumenöl : 2 Rizinusöl : 1 Hanföl gemischt und machen etwas mehr als die Hälfte der Mischung aus.

Damit reicht eine Anwendung um die Haare weich genug zu bekommen und selbst beim Companion ist die Klinge kaum noch zu spüren. Feinarbeiten mache ich zum Teil nur mit dem Zeug und verzichte auf Schaum.
 
Mir fällt hierzu noch ein, bzw. ist mir immer wieder aufgefallen: Die Barthaare, bei denen am ehesten die Gefahr des Ziepens besteht, sind die nicht so dicken und harten, also z.B. bei mir äußerer Wangenbereich, oder der untere seitliche Halsbereich wo das Barthaar allmählich in der Körperhaarbereich übergeht. Da wo die Barthaare sehr dick und hart sind weichen diese der Klinge eher nicht aus, und hier ziept es auch nicht. Wenn die Klinge schon stumpf ist, dann werden die hier einfach nicht gründlich genug gekappt, aber kein "Ziepen" oder "Zerren".

Ich glaube, dass die einfach empfindlicher sind. Zieh dir mal mit der selben Kraft an einem Barthaar und an einem auf/über dem Brustbein. Extrem ist es bei mir an der Oberlippe, an welcher auch dickes drahtiges Haar wächst (zumindest so dick und drahtig, dass ich mich jeden Morgen drüber aufrege, dass ich am Vortag immer noch kein Carnaubawachs und Kolophonium in die Wichse gemischt habe.
 
Ich glaube, dass die einfach empfindlicher sind.
Ja, da geht dann die Klinge so halb rein und zieht daran. Bei den dicken drahtigen weicht das Barthaar überhaupt nicht aus, mehr so wie ein Baumstamm. Und die Klinge gibt klein bei, oder huscht dann mehr so drüber, oder so in der Art :proud.
 
Hey, das ist vermarktungsfähig. :daumenhoch
Ist in Arbeit. Aktuell arbeite ich an einer unisex-Rasierseife auf Guiness/Schwarztee-Basis mit einem Stearinsäureanteil von ca. 50% in der Basis und über 10% Überfettung mit Teebaumöl und hamameliswasser-Brennessel-Thymian-Salbei-Sud.

Wenn sie was wird und meine Erwartungen erfüllt ( sie sollAfter- und Preshave absolut unnötig machen), könnte es die bald in Hamburg und Bern zu kaufen geben. Aber das Wörtchen "falls" wird hier groß geschrieben. Es ist halt immer eine Gratwanderung zwischen Schaumkillern und Schaumboostern. Deshalb auch der hohe Stearinsäuregehalt. Also Stearinsäure und nicht Stearin (wobei das von mir verwendete Rapsstearin einen Stearinsäuregehalt von 92% hat). Wenn's nichts wird, mixe ich halt ein Gel.
 
Aber ich habe eine Lösung gefunden
Vielleicht für die künftige Wasserknappheit. Mir wird schon ganz anders wenn ich mir vorstelle ich hätte in Zukunft nur mehr eine Handvoll Wasser für meine Nassrasur :rolleyes:, und noch schlimmer: müsste dann auf Elektrorasur umstellen :rolleyes:. Was einem so für Gedanken kommen wenn man bei immer noch 30° im Büro sitzt :proud. Komme mir langsam vor wie Trockenobst im Dörrgerät.
 
5-6 Rasuren im S1
Die gehen gut allerdings nutze ich nur 3 Sorten:
GSB
Permasharp
BIC

Sputnik habe ich verkauft.

Die Bic ist im S1 noch besser als Sputnik.
 
Wenn ich mir mal einen 2-Tage Bart rasiere, was wie gesagt sehr selten vorkommt (noch mehr Tage überhaupt nicht :oops:), dann rupft es eher etwas.
Ja, da geht dann die Klinge so halb rein und zieht daran.
Diese Erfahrungen habe ich auch schon gemacht. Das hat mich von den extra vollhohlen Rasiermessern Abstand nehmen lassen. Sobald die nicht mehr die 100%ige Schärfe haben, biegen sie sich, bevor sie schneiden. Jedenfalls erkläre ich mir so die Rupfigkeit nach ~20 Rasuren.
 
