Forum der Rasur

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Rasieren und Umwelt - Ökologische Diskussion

rheinhesse

Very Active Member
Diese These ist in der Tat sehr provokant, denn ich denke, Du wirst damit sehr schnell auf die Füße fallen. Zumindest für den Hobel sehe ich durchaus einen sehr guten rational begründeten Ansatz, nämlich den der Müllreduktion bzw. der Einsparung von Plastik/Kunststoff. Metall kann man sehr gut sortieren und immer wieder einschmelzen. Das Recycling von Plastik klappt bis heute nur bedingt und irgendwann gehen uns die Rohstoffe dafür aus, wenn wir bis dahin nicht in Plastik ersticken.

Ich behalte das mal im Hinterkopf für meinen nächsten Vortrag, den ich über Zero Waste halten möchte (und bevor jetzt jemand fragt: Nein, ich lebe nicht den Zero-Waste-Style, finde den Ansatz allerdings spannend). Mal sehen was die Philosophen in der Runde dazu sagen werden. Dürfte aber noch ein paar Monate dauern.
 

Alvaro

Writes More Here Than At Work
Ich muss @rheinhesse voll zustimmen!
Ich möchte mich für meine Ausdrucksweise entschuldigen, es war eindeutig zu ungenau.
Ich bezog mich ausschließlich auf die Rasur, nicht auf den entstehenden Müll.
(Übrigens auch für mich ein Grund keine Systemrasierer mehr zu nutzen)
 

BartmanOne

Member
Also ich nutze mit Begeisterung den Systemie von Feinkost Albrecht, wie an anderer Stelle schon von mir beschrieben. Preis-Leistung und Standzeit bei mir unschlagbar.goodjob!
 

BrunoColtello

Very Active Member

Also ich kann gut nachvollziehen, wie @EasyRider das gemeint hat. Und die 'Umweltbelastung', welche die winzigen Systemköpfe zweimal im Monat produzieren, steht m. E. in keinem Verhältnis zu aller übrigen 'Umweltbelastung', die wir aus anderer Leidenschaft oder Hobbygründen verursachen. Außerdem dürften wir dann auch keine Rasierseifen in Plastikdosen mehr kaufen, ganz abgesehen von all' den Wässerchen und Cremes, die wir regelmäßig unserer Gesichtshaut zuführen.

Wollten wir die reine Vernunft in den Vordergrund stellen, wäre nicht - auf den Umweltaspekt bezogen - die Trockenrasur am vernünftigsten? Überlegt mal, wieviel Wasser wir allein bei der Nassrasur (egal ob mit Messer, Hobel oder Systemie) alltäglich verbrauchen. Wird @rheinhesse jetzt konsequenterweise zur Trockenrasur übergehen? Oder wie @EasyRider so treffend schrieb, zum Vollbart? :D
 

Sahra

Very Active Member
Müllvermeidung war für mich der Grund, auf Hobel umzusteigen, und bald machte es mir Spaß. Dass die Rasur mit einem guten Systemie gründlicher ist, bezweifle ich nicht, im Gegenteil, ich vertrete diese These. Wobei es auch ein zu gründlich geben kann, deshalb hat Gillette mit seinem neuesten Rasierer (Skin Guard Sensitive) ordentlich zurückgeschraubt mit den Klingen. Das Ergebnis ist ein Rasierer, der eine Rasur in Elektrosiererqualität liefert. Der zählt nicht. Aber andere Systeme liefern tolle Ergebnisse. Aber gerade bei den Frauen ist der Verpackungsmüll etwas, für das die Hersteller eigentlich Schläge verdient haben. Nicht nur dass die "Schnauzen" für Frauen mit viel mehr Plastik versehen sind als die bei Rasierern für Männer -- sie sind auch in einzelne Töpfchen verpackt, damit die Dame sich auch ja nicht schneidet. Oder es wird der Hygienefimmel mancher Frauen angesprochen, wer weiß. Verglichen damit ist der Klingenmüll beim Hobel ein Klacks, selbst wenn man häufiger die Klinge wechselt. (Gillette empfiehlt den Venus-Nutzerinnen übrigens, die Klingen alle 5-10 Rasuren auszutauschen. Systemklingen!!!) Zudem enthalten viele Marken Mikroplastik für die Streifen. Positiv anzumerken ist hier, dass Personna mittlerweile bei einigen Rasierermodellen (Precision 5 bei dm und andere Handelsmarken, Vanity bei Rewe, Isana Body bei Rossmann) auf Mikroplastik verzichtet und die Damenrasierer mit 6 Klingen von Dorco (Rossmann, Aldi Nord) mittlerweile auch ohne Mikroplastik sind. Aber die Mehrzahl der Billigrasierer für Männer und Frauen arbeitet nach wie vor mit Mikroplastik. So, die Ökotante hat gesprochen.
Ach ja, und Vollbart kommt zur Zeit für mich nicht in Frage. Bei Männern finde ich ihn aber nicht schlecht.
 

Matthias R.L.

