Forum der Rasur

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Heute habe ich ein Messer geschärft...

Mit einer Lage Tape 0,14mm:
Erstmal auf dem CrOx Riemen 10DZ
FeOx Riemen 15DZ
Leinen 20DZ

Damit wollte ich den Zustand der Schneide "Zurücksetzen" falls noch etwas unerwünschtes zurückbleiben würde.
Ich kann auch bestätigen, dass Wechselschübe einen vorhandenen Grat nicht unbedingt abtragen. Ich bin auch dazu übergegangen meine Messer vor dem Schärfen auf den Pastenriemen zu legen, da selbst nach einem Daumennagelabzug manchmal der Grat überlebt (weil er nur umgeklappt wird). Den Grat habe ich übrigens bewusst gezüchtet, weil ich mit dem Rücken voran lange Zeit geschärft habe. Aber von der Schärfmethode (siehe scienceofsharp) bin ich wieder weg...
 
So, heute habe ich noch ein paar Messer mehr über die Steine geschoben (dazu in einem anderen Post mehr). Dabei bekam auch obiges "Problemmesser" (soll ich es Bruno nennen?) nochmal ca. 80DS und siehe da, Arm(bzw. Bein-)haartest hat plötzlich funktioniert. Auch unter dem Mikroskop sah es aus, als sei ich endlich durch:

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Jetzt nach dem 5k klappt auch der Haartest (nicht hängend!). Mal sehen, ob ich es nachher noch finishe.

Kurzer Tipp an der Stelle: Haartest nicht mit frisch gefärbten Haaren von der Beva! Die scheinen irgendwie super glatt zu sein. Ich bin schier verzweifelt und hab' mir auf dem 5k nen Wolf geschoben (komplett irritiert, weil auch das Böker Scheersalon plötzlich gar kein Haar mehr abschnitt, wo es vorher nur an der Spitze ein Problem gab und es daher nochmal eine extra Runde bekommen hatte). Dann ein Haar von der Tochter probiert, die ich normalerweise nicht gerne nehme (lockig und fein) und siehe da, pling... pling... pling...
 
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Ein Weltmeister 224 / Otto Busch Solingen Wald , sehr saftige 4/8 Klinge ,die man glaube ich fast als 9/16 bezeichnen könnte.
Hatte es vor einer längeren Zeit schon mit einer frischen Facette versehen, aber dann einfach nicht gefinished.
Dies ist nun passiert :)

Es war zuvor noch auf einem 5k & 8k Naniwa, danach ging es zum finish auf einen 1Stone Black Shadow.
Ich habe mich die letzte Zeit gemischt rasiert, viel Shavette. Dieser Stein ist daher noch relativ un-probiert, und ich bin gespannt auf die Rasur.
Habe ihn vor längerer Zeit durch einen Zufall direkt aus Frankreich bekommen, er ist von den Maßen her sehr dick ( fast 2cm ) , und somit deutlich wichtiger als der La Lune den ich von Rasoigoodfellas bezogen habe.
Ebenfalls war hier kein Anreiber dabei.
Der Stein fühlt sich ultra smooth an, aber nicht gang so sticky wie der LaLune.Trotzdem waren die bisherigen Rasuren mit darauf gefinishten Messern extrem angenehm.
 
Gestern mal etwas länger Steinzeit. Zusammen mit Bruno kamen ein Dreifuss 6/8'' 70 Jahre Werner Breidenbach Jubiläumsmesser, ein Böker 6/8'' "Scheersalon" und ein Wacker 6/8'' "Allround" auf die Steine.