Ich hab mir ne schüttelemulsion aus raffiniertem Sonnenblumenöl, raffiniertem Rizinusöl, Hanföl, Glycerin, Xylit (aufpassen, dass einem der Hund nicht übers Gesicht leckt, wenn man kurz nochmal ins Wohnzimmer geht oder so), Tapiokastärke Teebaumöl, japanischem Minzöl, Xanthan (ganz ganz ganz wenig) und ein bisschen Wasser gemischt.

Da müsste ich jetzt die Küche plündern:
  • Raffiniertes Sonnenblumenöl, hab ich. Würde ich lieber Sesamöl nehmen
  • Raffiniertes Rizinusöl. Hab ich
  • Hanföl. Hab ich.
  • Glycerin. Hab ich
  • Xylit. Hab ich nicht. Werde ich besorgen. Habe aber keinen Hund. :proud
  • Tapiokastärke. Hab ich
  • Teebaumöl. Hab ich. Ist aber schon ziemlich alt. :oops:
  • Japanisches Minzöl. Hab ich, jedoch nur normales Minzöl. :rolleyes:
  • Xanthan. Hab ich nicht. Werde ich auch besorgen.
  • Wasser. Sollte auch (noch) vorhanden sein :proud

Werde das mal versuchen. Bin aber jetzt erstmal in Urlaub weg.

Irgendwie erinnert mich das ganze an das "American Crew Ultra Gliding Shave Oil", aber die Zutaten sind natürlicher, beim obigen.

Ich glaube, das gehört jetzt in einen anderen Faden.

Könnte aber einen so ähnlichen Effekt haben, wie meine Kombination aus Sesamöl und Proraso Preshave Grün.
 
Da müsste ich jetzt die Küche plündern:
  • Raffiniertes Sonnenblumenöl, hab ich. Würde ich lieber Sesamöl nehmen
  • Raffiniertes Rizinusöl. Hab ich
  • Hanföl. Hab ich.
  • Glycerin. Hab ich
  • Xylit. Hab ich nicht. Werde ich besorgen. Habe aber keinen Hund. :proud
  • Tapiokastärke. Hab ich
  • Teebaumöl. Hab ich. Ist aber schon ziemlich alt. :oops:
  • Japanisches Minzöl. Hab ich, jedoch nur normales Minzöl. :rolleyes:
  • Xanthan. Hab ich nicht. Werde ich auch besorgen.
  • Wasser. Sollte auch (noch) vorhanden sein :proud

Werde das mal versuchen. Bin aber jetzt erstmal in Urlaub weg.

Irgendwie erinnert mich das ganze an das "American Crew Ultra Gliding Shave Oil", aber die Zutaten sind natürlicher, beim obigen.

Ich glaube, das gehört jetzt in einen anderen Faden.

Könnte aber einen so ähnlichen Effekt haben, wie meine Kombination aus Sesamöl und Proraso Preshave Grün.
Da ist etwas weniger Menthol drin. Ich habe einen Tropfen in ca. 100ml gemacht. Machst halt 2 rein und gut ist's.
Wenn du Urea hast: rein damit. Xylit hätte ich wegen hund lieber weg gelassen, aber die Wirkung des Glycerins aus der Neutrogena Bodylotion hat mir nicht gereicht und urea hätte ich leider nicht da. Außerdem landet es nach der Rasur eh im Abfluss. Du kannst und solltest es trotzdem drin lassen.
Vitamin E, B3 und b5 können sicher auch nicht Schaden. Ich will halt echt drauf umstellen, die gesamte Hautpflege auf die Rasur an sich oder wenn nötig davor zu verlegen. Der hohe Rizinusanteil (das Hanföl und das Sonnenblumenöl sind bis dahin eigentlich eingezogen und das sonnenblumenöl schmiert auch gut) verbessert wohl auch die Schaumqualität (ich schlage ihn massierend im Gesicht auf und bin der festen Überzeugung, dass ich das selbst nicht gut beurteilen kann, aber auch unverseiftes Rizinusöl ist zumindest in Maßen keine Schaumbremse). Auf jeden Fall flutscht das mit der Stärke richtig gut und Blutpunkte sind fast Geschichte. Wo wir auch wieder beim Thema wären ...


Bei den BIC hatte ich bei der ersten Rasur immer mehr Blutpunkte als bei der zweiten, bei der zweiten ist sie aber auch nicht mehr ganz so ultragründlich. Da ist halt auch noch ein Punkt, weshalb ich Klingen so häufig wechsle. Wenn ich eine BIC kaufe, möchte ich mich nicht mit einer Derby rasieren. Lieber milder Hobel und sauscharfe Klinge, als anders herum.
 
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