FdR-Pate
Schlechtes Argument.,
Solange das eine weniger schädlich ist als das andere kann ich das ja weiterhin machen.
So argumentieren die Staaten und die Industrie auch. Führt dann dazu, dass keiner irgendwas macht, weil ja jeder auf den anderen zeigt der noch schlimmer als man selber ist.
Nicht falsch verstehen, ich zeige jetzt nicht mit meinem Finger auf Umweltsünder (ich fahre z.B. rein aus Spass an der Freude mit dem Motorrad durch die Gegend und gebe zu dass ich das genieße), aber mich stört halt diese Argumentation.

:Eek
Dass man sich aus so einem Grund mit dem Messer rasiert, auf diese Idee wäre ich nie gekommen.

Ich nutze beim Hobel eine kleine Schüssel zum Zwischendurch-Ausspülen, aber selbstverständlich wird der abschliessend unter einem starken Strahl fliessendem Wasser ausgespült.
Und um den Schaum vom Messer abzuspülen drehe ich auch jedes mal kurz den Wasserhahn auf, das Messer an einem Lappen abzuwischen taugt für mich nicht.
Davon ab würde ich anschliessend vermutlich mehr Wasser verbrauchen um den Lappen auszuwaschen als ich brauche um "im laufenden Betrieb" den Schaum kurz vom Messer zu spülen.
Für mich war der Umstieg auf Hobel schlichtweg eine Kostenfrage, der Spassfaktor kam dann aber recht schnell dazu, und damit dann auch das Interesse an einem Messer.
Bezüglich Gründlichkeit ist bei mir der Fusion immer noch das Mass der Dinge, ich erreiche die gleiche Gründlichkeit aber auch mit dem R41.
Daher stehen für mich Systemies, Hobel und Messer - aus reinem Nutzenblickwinkel betrachtet - gleichberechtigt als Nassrasurwerkzeuge nebeneinander, der Spassfaktor ist was anderes.
Eine Sonderstellung bei den Rasurwerkzeugen nehmen für mich die Elektrorasierer ein, weil die auf einer anderen Technik basieren und aufgrund des - wenn auch sehr dünnen - Scherblattes das zwischen Haut und Messer ist nicht ganz an die Gründlichkeit eines direkten Haut-Klingen-Kontakts rankommen können. Aber die sind hier ja nicht Thema des threads ;)
 

ReliefpfeileR

Active Member
Ist nicht der Grund, aber eine Folge dessen.
Bei den WKM von Feather/Kai reicht auch einmal eine nicht so gründliche Vorbereitung um die Haare zu kappen, was empfindlicher Haut entgegen kommt. Theoretisch könnte man gleich los schnippeln. Ja, es macht mir auch mehr Freude. Gilt ja auch mit als Königsdisziplin. Die Vorteile habe ich aber auch erst später gemerkt.
Selbst mit Hobel war es nicht so Hautfreundlich. Wobei ich hier evtl. mehr Zeit hätte investieren und nicht hin und her springen sollen. Zuviele Hobel sind in der Anfangszeit eher kontraproduktiv.
Es gibt Regionen, z.B. Alter, bestimmte Krankheite, da empfinde ich Systeme als sinnvoll. Heute freue ich mich das ich die Zeit investiert habe und es die Foren gibt. Jetzt weiß ich, dass meine Haut nicht wie ein Krebs nach der Rasur aussehen muss. Selbst Systeme waren damals eine epische Geschichte mit mehr Tragweite als Gilgamesch.
 

Betriebsarzt

Very Active Member
...dass Mann sich mit einem Messer 'trockener' rasiert als mit einem Hobel ist einer der Gründe, warum das für mich nicht richtig klappt mit der Messerrasur - alles viel zu trocken.
Allerdings habe ich bisher noch keine Rasur mit einem Systemie hinbekommen, die so gründlich ist wie eine Hobelrasur mit einem Progress/Rex oder Rockwell6C - vom R41 gar nicht zu sprechen ;-) Schneller, einfacher und meist Hautschoneneder finde ich die Fusion/Sensor Rasuren aber schon!
 

ReliefpfeileR

Active Member
Eigentlich nicht, ich rühre schon einen sehr feuchten Schaum an, versuche ans Limit der Seife/Creme-Wasser-Verhältnisse zu gehen. Das Wasser, welches ich dabei spare ist das, mit dem der Hobel/das System ausgespült wird während der Rasur. Das Messer kann ich auf einen Tuch/Lappen/Schwamm abwischen.
Auch die Synthetikpinsel tragen dazu bei, die nehmen es nicht übel wenn sie ein Mal etwas weniger gut gereinigt sind. Die Messerrasur benötigt nur eine andere Feinmotorik, anfangs war es schon blutig bei mir, man wird wie mit dem Hobel immer besser, je länger man dabei bleibt. Systeme sind schön "easy", da kann man nicht viel falsch machen. Mich nervt nur dieser sinnlose Ressourcenverbrauch. Was eingespart werden kann, wird eingespart. Ob Plastik, Wasser, Strom, Tierleid spielt für mich keine Rolle, weshalb ich auch vegetarisch lebe mit starker Tendenz zu vegan. Spielt aber nur für mich eine Rolle und nicht für andere, da ich der Meinung bin, jeder sollte es für sich entscheiden können.

