Forum der Rasur

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

Empfehlung Festes Shampoo

Hobel Stef

FdR-Pate
Mittlerweile habe Ich schon 2 feste Shampoos von Alverde (bei DM erhältlich) weg geschäumt und kann die sehr empfehlen. 1 x war es das Basilikum/Mandarine und 1x das Kokos. Die halten bei mir ungefähr ein halbes Jahr, also schon sehr ergiebig.

Dabei noch zertifizierte Naturkosmetik mit sehr überschaubaren folgenden Inhaltsstoffen:
Sodium Coco Sulfate, Butyrospermum Parkii Butter*, Olea Europaea Fruit Oil*, Theobroma Cacao Seed Butter*, Parfum**, Limonene, Linalool, Citral, CI 77492

Also im wesentlichen ein Tensid, Shea Butter, Olivenöl und Kakaobutter sowie Parfüm.
 

Sahra

Very Active Member
Ich habe die aufgezählten 7 Shampoos über einen Zeitraum von 5 Jahren aufgebraucht -- so viele sind es also doch nicht. Aber manche waren im Vergleich zur Größe (Douce Nature 85 Gramm vs. Lush 55 Gramm) doch recht schnell weg. Ich habe dichtes, sehr schnell fettendes Haar, jeden zweiten Tag ist eine Haarwäsche angesagt. Und nein, selteneres Haarwaschen hilft nicht, ich konnte mir einmal krankheitsbedingt die Haare drei Wochen nicht mehr waschen. Die Kopfhaut fettet weiter nach, ob man wäscht oder nicht. Dies bedeutet, dass je nach Shampoo ein zweiter Durchgang von Nöten sein kann. Wenn man viel Fett zu beseitigen hat und nicht bloß Staub u.ä. profitiert man von einem aggressiven Tensid. Was SLS kann, sieht man hier unten in diesem Werbespot für Rei.

 

Sahra

Very Active Member
@Batou Teilweise. Es stimmt nicht, dass das Haar deshalb (vermehrt) fettet, weil man es mit Tensiden wäscht. Die Talgdrüsen liegen ziemlich tief unter der Hautoberfläche und merken nicht, ob die Fettschicht auf der Kopfhaut entfernt wurde oder nicht. Es gibt auch keinen Anhaltspunkt dafür, dass SLS die Kopfhaut durchdringt und sich im Gehirn anreichert. Die Haut weiß sich ziemlich gut zu schützen, und selbst wenn der Schutz nicht mehr ausreicht, ist immer noch die Blut-Hirn-Schranke da. Diese physische Barriere kann zwar viele Gifte nicht abwehren, aber es gibt keinen Beweis dafür, dass Sulfate da durchwandern. Dieses wird aber auch nicht von allen Anhängern von "No Poo" behauptet. Ob man sein Haar wirklich waschen muss, ist eine kontrovers diskutierte Frage. Häufiges Haarwaschen kam in Deutschland erst in den 1930ern in Mode, und da bedeutete häufig für die meisten: Einmal pro Woche. Davor wusch man sich das Haar ein paar Mal im Jahr, Männer häufig überhaupt nicht. Das "Shampoo" ist von der Herkunft her Hindi ("champo"), was bereits darauf hin deutet, dass es etwas Kulturfremdes ist. Und selbst im alten Indien meinte man mit "champo" lediglich, jemandem Haare und Kopfhaut mit Öl zu massieren.
Möglicherweise ist Haarwaschen tatsächlich mehr eine ästhetische als eine hygienische Frage -- dieses wird auch durch die Dermatologin Yael Adler (ist viel im Fernsehen zu sehen) unterstützt. Aber mich würde es verrückt machen, mir die Haare nicht mehr zu waschen. Jedes Mal, wenn ich es nicht sooft konnte, wie ich wollte, zum Beispiel auf einem Segeltörn oder während einer medizinischen Behandlung, machte es mich ganz kirre. Das Haar wird so schwer und pappt in Strähnen zusammen...nee, ist absolut nicht mein Fall.
 

