Forum der Rasur

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

Blackland

Der BB ist mein Exithobel geworden.
Dito!
Ich mag nur glatte Beschichtung.
Seife lieber mit einem Ticken zu viel Wasser als zu wenig, ist meine Devise.
Meine Top-Klingen und das in Stein gemeißelt.
  1. Accutec Med prep (Laserschwert) meine beste Klinge im Bird
  2. Sputnik
  3. 7 o clock sharpedge
  4. Feather
  5. GillettePlatinum
  6. Wilkinson Sword Classic
  7. Permasharp
  8. Persona Vikings Sword ist auch noch eine gute Klinge. Aber alles sehr individuell, da hilft nur testen und probieren.
Ich fahre im BBird gerne:
  1. Wizamet Super Iridium
  2. Gillette Nacet
  3. Wilkinson Sword Classic
  4. Gillette Perma-Sharp
 
Grüße! Ich bin ja eigentlich mehr oder weniger nur stiller Mitleser, möchte mich aber auch mal zum Blackbird äußern. Auf den BB bin ich im vergangenen Jahr gestoßen, als ich hier durchs Forum geschlichen bin, weil ich auf der Suche nach einem Titan-Rasierer war. Es wurde aber der Timeless Ti 95, der mich nun seit einem Jahr begleitet und mir optisch deutlich besser gefallen hat. Wie das halt so ist, schaut man mal wieder durchs Forum und irgendeine tiefe Erinnerung wird geweckt. Da war der BB plötzlich wieder da. Dank Black Friday habe ich ihn dann mit einem guten Rabatt gekauft.

Ich habe nun die zweite Rasur mit ihm hinter mir und bin ziemlich begeistert vom Blackbird. Ich muss dazu sagen, dass ich mich zwar seit knapp zehn Jahren mit dem Hobeln auseinandersetze, aber bisher nicht so viele Hobel kenne, abgesehen von den üblichen Verdächtigen wie Rocca, Gamechanger und den Standardmodellen von Mühle, Edwin Jagger und eben dem Timeless. Wie dem auch sei, der Blackbird hat sich auf Anhieb auf Platz eins geschoben.

Ich hatte ein wenig Bedenken, dass der BB mir zu aggressiv sein könnte. Der Gamechanger und der Timeless sind bzw. waren mir jeweils eine Nummer zu heftig, und das Ergebnis war nicht immer befriedigend. Der Blackbird packt zu, ist sehr gründlich und sorgt bei mir nach dem zweiten Durchgang für glatte Haut, ohne dass sie spannt oder irritiert. Das hat bislang noch kein Hobel geschafft. Auch die Verarbeitung ist top. Die Gleiteigenschaft könnte allerdings noch etwas besser sein. Das liegt vermutlich daran, dass ich den satinierten Blackbird habe und ein persönliches Problem damit habe, das passende Verhältnis zwischen Wasser und Seife zu finden.

Derzeit benutze ich den BB mit Personna Platinum Klingen. Die Kombi funktioniert bisher gut. Auf dem Plan steht noch die Feather. Ansonsten muss ich mich noch ein wenig einlesen, welche Klingen für den Hobel sonst noch interessant sein könnten. Bin definitiv offen für Vorschlage und wie man die Seife im vernünftigen Verhältnis aufschlägt.... :D

Sorry für die lange Wand an Text. Musste meine Gedanken einfach mal loswerden.
Empfehlen würde ich dir ebenfalls die hier schon erwähnte Perma-Sharp und die Sputnik.
Bei der Seife ist das so eine Sache. Je nach Seife kann nämlich zu viel Wasser auch kontraproduktiv sein, z. B. bei der Le Pere Lucien.
Besser du schlägst deine Seife wie üblich auf und wenn du das Gefühl hast, der Schaum sei zu trocken, gibst du nach und nach ein wenig Wasser beim aufschlagen dazu, bis die Konsistenz deinen Vorstellungen entspricht. Irgendwann hast du für dich das optimale Mischungsverhältnis gefunden und dann gelingt dir immer wieder optimaler Schaum.
 
[...] Die Gleiteigenschaft könnte allerdings noch etwas besser sein. Das liegt vermutlich daran, dass ich den satinierten Blackbird habe [...]

Nein. Wenn dein Schaum stimmt, liegt es am Winkel. Leg' die Kopfplatte auf das Gesicht, so dass der Griff im rechten Winkel absteht. Neig den Hobel bis du gerade eben die Klinge spürst. Dann hast den Bereich gefunden, in dem du am wenigsten Material der Schaumkante deiner Safety Bar auf die Haut bringst (und mit dieser den Schaum nicht schon wegschiebst, bevor die Klinge durch ihn gleiten kann und das ist auch der Winkel, den die Fase der Kopfplatte dir vorgibt.

