Manchmal ist doch weniger mehr. Seit einem Monat habe ich alle möglichen Kombinationen versucht, um mit meinem Ozuku eine angenehme Schärfe zu erreichen. Dazu gehören Versuche mit/ohne Slurry, mit/ohne Koma Nagura, mit/ohne Leinen, mit/ohne kreisende Bewegungen auf dem Stein am Anfang, mit/ohne nur auf Wasser am Ende und natürlich die verschiedensten Varianten mit der Wassermenge, Zahl der Doppelschübe usw. Nach der heutigen Rasur hat sich die einfachste Variante als die beste für mich herausgestellt.
Gestern Abend habe ich ein sehr dünn ausgeschliffenes Gust.&Wilh. Stock in 7/8er Breite aufgefrischt.
Anhang anzeigen 221164
Das Vorgehen war folgendermaßen:
1. Auf Naniwa 10K das Messer vorbereiten (bin gespannt, ob dieser Schritt beim nächsten Auffrischen notwendig sein wird)
2. Slurry mit Ozuku Tomo Nagura anreiben
3. 20 DS auf dem Ozuku durchführen und mit 2 Tropfen die Slurry danach verdünnen
4. Schritt 3 solange wiederholen, bis Slurry kaum noch vorhanden ist (oder Messer an Stein klebt)
5. 100 DS auf Cordovan Riemen
6. Das war's!
Bei meinem Ozuku scheinen weitere Doppelschübe nur auf Wasser kontraproduktiv zu sein. Die Schärfe wird danach nur noch unangenehm. Slurry macht tatsächlich den Unterschied. Allerdings ist der Stein aber auch so fein, dass er fehlende Grundschärfe nicht zurückholen kann. Ich kann mir vorstellen, dass statt Naniwa 10K auch ein Koma Nagura gut funktionieren würde, aber bei mir hat mein Koma Nagura einige Male die Oberfläche des Ozuku versaut. Daher bin ich wieder davon weggegangen.
Jetzt muss sich diese etwas schnellere Vorgehensweise auch bei meinen anderen Rasiermessern beweisen...