Batou

Very Active Member
@Sahra
Es ging mir mehr um diese Behauptung, dass sich die Talgproduktion sozusagen von selbst reduziert, wenn die Haare über einen längeren Zeitraum nicht gewaschen werden und man sozusagen den luftig-lockeren frisch gewaschenen Look auch ohne Haarewaschen haben kann, wie es so manche prominente Schauspielerin behauptet, die sowas angeblich praktiziert.

Wenn es darum geht, was alles durch die Hautbarriere in den menschlichen Organismus gerät wenn man es lediglich auf die Haut aufträgt, würdest du dich wundern. Da geht mehr durch als allgemein angenommen. Diese Behauptung, unsere Haut wäre eine mehr oder weniger solide Barriere, wird von gewissen Herstellern von kosmetischen und körperpflegenden Produkten verbreitet. Die Realität sieht leider etwas anders aus. Man sieht es ja schon an Nikotinpflastern oder Pflastern mit Opioiden, wie sie in der Palliativmedizin eingesetzt werden.
 

Sahra

Very Active Member
Nikotin passiert aber auch problemlos die Blut-Hirn-Schranke. Auch werden für die Darreichung von Medikamenten über die Haut oft Trägersubstanzen verwendet, die die Penetration der Haut erleichtern.
 

Batou

Very Active Member
Wenn du 2-3 mal mit einem parabenhaltigen Duschgel duschst, kann man die Parabene bereits in deinem Urin nachweisen. Das sollte schon zum Nachdenken anregen. Parabene sind Konservierungsstoffe, die man in recht vielen Körperpflegeprodukten finden kann. Aufgrund ihrer hormonähnlichen Auswirkungen ist die Verwendung bedenklich.
 

Sahra

Very Active Member
Noch ein bisschen zu No-Poo:
Es ist möglich, dass irgendwann der Punkt erreicht ist, wo die Haare nicht mehr fettiger werden. Ich hatte das Gefühl, dass bei mir nach 2 Wochen nicht mehr viel kam -- aber es war ja auch nichts mehr, was noch "eingefettet" hätte werden können, denn das schulterlange Haar war bis in die Spitzen fettig, trotz minimalem Bürsten. Viele Shampoo-Verächter bürsten ihre Haare viel, um das Fett in die Längen der Haare zu bringen. Mir ist dabei Folgendes aufgefallen: Nicht wenige Frauen, die No-Poo machen, haben gefärbte/blondierte Haare. Das dürfte auch auf diese Schauspielerin zutreffen, die das propagiert. Gefärbtes und noch mehr blondiertes Haar ist so trocken, dass es viel natürliches Fett, das von der Kopfhaut runter gebürstet wird, aufnehmen kann. Wieder andere gehören zu der Fraktion, die sehr lange Haare haben und ihre Haare nie schneiden lassen. Solche Haare sind auch oft sehr trocken. Waschen allein mit Wasser, was die meisten dieser Frauen (ich kenne gegenwärtig keinen Mann, der sowas macht) es machen, spült auch ein wenig Fett heraus, so dass es tatsächlich möglich ist, dass manche Frauen über Jahre ohne Shampoo oder andere Tenside auskommen und trotzdem schönes Haar haben.
Aber der Schuss kann auch nach hinten losgehen. Eine Variante, sich das Haar nicht mit Shampoo zu waschen, die aber allgemein nicht zu No-Poo gezählt wird, ist "Co-Washing". Dies bedeutet, dass das Haar statt mit Shampoo mit Conditioner (Pflegespülung) gewaschen wird. Besonders beliebt ist es bei Frauen mit lockigem Haar, da diese mit Shampoo oft nicht zurecht kommen. Ein Conditioner, der explizit für das Co-Washing angeboten wurde, war Wen. Der Hersteller von Wen musste am Ende mehreren Frauen Schadensersatz zahlen, da ihnen die Haare ausgefallen waren. Dies war zwar nicht auf die Inhaltsstoffe von Wen zurückzuführen, wohl aber auf den Verzicht von Shampoo. Auf der Kopfhaut sitzen Bakterien (wie überall auf der Haut), und wenn nie mit Tensiden gewaschen und stattdessen immer nur eine Art Creme draufgeschmiert wird, können diese sich so sehr vermehren, dass es zu Infektionen führt, und die wiederum zum Absterben von Follikeln und Haarausfall.
Gegenwärtig wird ein ähnliches Produkt wie Wen aggressiv im Internet vermarktet. Es heißt New Wash, ist schweineteuer und wird von einer Firma namens Hairstory vermarktet. Es besteht überwiegend aus Aloe-Vera-Saft. Ich bezweifle, dass viele Leute damit glücklich werden, denn es ist nun einmal so, dass die Mehrheit einen trockenen, "fluffigen" Look bevorzugt. Auch bei Männern ist dieser mittlerweile die Norm. Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts haben Männer geschmiert, was das Zeug hielt, auch mein Großvater war ein Fan von Brisk-Pomade. Dann kamen die 1960er. Kennedy brachte es in Mode, als Mann ohne Hut auf die Straße zu gehen, und die Beatles trugen wesentlich dazu bei, den trockenen Haarlook populär zu machen.
Mein erster Partner war allerdings jemand, der irgendwann auf den "Ich wasch mir nicht mehr die Haare"-Zug sprang. Ich sagte damals: "Man muss sich nicht jeden Tag die Haare waschen, aber spätestens, wenn es juckt, sollte man es tun." Er meinte allerdings: "Das Jucken hört nach ein paar Jahren auf." Trotzdem fand ich es eklig und irgendwann hatte ich ihn überzeugt, dass der George Raft-Look tot ist.
 