Ich nutze meinen Blackbird Ti Satin genau so. Solltest du noch ein 'Abbremsen' durch das satinierte Titan spüren, benutzt du zu viel Druck. Oder dein Schaum bietet keine gute Gleiteigenschaft.

und ein persönliches Problem damit habe, das passende Verhältnis zwischen Wasser und Seife zu finden.

Das ist ganz einfach. Mit dem feuchten (nicht tropfnassen) Pinsel auf die Seife und schäumen. Nach und nach in Schritten immer wieder etwas Wasser dazugeben und weiter schäumen bis die Konsistenz stimmt.
Wann stimmt die Konsistenz? Denk an Nivea-Crème, der fehlt Feuchtigkeit, denk an Ayran, der hat zuviel Feuchtigkeit. Denk an Sahne. Wie sieht das konkret aus? Z.B. so:



Habe einen Zeitmarker gesetzt. Die Entstehung des Schaums siehst du in den Minuten zuvor, entspricht aber methodisch dem, was ich zuvor geschildert hatte. Das ist nicht zu schmierig-pastig und nicht zu wässerig und so werden die meisten Rasierseifen gut abliefern.


Derzeit benutze ich den BB mit Personna Platinum Klingen. Die Kombi funktioniert bisher gut. Auf dem Plan steht noch die Feather. Ansonsten muss ich mich noch ein wenig einlesen, welche Klingen für den Hobel sonst noch interessant sein könnten.

Die deutsche Wilkinson Sword. 1a scharf, aber angenehm scharf und hält die Schärfe über etliche Rasuren. Bekommst du in jedem DM um die Ecke als 5er Pack zum Test und kannst sie bei Gefallen später viel günstiger im 100er Pack nachkaufen. Oder du nimmst sie zusammen mit anderen Klingen in einem Klingensampler mit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Denk an Nivea-Crème, der fehlt Feuchtigkeit, denk an Ayran, der hat zuviel Feuchtigkeit. Denk an Sahne. Wie sieht das konkret aus?

Danke für die Tipps. Ja, ich werde mich mal mit der Seife und dem Mischverhältnis mit Wasser auseinander setzen. Mein Schaum war gestern definitiv zu fest im Gesicht. Das war Nivea, eindeutig. Im Einsatz war gestern die Officina Artigiana Rasierseife. Sonst habe ich noch zwei von den Stirlings hier.

Die Wilkinson Sword werde ich mir gleich besorgen, wenn ich zur Arbeit fahre. Beim DM fahre ich direkt vor der Tür vorbei. Habe ich gestern auch noch hier im Forum entdeckt und hat mein Interesse geweckt.

Die Gillette Nacet hat mein Kollege in der Sammlung. Da werde ich auch mal anklopfen. Wird eh mal wieder Zeit für ne Rasur und Seifen Diskussion mit ihm.

Freu mich, wenn ich neue Dinge ausprobieren kann.
 
und ein persönliches Problem damit habe, das passende Verhältnis zwischen Wasser und Seife zu finden.
Das wird schon!

Ich persönlich mache das so:
Wenn ich in den Schaum in der Schale herstelle, dann fülle ich etwas Wasser in die Rasierschale. Gerade so viel das der Boden ca. einen Miliimeter mit Wasser bedeckt ist.
Dann befeuchte ich den Pinsel und schüttel diesen leicht aus, bis kein Wasser mehr aus dem Pinsel herauskommt, so ca. drei mal.
Im. Anschluss daran lasse ich den Pinsel in etwa 30 Sekunden auf der Seife kreisen.
Danach schlage ich die Seife in der Schale zu meiner gewünschten Schaumkonsistenz auf. Wenn ich merke das mir der Schaum zu trocken ist, füge ich einfach vorsichtig ein bisschen Wasser hinzu.

Wenn ich den Schaum im Gesicht aufschlage gehe ich anders vor. Hier gehe ich mit dem nassen Pinsel direkt auf die Seife und lade diesen ebenfalls ca. 30 Sekunden mit Seife.
Dann trage ich die Seife in kreisenden Bewegungen im Gesicht auf, bis sich eine schöne Schaumschicht bildet. Wenn Wasser fehlt einfach ein bisschen Wasser vorsichtig auf den Pinsel tröpfeln lassen und dann mit dem einmassieren fortfahren.

