Forum der Rasur

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Kleine Riemen Bastelei

tillion

Active Member
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Ich habe am Mittwoch auch etwas genäht, mit meinen sehr eingeschränkten Fähigkeiten. Und meine Frau saß daneben und hat mich ausgelacht:lol

Material: 50 cm Leinengurt , etwas Zwirn und zwei D-Ringe von einem ausgemusterten Gürtel.
Gesamtkosten < 2 €

Nach 60DZ Leinen, 100 DZ Leder mit einem meiner Messer meine ich sogar eine leichte Verbesserung festgestellt zu haben. Schaden tut der Riemen also schonmal nach dem ersten Versuch nicht.
 

Orscheler

Member
Nachdem ich mir schon einen Stoßriemen mit einer Gummiauflage gefertigt hatte und dieser wirklich gut funktioniert hat, hab ich mir
heute einen Hängeriemen gebaut.
Die eine Seite ist aus 4mm Juchtenleder, die Fleischseite habe ich mit einer glatten Gummiauflage versehen,
welche das Reststück einer Isoliermatte aus der Elektrotechnik war.
Diese ist allerdings nicht mit den Hanterungen vernäht, sondern nur mit Köv...fix aufgeklebt.
Jetzt bin ich mal gespannt, ob der Hängeriemen genauso gut funktioniert, wie der Stoßriemen und wie lange das Konstrukt hält...
 

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Alvaro

Writes More Here Than At Work
Hallo liebe Freunde der gepflegten Nassrasur.
Der Zufall wollte es, und ich habe ein schönes Stück Hirschleder einer alten Jacke von unserem Freund @Flugs bekommen.
Es ist ja nicht so, dass ich keine Riemen hätte, aber neues reizt natürlich immer.
Nun ja, Hirsch ist da auch nicht wirklich neu (ich habe Riemen aus Hirsch unseres Freundes @Rooty zum vergleichen), aber wer mich kennt weiß, dass mich da weniger der Hirsch vielmehr seine Herkunft "Jacke" reizt.
Ich möchte ja immer wissen was es so gibt was eigentlich nicht für diesen Verwendungszweck gedacht war (Stichwort: Sicherheitsgurt, oder Bodenfliesen).
Nun gut, jetzt also Jacke.

Meine erste Überlegung war ob die Jacke von Ihrer Oberfläche überhaupt noch geeignet ist (Stichwort Kratzer)
So eine Jacke macht ja doch einiges mit, und das bekommt ja meist die Oberfläche ab.
Okay, Oberfläche ist in Ordnung.
Das Leder ist aber "genarbt", mit genarbtem Leder habe ich bisher nicht gearbeitet.
Man geht ja immer davon aus, dass das Leder möglichst glatt sein soll.
Also hier erstmal bedenken, aber wir werden sehen.
Als nächstes habe ich befürchtet, dass das Leder zu weich ist.
So ein Hängeriemen ist ja doch recht dick, und auch deutlich fester als das Leder einer Jacke (es sei denn man steht auf "U-Boot/Offizier Mäntel" der Wehrmacht)
Ach was solls, das einzig Wahre ist der Test, also los.
Da ich nicht die Zeit hatte einen "richtigen Riemen" zu bauen habe ich das Leder einfach auf einen Stapel Bücher gelegt, und das Messer darauf abgezogen.
Es war zwar langsamer als normal (man muss ja auch beim halten des Leders umgreifen), aber Geschwindigkeit ist ja nicht unbedingt das was sein muss.
Das erste Opfer des "Riemens" war ein Böker Reuzel.
Das Messer ist ein Problemfall, es liefert einfach keine sanften Rasuren.
Aber ähhh was ist das?
Nein das Leder hat nicht aus einem widerspenstigen Bock ein zahmes Reitpferd gemacht, ABER es hat das Messer deutlich sanfter gemacht.
Kurzerhand, das Messer noch einmal mit Paste bis Diamant bearbeitet, und im Anschluss wieder den "Flugs-Hirsch".
Leider nicht wie erhofft, aber siehe Oben.
Da mit dem Messer so kein vernünftiges Ergebnis zu erzielen ist musste ein "Opfer Nr.2" her.
Der Zufall wollte es, da lag doch ein Wacker Gold, leider vom Vorbesitzer etwas verschliffen, aber mit Paste schön aufgefrischt.
Guter HHT, gutes Rasurergebnis, Herz was willst du mehr?
Was?
Ganz klar, das letzte 0,1%!
Wir kennen uns doch, es geht uns doch nicht um die Entfernung der Barthaare (die sind nur Mittel zum Zweck), es geht uns um genau dieses letzte 0,1%.
Irrsinn eben, wie wir wissen.
Also Wacker auf Hirsch, mal sehen was da raus kommt.
Und was kommt da raus?
Genau, die Bestätigung der ersten Ergebnisse.
Das Messer wird noch einen Ticken sanfter.
Also vom Ergebnis ist das Leder wirklich TOPP.
Aber auch das Gefühl beim Abzug, herrlich sanft und weich.
Man könnte von einem "Samtartigen Abzug" sprechen.
Normal würde ich sagen zu weich, aber das Ergebnis spricht für sich, es ist nicht zu weich.
Gut, also halten wir fest 1) Ergebnis ist gut 2) Gefühl bei der Arbeit ist gut, aber wie schlägt er sich im Vergleich?
Zum vergleichen habe ich einen Riemen unseres Freundes Rooty genutzt.
Der Riemen von Rooty ist ein Doppelriemen Juchten/Hirsch, der eine oder andere wird ihn kennen.
Da ich bei meinen kleinen Tests das reuzel als letztes am Start hatte (noch einmal mit zweitem Winkel bearbeitet) habe ich auch dieses Messer für den Gegentest genutzt
Um es kurz zu machen, der Riemen von Rooty ist ein ganz vorzüglicher Riemen, aber bei diesem Messer bringt das weiche Leder des Flugs-Hirschs etwas mehr an Sanftheit.
Ich muss also feststellen, dass das Jackenleder vorzüglich für Rasiermesser geeignet ist.
Für mich handelt es sich dabei um eine echter Erweiterung meiner "Riemen Palette".
Ich werde mir definitiv jetzt (oder besser wenn es meine Zeit wieder einmal erlaubt) einen "richtigen" Riemen aus dem Leder bauen.
Ich muss mich hier noch einmal ganz herzlich bei @Flugs für dieses herrliche Leder bedanken.
 