Radiator

Active Member
Ich betreibe seit 3 Jahren No-Poo. Noch nie hatte ich so wenig Probleme mit Haut und Haaren gehabt wie jetzt. Ich wasche mir meine Haare nur mit klarem Wasser. No-Poo bedeutet nicht, daß man sich nicht die Haare wäscht. Mehr möchte ich in diesem Strang nicht dazu schreiben, da es ja eigentlich um festes Shampoo geht. Wenn Interesse besteht, bin ich aber gerne bereit meine Erfahrungen in eimem extra Thema zu schildern.
 

Sahra

Very Active Member
Gibt immer Leute, die ein bisschen aus dem Rahmen fallen. Umgekehrt sind wohl auch nicht so viele Frauen mit Rasiermessern unterwegs.
-- Es könnte mehrere Gründe haben, warum Frauen mehr Interesse an No-Poo haben, und einer ist wohl, dass Frauen eher zum Überpflegen der Haare tendieren, was zig Probleme mit sich bringen kann und konventionelle Shampoos, auch wenn sie mit "ohne Silikone, ohne Parabene" angepriesen werden, keine Abhilfe bringen. Es gibt keine offizielle Definition von No-Poo, außer dass auf Shampoo verzichtet wird. Meine eigene Definition ist, dass man keine Tenside verwendet und stattdessen entweder nur Wasser oder Roggenmehlbrei oder Bürsten. Ob solche Sachen wie Lavaerde oder Waschnüsse, die natürliche Tenside enthalten, noch unter No-Poo fallen, ist Ansichtssache.

Und hier liegt ein bisschen ein Verwechslungsproblem bei festen Shampoos. Weil sie, wie der Name sagt, fest sind, halten manche Leute sie automatisch für Seife und damit natürlicher als Shampoo aus der Flasche. Meistens ist dies nicht der Fall. Was nicht bedeutet, dass festes Shampoo keine ökologischen Vorteile hätte. Die hat es, es wird weniger Verpackung benötigt und sie bringen bei der gleichen Menge "Waschkraft" weniger Gewicht. Aber letztendlich kann man jede Sorte von Shampoo in fester Form herstellen.
 

Hobel Stef

FdR-Pate
Festes Shampoo hat nicht "nur" ökölogische Vorteile. Die Liste der Inhaltsstoffe ist auch erheblich kürzer, da man ja bei Flüssigkeiten deutlich mehr Zusätze verwenden muss: Konsistenzgeber, Emulgatoren, Konservierungsstoffe und so weiter.

Festes Shampoo fällt natürlich nicht unter No-Poo, das tun aber meiner Meinung auch Lavaerde oder Kastanien auch nicht. Aber sie sind doch eine natürlichere und oft auch verträglichere Alternative und der ökologische Vorteil ist sowieo unbestritten.
 