Du wirst mit der Zeit deine eigene Methode entwickeln und dann gar nicht mehr darüber nachdenken. :)
 
Heute das erste Mal den Titan im Gesicht gehabt, generell das erste Mal einen Titan benutzt. Der Unterschied zum SS ist definitiv bessere Wendigkeit, vor allem an den Übergängen. Man kann filigraner mit Druck arbeiten.

Was mir aber aufgefallen ist, ist, dass er weniger gleitet als der SS. Auch nach oben, gegen den Strich, bremst er leicht, aber doch spürbar. Kann natürlich am Gewicht liegen, fühlte sich aber für mich eher nach dem Material an, und der ist auch poliert wie der SS. Das muss ich mal weiter beobachten; es war ja erst die erste Rasur.

Was ich aber sagen kann: Er wirkt auf mich sanfter und das Ergebnis ist auch etwas sanfter, nicht viel, aber spürbar. Sehr interessant. Oh, oh, der SS wird wohl Staub ansetzen fürs Erste.

Fazit: Der BB in Titan ist ausgewogener und für mich damit mehr als passend.
 
Ich habe das Gefühl, der Blackbird erfährt hier im Moment sowas wie einen zweiten Frühling. Es gibt ihn ja schon recht lange. Die Qualität des Hobels spricht eben für sich.
Ich selbst hatte vor ca. 2,5 Jahren einen Blackbird SS als Leihgabe und bin absolut nicht mit dem Hobel klar gekommen. Ich habe dann lange mit mir gerungen und schlußendlich war der BF Rabatt ausschlaggebend für die Ti-Version.

Und siehe da, durch die wahrscheinlich meinerseits inzwischen deutlich verbesserte Technik läuft der BB wie auf Schienen und macht richtig Spaß, also definitiv für mich der zweite Frühling :herz1
 
Ich selbst hatte vor ca. 2,5 Jahren einen Blackbird SS als Leihgabe und bin absolut nicht mit dem Hobel klar gekommen. Ich habe dann lange mit mir gerungen und schlußendlich war der BF Rabatt ausschlaggebend für die Ti-Version.

Und siehe da, durch die wahrscheinlich meinerseits inzwischen deutlich verbesserte Technik läuft der BB wie auf Schienen und macht richtig Spaß, also definitiv für mich der zweite Frühling :herz1
Das kann ich so unterschreiben.

Ich hatte auch zuerst den Blackbird in der Edelstahl-Variante und hatte keine guten Erfahrungen damit.
Einige Zeit später kam der Blackbird Ti ins Haus und siehe da, er ist für mich seit einem Jahr die #1 der DE-Hobel. daumenh!
 
Ich selbst hatte vor ca. 2,5 Jahren einen Blackbird SS als Leihgabe und bin absolut nicht mit dem Hobel klar gekommen. Ich habe dann lange mit mir gerungen und schlußendlich war der BF Rabatt ausschlaggebend für die Ti-Version.

Und siehe da, durch die wahrscheinlich meinerseits inzwischen deutlich verbesserte Technik läuft der BB wie auf Schienen und macht richtig Spaß, also definitiv für mich der zweite Frühling :herz1

Das kann ich so unterschreiben.

Ich hatte auch zuerst den Blackbird in der Edelstahl-Variante und hatte keine guten Erfahrungen damit.
Einige Zeit später kam der Blackbird Ti ins Haus und siehe da, er ist für mich seit einem Jahr die #1 der DE-Hobel. daumenh!
Und was macht jetzt den Unterschied?
Material oder Übung???
Wahrscheinlich wieder ein Mix aus beidem...
 
Ich habe das Gefühl, der Blackbird erfährt hier im Moment sowas wie einen zweiten Frühling. Es gibt ihn ja schon recht lange. Die Qualität des Hobels spricht eben für sich.
Ich hatte vor einiger Zeit den Blackbird in polished SS und bin mit diesem wunderschönen Hobel leider nicht wirklich zurecht gekommen. Der Blackbird hat immer wieder mal zugebissen und mir einige unschöne Cuts beschert. Auch ATG hatte ich immer wieder meine Probleme mit der Amsel.
Jetzt ein neuer Versuch mit der Titan-Variante des Blackbirds, die sich definitiv besser führen lässt als die SS Variante . Etwas weniger Bladefeel und minimal weniger gründlich als die SS Variante, aber für mich der bessere Blackbird.
Einzig ATG ist immer noch nicht ganz unproblematisch. Das löse ich derzeit indem ich den Blackbird quasi diagonal ATG führe.
Die Aussagen auf der Homepage von Blackland bestätigen meine Empfindungen bezüglich des Vergleiches der beiden Varianten:

Links BB-Ti, rechts BB SS
1765522750956.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Denke, es ist die Technik, hatte damals nur sehr milde Hobel im Einsatz und v.a. SE-Rasierer
Hätte ich genauso gesagt. Ehrlicherweise bekomme ich mit allen Blackbirds, egal aus welchem Material, nahezu die gleiche, dramafreie Rasur. Das Material ist für mich eher der Bonuseffekt, bei mir speziell die Bronze.

