Ich finde diese Umfrage auf der einen Seite faszinierend spannend, auf der anderen Seite aber auch extrem schwierig für mich selber zu beantworten. Gerade nachdem ich schon ein paar Antworten gelesen habe.
Ich bin im allgemeinen eher ein Fan der Richtung Minimalismus, gleichzeitig aber auch ein Qualitätsfanatiker - in Bereichen, die mir wichtig sind. Fotografie, Espresso, Sportartikel (Ski, Hockey, Jogging...) etc.
Obwohl ich ein Qualitätsfanatiker bin, bin ich sehr preissensitiv. Ich könnte das Geld ausgeben, will es aber nicht. Das sit noch nicht Geiz, sondern Selbstkontrolle. Dementsprechend achte ich darauf, das begehrte Objekt entweder sehr preiswert zu kaufen oder ein anderes mit besserem Preis-Leistungsverhältnis stattdessen zu kaufen.
Ich teste deswegen gern, um der Sache auf den Grund zu gehen. Im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten. Auch weil ich den allgemeinen "Hypes" eher mißtraue. Aus langer Erfahrung bei mir und meinen Freunden. In 90% der Fälle, war es nur warme Luft.
Deswegen müsste ich eher "bis 150€" oder maximal "bis 200€" ankreuzen. Ich habe aber noch kein Kreuz gemacht, weil mich ein Kommentar zum Nachdenken angeregt hat.
Es macht einen Unterschied, in welcher Phase des Lebens man sich befindet. Wenn man noch ganz jung ist wird man das Kreuz woanders setzen, als wenn man schon ein paar Jahrzehnte gereift ist, viel erlebt hat und sich mehr auf die Tiefe als auf die Breite im Leben konzentriert.
Deswegen würde ich mit 30 Jahren etwas anderes ankreuzen als mit 40, 50, 60, oder 70 Jahren.
Wir leben alle nur einmal. Wenn man nicht gerade 10 verschiedene Hobbies gleichzeitig hat wird man, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, sich anders/neu orientieren/fokussieren.
Wenn man sich also überlegt, gerade nach der Erfahrung mit Corona, wieviel Zeit man statistisch noch hat, in Urlaub zu fahren, sich zu rasieren etc. pp., dann sieht die harmlose Frage nach der individuellen Obergrenze auf einmal ganz anders aus, Argumente Pro und Contra verschwimmen, mischen sich neu.
Unter diesem Gesichtspunkt weiß ich nicht, wo ich mein Kreuz setzen würde. Vermutlich bei "bis zu 400€", weil ich mir momentan nicht vorstellen kann, dass es oberhalb von 400€ es noch spürbare Unterschiede geben kann, die nicht nur auf Hype und gutem Marketing basieren oder durch künstliche Marktverzerrungen wie bspw. Zölle, Währungsumtauschkurse etc. entstehen.
Wenn. bspw. Trump nicht mehr an der Macht ist und die Zölle vielleicht wieder abgeschafft werden, wie wird sich dann der Preis amerikanischer Hobel (NP und Gebrauchtmarkt) verändern? Das hält mich psychologisch ab.
Auf der anderen Seite das valide Argument, man lebt nur einmal und wenn das ein Hobby ist, das einem wichtig ist und man die 50 schon überschritten hat... warum nicht? Geld kann man nicht ins Grab mitnehmen. Die Kinder werden sich nicht daran erinnern, dass man wegen ihnen auf einen Hobel verzichtet hat
Man kann in anderen Bereichen dafür die Ausgaben reduzieren und ist wieder im Einklang. Es ist also für mich neben der Frage der Finanzierung auch eine Kombination aus Lebensphase und Prioritätenkontrolle.