Ladit

Active Member
Ich habe bisher zwei feste Shampoos getestet.
1. Klar Vanille-Muskat
- guter Duft
- einwandfreies Aufschäumverhalten
- gute Pflegeeigenschaften
Fazit: Teuer aber empfehlenswert

2. Schwarzkopf Nature Box Avocado Öl
- chemischer Duft
- einwandfreies Aufschäumverhalten
- hinterlässt trockene Kopfhaut
Fazit: für mich nicht geeignet

Im Preis-Leistungsverhältnis sind mir feste Shampoos zu teuer, im Normalfall reicht für mich die normale Duschseife oder Alepposeife bei täglicher Anwendung.
 

Sahra

Very Active Member
Ich habe mittlerweile festgestellt, dass sich das feste Waschstück von Isana (Rossmann) recht gut zum Haarwaschen eignet. Unterm Strich sind alle Sachen, die als festes Shampoo oder "festes Duschgel" verkauft werden synthetische Tenside in Trockenform. Manche werden zusammengeknetet -- deshalb muss man aufpassen, dass sie nicht zerbröseln. Das Waschstück von Isana ist aber vermutlich gegossen und getrocknet.
Es schäumt besser als das Sebamed Olive, das ich für die "Kopfwäsche" nicht so geeignet finde, sofern sich auch Haare auf dem Kopf befinden. Ich gebe es zu, ich mag Schaum. Eigentlich hat es nichts zu sagen, ob es stabiler Schaum ist (z.B. von Seife, Sulfaten oder Isethionaten) oder nur ein paar Bläschen von als besonders mild vermarkteten Tensiden (Betain, Glykoside), aber irgendwie hat es für mich einen gewissen Wellness-Faktor.
Glattes, kinnlanges Haar lässt sich nach kurzem Antrocknen an der Luft mit einem grobzinkigen Kamm kämmen. Wenn man allerdings einen Wust lockiger Haare hat, ist das Produkt aber wahrscheinlich nicht reichhaltig genug und man braucht etwas, das speziell für Haare konzipiert ist. Oder eben eine Pflegespülung. Mittlerweile gibt es die auch schon in fester Form, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass "Conditioner" Geldschneiderei ist.
 

Dr. Moe Larrstein

Very Active Member
Seit einiger Zeit benutzen wir entweder das feste Shampoo von Wunderberg oder die Haarseife von Haslinger. Beide gefallen mir sehr gut. Kopf- & Gesichtshaut fühlen sich sehr gepflegt an.
 

Captain Future

Very Active Member
Dudu osun oder Alepposeife eignen sich gut dafür. Habe aber recht kurze Haare, so dass meine Meinung nicht alllzu repräsentativ ist.
 

Gbkon34

Active Member
Aleppo Seife ist stärker rückfettend, in Verbindung mit kalkhaltigem Wasser nicht so ganz ideal für mich. Für meinen eher oily Haartyp nicht so ideal. Während die Dudu osun sehr viel entfettender rangeht, für mich ideal.
 

Sahra

Very Active Member
Ich habe seit einem Monat kurze Haare (maximal Streichholzlänge) und für die Haarwäsche überm Waschbecken funktionieren Alepposeife und Essigspülung gut. Ich mache die Spülung zur Zeit mit Branntweinessig und ich habe das Gefühl, das geht genauso gut wie Apfelessig. Ich nehme einen Liter davon, den ich mir nach dem Ausspülen der Seife mit einem Emaillepott über den Kopf kippe. Als ich noch halblange Haare hatte, reichte ein Liter nicht. Danach wird mit Wasser nachgespült.

In der Dusche nehme ich wieder ein Flüssigshampoo. Langfristig bin ich noch mit keinem festen Syndet für die Haarwäsche glücklich geworden. Das Konzept ist gut, aber noch nicht ausgereift.
 

Augenschokolade

Very Active Member
Zur Zeit wechsle ich zwischen den festen Shampoos von DM und Alepposeife hin und her.

Vielleicht sollte ich auch mal mit Apfelessig ausspülen, wobei meine Haare sowieso immer nur knapp unter 1cm und weniger sind.
 
Oben