Nightdiver

Pinselbauer aus Leidenschaft
Gold FdR-Pate
Hersteller/Händler
Zwar nicht direkt ein Riemen, aber eine Aufhängung für zwei Riemen. Die beiden Halter sind mir als Beifang mal bei einer Dictum-Bestellung mit in den Warenkorb gesprungen, das Stück Nussbaum hatte ich noch von einer Möbelbau-Aktion als Abschnitt liegen.
Da meine BEFA sich über die Abriebspuren der Metallbeschläge am der Tapete beschwert hat und ich sowieso eine Aufhängung für zwei Riemen wollte, kam diese Lösung dabei heraus.


Vorher:

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Nachher:

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Alvaro

Writes More Here Than At Work
Dann will ich mal wieder einmal meinen Blödsinn verzapfen :)

Ich bin ja gerade dabei Polituren und diverse Pasten zu testen.
Für jeden dieser Versuche ein Stück Leder "zu opfern" ist mir da aber etwas zu viel.
Also mal über eine Alternative nachdenken.
Balsa, Balsaholz kann eine echte Alternative sein.
Schnell mal in der Bucht gefischt, und warten bis das Zeug da ist.
Jetzt haben mich 15 Balsa Stücke im Format 5 x 25 erreicht, also ideal als "Riemen"
Aber wie einsetzen?
Dafür brauch ich eine Halterung.
Hab ich doch, und zwar für Schleifsteine, nur leider ist der Halter zu kurz.
Also was gibt es alternativ?
Richtig meine "Spinnerei" aus Beitrag Nr. 32, ein Riemen mit Bolzen als Halterung für Leder.
Hat mir aber nicht gefallen, und da es sich dabei auch nicht um Kunst handelte kann es also weg.
Auseinander schrauben, neu zusammen setzen, und gut ist es.
2 Bodenträger auf das Holz genagelt, und los geht es.

Etwas grob, aber es geht ja auch erst einmal nur um spielen

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Um ein Durchbiegen zu verhindern, und alles etwas zu stabilisieren, wurde ein Stück Balsa eingelegt, und auf einer Seite abgeklebt um es vor Verschmutzung zu schützen
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Darauf kommt jetzt das eigentliche Stück Balsa mit Politur
IMG_1882.JPG

Lässt sich sehr gut mit arbeiten, und die Politur geht auch gut zur Sache (hier nach ca. 100 Zügen mit div. Messern)
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Nightdiver

Pinselbauer aus Leidenschaft
Gold FdR-Pate
Hersteller/Händler
Heute mal keine Pinsel, sondern wieder eine Riemenbastelei.
Ich habe von Freund Hellas vor einiger Zeit seinen Strop-It 77 zum kopieren und nachbauen bekommen.
Zusätzlich sollten noch ein paar neue Platten mit unterschiedlichen Ledern entstehen.
Da meine kleine CNC leider nicht in der Lage ist, den Halter so zu fräsen, wie ich es mir vorstelle, ist der Nachbau des Trägers erstmal verschoben, bis meine neue CNC fertig ist. Die ist dann ganz sicher in der Lage, den Halter aus einem Buchenklotz zu fräsen.