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Progression ganz langweilig Naniwa 800 (nur Bruno und das Dreifuss), 3k, 5k, 8k, finisher, Paste, leder

Auf dem 800er hat es etwas länger gedauert, bis der Arm(bzw. Bein-)haartest geklappt hat. Eher so um die 150 DS. Auf dem 5k brauchten Bruno und das "Scheersalon" nochmal so um die 30-40 Bogenschübe an der Spitze bis der nicht-hängende Haartest bestanden wurde. Der Rest war plain sailing. Gefinisht wurde auf dem Naniwa 10k (Bruno), Grey Slate (Böker und Dreifuss) sowie Ohzuku (Wacker), gefolgt von 16DZ Injener Paste grün und 120DZ Leder (diverse, damit es nicht zu stumpfsinnig wird (man beachte bitte das unbeabsichtigte Wortspiel (was macht eigentlich @Master Large ?))). Hängender Haartest wurde von allen bravourös bestanden. Bei Bruno nicht ganz so souverän, was mir ein wenig Angst macht. Aber der Stahl von Thiers Issard ist auch fühlbar anders. Fühlt sich für mich fast wie Edelstahl an und ich rede mir daher ein, dass es daran liegen könnte. Schaunmerma, die Proberasur am Sonntag wird es zeigen. Das Dreifuss hat jedenfalls heute morgen bereits eine spitzenmäßige Proberasur abgeliefert und bei den anderen beiden mache ich mir da auch keine Sorgen.
 
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Bei mir geht's auch weiter, wollte meinem Hugo Herbertz auch unbedingt das Black Shadow finish gönnen, um zu schauen was es aus der Klinge macht.
Also quasi selbe Progression, 5k / 8k / BS aber erst mit Wasser, dann Glycerin.
Am Ende unter fließendem Wasser die letzten Züge.

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Danach auf diesen Mini Strop, bevor es auf den Riemen geht. Dieser hat 2 Seiten, rau & glatt.
Dort lege ich wirklich nur sanft auf, und mache auf beiden Lederseiten ein paar Züge.
Erst danach geht es quasi ans richtige Ledern.
 
Auf keinen Fall 400er, den nimmt man nur bei wirklichen Ausbrüchen.
Warum eigentlich? Wo ist der Unterschied bei einer krummen Facette oder einem krummen Rücken? Da muss doch auch solange Material weg bis das ausgeglichen ist, oder nicht? Der macht doch letztlich auch nichts anderes als der 1k, oder? Verwirrt ich noch immer bin. :confused
 
Weil ein so grober Stein nach meiner Erfahrung eine sehr schartige Facette hinterlässt.
Ich nehme max einen 600er für wirklich große Ausbrüche, was ich beim gezeigten Messer nicht sehe
 
Weil ein so grober Stein nach meiner Erfahrung eine sehr schartige Facette hinterlässt.
Ich nehme max einen 600er für wirklich große Ausbrüche, was ich beim gezeigten Messer nicht sehe
Naja, ob ich jetzt die Facette so lange runterschleife (sic!), bis die Scharte weg ist oder bis die Facette wirder gerade ist, sollte imho eigentlich ein ähnlicher Anwendungsfall sein (abstrakt gesehen). Der 400er wurde jedenfalls "drüben" immer wieder für sowas empfohlen.

Die Proberasur mit Bruno verlief übrigens gut. Ob die Spitze so ganz die Schärfe hat, die ich mir wünsche, überlege ich allerdings noch. Rasiert aber.
 
Ich möchte hier auf keinen speziellen Fall eingehen, sondern nur meinen allgemeinen Eindruck schildern. Mich verwundert ein wenig, wie oft sich auf die Meinung anderer verlassen wird. Klar, daß man sich als Anfänger Rat bei Fortgeschrittenen holt, und danach einiges ausprobiert. So war es bei mir ja auch. Ab wann erkennt man "seinen" Weg zur RM-Schärfe? Denn wenn wir ehrlich sind, ist eine Schärfebeurteilung und Sanftheit bei der Rasur eine sehr individuelle Sache. Ähnlich wie bei DE Klingen.
Wenn man das Schärfen als zusätzliches Hobby sieht, wird man immer wieder versuchen, andere Wege zur persönlichen Schärfe finden. Das macht sicher manchen Freude und der Austausch über Progressionen bringt neue Anregungen.
Aber andere Wege als falsch oder gar unsinnig zu betrachten, finde ich sehr vermessen. Nur weil die Vorgehensweise nicht der eigenen entspricht, kann sie doch zum pers. Ziel führen. Ebenso ist es für mich schwierig, wenn man nach dem Einholen von vielen Meinungen verwirrt über verschiedene Schärfwege ist. Wenn A sagt: links rum und B sagt: rechts rum, dann sind das doch nur verschiedene Wege. Einfach ausprobieren und das, was einem zum pers. Erfolg führt, beibehalten. Einen falschen Weg kann es nicht geben, außer man zerstört dabei ein Messer. Das finde ich unsinnig. Aber wer setzt schon alle paar Wochen mit einem groben Stein eine neue Facette. Damit verringert man doch nur unnötig die Lebensdauer eines Rasiermessers. Es wird ja auch keiner alle halbe Jahre den Lack seines Autos komplett runterschleifen und neu lackieren. OK, gibt es beides vielleicht wirklich.
Fazit meiner gemachten Gedanken: Ich glaube ich meide dieses Thema, denn ich will kein Schleudertrauma, vom vielen Kopfschütteln.
 