Ich nutze Systeme wenn die Zeit eng ist, funktionieren wie sie sollen. Nicht ungründlicher als Hobel oder Messer, es fehlt aber der "Kick". Beim Messer muss ich komplett da sein, beim System reicht fast die Anwesenheit. Nebenbei versuche ich jede "Pflicht" zu zelebrieren, darunter fällt Körperpflege wie z.B. Rasur, aber auch das Essen. Ich ernähre mich auch eher rustikal, weil ich darauf stehe. Ich finde es super mit Händen zu essen und nur ein Messer nebenher.

Ich rasiere mich wenn es die Zeit erlaubt auch zwei Mal am Tag mit dem Messer, weil Abends halt schon etwas da ist, falls ich morgends zur Rasur kam.
Mein Problem sind nicht die Klingen, da scheine ich recht tolerant in jede Richtung. Meine Haut ist empfindlich bei Seifen/Cremes auf trockener Haut.
Früher war es egal ob volles Programm, halbes Programm, kein Programm oder Megaprogramm. Meine Haut hat mir jede Rasur übel genommen. Heute kenne ich die Stellschrauben und kann mit allem nach einer gewissen Eingewöhnung rasieren. Für mich sind fette Seifen/Cremes besser, oder entsprechende Pre Produkte.

Früher hab ich es einfach verbockt und alles auf die Systeme geschoben, wird vielen ähnlich gehen/geganges sein. Dosenschaum auf trockene Haut und los geschrubbt, was kann da der Rasierer dann für, wenn die Haut streikt...

Ich habe nichts gegen Systemrasierer, nutze diese aber nur wenn ich muss und nicht aus Begeisterung.
 
Zuletzt bearbeitet:

Simi3

New Member
Bin beim Einkauf über den Skinguard gestolpert, da ich wie oben gesagt, etwas anderes ausprobieren wollte. Gefällt mir sehr gut, ist wahrscheinlich der einfachste Systemrasierer in der Handhabung. Ich habe ihn einige Tage mit dem Mach3 verglichen. Die Unterschiede in der Gründlichkeit sind wenn vorhanden nur marginal. Gründlicher als ein Hobeldurchgang ist er bei mir allemal. Da die Klingen wesentlich teurer sind, wird er sich aber wahrscheinlich nicht bei mir durchsetzten. Da ich häufig unterwegs bin ist aber der Klingenschutz hervorragend.

Ob die Hobelrasur ökologischer ist als mit einem Systemrasierer ist wirklich ein gute Frage. Das wäre mal was für eine ausgiebige Recherche oder zumindest für einen neuen Faden.
 

Sahra

Very Active Member
Wenn es um die ökologische Frage geht, muss man bedenken, dass in dieser Hinsicht nicht alle Systemrasierer gleich sind. Mehrfach habe ich bereits die Verwendung von Mikroplastik als Trägermaterial für Pflegestreifen ausgesprochen. Dies Problem hat man sowohl mit Hobel als auch mit Proto-Mehrklingern nicht, da sie keine Pflegestreifen haben. Auch der Anteil an Plastik um die Klingen herum variiert bei Systemrasierern und in der Regel sind hier Produkte speziell für Frauen schlimmere Täter als die für Männer. Eine Ausnahme ist hier Protector/Lady Protector. Für beide Systeme kommen die Klingen mit wenig Plastik aus. Allerdings ist der Griff beim normalen Protector umweltfreundlicher, da er komplett aus Hartplastik ist. Der Griff vom Lady Protector besteht zum Teil aus Weichplastik. Dies soll den Rasierer für den Gebrauch unter der Dusche griffiger machen, allerdings löst sich das Weichplastik mit der Zeit auf. Mit relativ wenig Plastik um die Klingen und nur drei unbedenklichen Inhaltsstoffen in den Pflegestreifen kriegt der Protector im Bezug auf Umwelteigenschaften von mir den Daumen nach oben. Mach3 hat auch relativ wenig Plastik um die Klingen und eine sparsam konstruierte Nut -- der Venus hingegen hat eine sehr große Schnauze, größer als die vom Fusion.
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EasyRider

Very Active Member
Und am Ökologischsten ist es mit dem Messer, weil nur bei diesem Rasurwerkzeug überhaupt nichts entsorgt werden muss. Ist aber nicht der Grund, weshalb ich ausschließlich messere.....:)
 

BrunoColtello

Very Active Member

Aber Matthias, damit bestätigst Du ja geradezu meine Argumentation. Was stört Dich also daran? Wo zeige ich denn auf andere? Es genügt vorerst durchaus, bei uns und unseren "anderen Leidenschaften und Hobby's" zu bleiben, wie ich schrieb. Doch wir sollten den Blick für die Verhältnismäßigkeit nicht verlieren. Oder soll ich noch deutlicher werden?
 
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