Damit Hellas seinen Strop-It endlich wiederbekommen kann, habe ich schon vor längerem einige Wechselplatten aus Multiplex gefräst und heute endlich mit unterschiedlichen Ledersorten beklebt.
Ein Teil des Leders stammt aus meinen Beständen, einen Teil hat Hellas besorgt und mir zugeschickt.

Zu den Standard-Platten sind sechs weitere Platten mit unterschiedlichen Ledersorten entstanden.
Von links nach rechts:

Nubuk, Büffel, Hirsch, Cordovan, Yak und Ziege.
Ein zweiter Satz Platten/Leder liegt für mich bereit, wenn ich meinen Halter endlich fertiggestellt habe.

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Hellas

Klingenflüsterer
Moderator
Gold FdR-Pate
Sehr gut geworden. goodjob! Ich bin sehr gespannt, ob man unter gleichen "Druckbedingungen" bei den unterschiedlichen Lederarten auch Unterschiede an der Schneide merkt. Es wurde ja schon manches Yak und manche Ziege durchs Forum gescheucht und jetzt will ich es mal Wissen. 4 Baugleiche Böhlerstahl stehen dafür schon neu und einheitlich gefinished bereit;)
 

Paula

Very Active Member
Super, ich bin mal gespannt, was Du zum Yak sagst. Meine zwei kleinen Size M-Yakhängeriemen sind immer noch meine Favoriten. Ich habe mir auch noch einen XL Yak-Hänge- u. Zwei Yakstoßriemen gebaut, aber so richtig warm geworden bin ich damit nicht. Aus einem habe ich mit Kremer Rot danach einen Pastenriemen gebaut. Dafür eignet sich das Yak auch, ich habe nur vielleicht etwas zu dich aufgetragen.

Ziege kenne ich noch nicht, wurde aber schon im GRF hoch gelobt.

B.t.w.: Warum baust Du keine Hängeriemen? Stoßriemen benutze ich fast gar nicht mehr.
 

ShavingNose

FdR-Pate
Gold FdR-Pate

Nightdiver

Pinselbauer aus Leidenschaft
Gold FdR-Pate
Hersteller/Händler
Ein Hängeriemen in 650x80mm aus Nubuk und Känguruschwanz, wie den, den ich mir im Januar gebaut habe, ist auch für Hellas entstanden.

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Da ich von dem Yak noch ein bisschen liegen habe, werde ich daraus, wenn es die Zeit zulässt, vielleicht auch noch einen Hängeriemen bauen. Ich muss nur sehen, was ich für die Rückseite für Leder nehme, da mein Yak als alleiniges Leder zu dünn und zu elastisch ist, als dass ich es ohne weitere Unterstützung zu einem Hängeriemen verarbeiten könnte.
 

Paula

Very Active Member
Das dachte ich anfänglich auch, muss aber nicht unbedingt so sein.
Ich habe mal versucht, das fotografisch darzustellen und zwei Riemen über eine Wasserflasche gegen das Licht gelegt.
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Links ein 5cm breiter, einfacher Yakhängeriemen und rechts dto. aber als Kombi mit Kalb auf der Rückseite.
Obwohl ich den Rechten weit öfter benutzt habe, wurde er nicht so glatt wie der Linke.
Ich glaube nicht, einen Unterschied bei der Rasur herausspüren zu können (deswegen bin ich auch mal gespannt, was uns da @Hellas wieder auftischen wird) aber mir ist allein die Tatsache des glatten Erscheinungsbilds schon Grund genug, früher oder später einen weiteren, einfachen 5cm breiten Yakriemen zu bauen, weil mir der erste oben, handwerklich nicht so gut geglückt ist.

Einen breiten, einfachen XL Yakhängeriemen habe ich zwar auch, aber breite Riemen mag ich nicht. Das ist Gefühls-/Geschmackssache.
 

Hellas

Klingenflüsterer
Moderator
Gold FdR-Pate
Ein paar Hängeriemen hab ich schon und wie @Nightdiver schon schrieb, kommt auch noch ein Känguru dazu. Aber da ich nun mal den Strop-It habe, sollten da noch ein paar weitere Lederten hinzu die es nicht als fertige Platten gibt, um diese dann mal unter „definierten“ Bedingungen (gleiche Länge, gleiche Breite, gleicher „Durchhang“ mit baugleichen Messern) auszuprobieren.

Spieltrieb halt, ihr kennt das Ja:geschenke1
Nur das was jeder gerne liest.. Antike Mythen und Märchen aus 1000 und einer Nacht. :kaputtlachen1
 
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