Möchtest du damit Aussagen?
Natürlich muss jeder seinen Weg suchen und finden, Ratschläge kann man, muss man aber nicht beherzigen.
Was ich sage sind lediglich meine eigenen Erfahrungen, jeweils mit Begründung.
Übrigens sehe ich einen so geben Stein als genau das an was beschrieben wird.
Man hat einen kleinen Kratzer und lackiert das Auto neu
 
Was ich sage sind lediglich meine eigenen Erfahrungen, jeweils mit Begründung.
Das ist ja auch in Ordnung.
Ich habe einleitend ja geschrieben, daß ich keinen speziellen Fall aufzeigen möchte. Es geht mir nur um die allgemeinen Diskussionen, wenn jemand seine Vorgehensweise, als die "richtige" diskutiert. Bzw. manche Dinge als falsch tituliert.
Daher fand ich die Tests vom Alvaro so gut, da hat man mal ein Messer in der Hand was man absolut nicht kennt und kann es vergleichen^^
Die finde ich auch Klasse. Da hat so mancher Experte auch schon voll daneben gelegen, was die Progression betrifft. Das bestätigt mich auch in meiner Meinung.
 
Manche stehen eben darauf soviel wie möglich Material abzuschleifen
Du wirst lachen, aber das Messer war schon mal für ca. 30 Schübe auf dem 400er und zwar vor dem letzten Foto, welches nach weiteren 150-200 DS auf dem 800er entstand. Also sonderlich viel Material ist da auch nicht abgetragen worden. Aber wie gesagt, ich empfinde den C135 von TI auch als recht zäh.

@Bavaria Blade Das Eine schließt doch das Andere nicht aus. Ich habe meinen Weg zu schärfen, stelle aber gerne mal die ein oder andere Frage. Immer wieder mal hinterfragen schadet imho nie, solange man dann nicht seine eigene Methode permanent wieder über den Haufen wirft. Außerdem sind wir doch genau dafür hier: Erfahrungen zu teilen und zu diskutieren. Aber vielleicht ist das das Faustische in mir. (Da muss ich doch glatt mal wieder meine Signatur ändern.)
 
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Was Du heute kannst besorgen...bin einfach zu neugierig auf das Messer :weihnachtsmann_grins
Also ab auf den Shapton 1k.
Bei diesen alten Messern stell ich mir immer die Frage, Tape oder ohne ?
Wegen der schönen Brünierung habe ich mit für Tape entschieden.
Danach ging's auf Naniwa 5k & 8k, aber diesmal mit dem La Lune.

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Auf diesem erst ein paar Züge mit Wasser, danach wieder Glycerin.
Und was soll ich sagen, der LaLune ist definitiv nochmal etwas feiner als der Black Shadow.
Schon während der letzten Züge via Zwischentest besteht die Klinge auf ganzer Länge den HHT o_O
Ich hab noch nicht mal geledert...freue mich extrem drauf !
Und bestätigt das, was ich nebenher quasi auch testen wollte.
Der Black Shadow gibt ein mega smoothes finish, aber rein von der gefühlten Schärfe, legt der LaLune nochmal nen Tick drauf :)
 
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