Wenn man sich an Shanes Hinweise hält und die Lernkurve des Blackbirds mitgeht, ist er für mich einer der, wenn nicht der beste Hobel. Ich freue mich schon auf meinen Long Handle für den SS.
 
Und was macht jetzt den Unterschied?
Material oder Übung???
Wahrscheinlich wieder ein Mix aus beidem...

Klar, beides, aber tatsächlich auch das Material siehe:


Z.B.:

„Since titanium is about half the density of stainless steel, it only weighs half as much. That reduction in weight means the head of a titanium razor presses the blade into your skin with less force than an equivalent stainless steel razor, reducing the amount that you feel the blade. The razor has the same design and the blade exposure remains unchanged, but the material makes all the difference and that difference can be transformative. For this reason, many users find titanium razors to give a smoother shave than similar stainless steel razors.“

„Titanium increases glide and maneuverability

Lighter things move more easily and razors are no exception. A light, titanium razor glides more easily because the lighter weight means it will have less friction with the surface of your skin. Less friction means more glide.“

Auch als Video:


Ich denke, es ist leichter, einen leichtgewichtigen Hobel mit etwas mehr Druck in die goldene Zone zu führen als einen schweren Hobel mit nur so minimal Druck on top auf sein Eigengewicht. Den SS Blackbird muss man ja fast schon von alleine gleiten lassen, aber dann wird er nicht mehr geführt und hoppeln soll er ja auch nicht. Die perfekte Mitte zu treffen, ist einfacher mit dem Ti als dem SS.
Nehmt einen Schleifklotz aus Holz, um mit einer feinen Körnung zu schleifen und ersetzt den dann durch einen Ziegelstein, dann wird der Gedanke offensichtlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Etwas weniger Bladefeel und minimal weniger gründlich als die SS Variante, aber für mich
Das kann ich bestätigen, muss aber dazu sagen, dass mein Bart sehr hart ist, was bei mir extrem seltsam ist, egal ob tägliche Rasur oder 4 Tage Pause, 4 Durchgänge plus Ausputzen. IMMER

Nur aggressiv und direkt allein funktioniert bei mir überhaupt nicht; der BB macht das bei mir einfach insgesamt am besten. Clean und die Haut ist bestens. So wie er sich manchmal anfühlt, ist interessant, weil er sich direkt auf Level 8 anfühlt, aber die Haut in Ruhe lässt! Habe ich so noch nicht erlebt und ist für mich einzigartig.

Im Moment finde ich den SS einen Ticken gründlicher. Mal schauen, lässt sich mit der richtigen Klinge und ’nem bisschen mehr Druck sicher beheben. Was ich aber bei mir schon die ganze Zeit vermute, ist, dass der Titan mit OC ein super Match sein wird und mit der Safety Bar eher der SS Bird.
 
Ich zähle mittlerweile auch zu denen, die erst mit der Zeit erkannt haben, wie außergewöhnlich gut der Blackbird eigentlich ist. Bei mir hat dieser Prozess sogar Jahre gedauert. Der Blackbird war einer meiner ersten Hobel, doch erst in diesem Jahr habe ich begonnen, jedes Stück meiner Sammlung über mehrere Wochen am Stück zu nutzen, anstatt – wie früher – ständig zu wechseln. Dadurch lernt man jeden Hobel deutlich intensiver kennen und versteht viel besser, wie er wirklich arbeitet.

Für mich gehört der Blackbird inzwischen ganz klar zu den fünf besten DE-Hobeln überhaupt. Er hat sogar dafür gesorgt, dass viele andere Modelle, die ich früher für durchaus solide hielt, für mich inzwischen vollkommen an Reiz verloren haben. Die Präzision und das rasierige Gefühl des Blackbird wirken regelrecht süchtig machend, und nur wenige Hobel kommen für mich an dieses Niveau heran: etwa der WR1 0.86, der WR2 1.55, der Yates EH-921 oder der Karve CB-G. Die meisten anderen bleiben für meinen Geschmack deutlich zurück.
 
Zurück
Oben