Es ist soweit. Zwei Einsätze hat mein
neuer Pinsel von Bernhard
@RasurKult . Daher wir es Zeit, ihn endlich vorzustellen.
Wobei, das hat Master Bernhard ja eigentlich schon erledigt, und zwar
hier und ich habe meinen Senf auch, wie gewohnt, dazu gegeben, und zwar
hier .
Und eine Berichtigung zum meinem Text dort:
A) war der Pinsel nicht geplant und ich hatte andere Projekte am Laufen. Und trotzdem wurde es jetzt meiner
B) der Name wurde mit freundlicher Erlaubnis geändert und in die Welt von Star Wars transformiert. Der Blue Steel II bzw XXL heisst nun:
„Beskar Forge – Long Handle“
C) Es wurde doch kein FAN-Knoten, sondern der Underdog Knoten von Bernhard, welcher von mir auch umgetauft wurde in
"Bantha Elite"
D) Nicht nur für die Bowlaufschäumung, nein auch im Gesicht macht der Pinsel mit seiner enormen Länge eine geniale Figur
Und so sieht er bei mir aus: (immer zuerst trocken Neuzustand, dann nass, nach erstmaligem Bad und Ausschütteln)
Rasurkult „Beskar Forge - Long Handle mit Bantha Elite Knoten" im Kurzreview (mit Herzklopfen)
Erster Eindruck & Verarbeitung
Der „Beskar“ wirkt wie aus einem Guss. Ein langer, schlanker Griff, perfekt ausbalanciert, mit genügend Reichweite fürs Gesichtsaufschäumen, ohne dass die Finger im Schaum versinken. Verarbeitung und Finish sind sauber. Einfach gewohnt wertig und edel anmutend.
Ergonomie
Der verlängerte Griff ist die heimliche Superkraft. Er gibt Hebel, Kontrolle und Tempo, besonders beim Face Lathering. Der Pinsel liegt stabil, dreht nicht in der Hand und erlaubt schnelle Wechsel zwischen Kreisen und Malstrichen. Quasi „Plug and play“, nur eben in RK-Schick.
Der Knoten („Bantha Elite“)
Frisch aus der Box roch der Knoten nach echtem Tier (-ar**). Unterdessen fast verflogen. Nach ein paar Probeläufen öffnet er sich sichtbar. Schöne, gleichmässige Splay-Entfaltung, sattes Backbone, weiche Spitzen mit gaaaaanz wenig Kratzen. Für mich liegt sein Feeling zwischen klassischem 3-Band und modernem Best Badger. Also genügend Rückgrat für harte Seifen, aber mit einer überraschend sanften Oberkante. Kein Gel-Overkill und kein Stroh, sondern genau die goldene Mitte. Sehr nah verwand mit dem Boti Foregoer Back -Knoten.
Aufschäumverhalten
Der Beskar baut Schaum, als hätte er es eilig. Rasch, reproduzierbar, ohne Gezicke. Mit fetteren Spitzenbasen (z. Bsp. DG/Milksteak) liefert er dichte, cremige Textur und verlässlichen Film. Bei „luftigeren“ Rezepturen (z. Bsp E&S) hilft sein Backbone, die Luft rauszuarbeiten und auf Glanz zu ziehen. Kurz: Er skaliert mit:
von „Turbo-Lather“ bis „Yoghurt-Finish“.
Auf der Haut
Sehr angenehme Präsenz: spürbar weich, aber am Anfang leicht kratzig. Wird immer weniger, so wie ich es vom Best Badger von Simpson her kenne. Die werden auch mit jedem Einsatz immer weicher und sanfter und gehen auf ein Niveau mit Silberspitzen von anderen Marken.
Beim Kreisen massiert er gleichmässig, beim Painten verteilt er präzise und glatt. Ideal, wenn man zwischen Technikstilen wechselt. Die Dosierbarkeit bei Wasser ist top. Man trifft den Sweet Spot schnell.
Der
Underdog, Verzeihung bitte, ich meine der Bantha Elite Knoten ist ein echter Geheimtipp!
Einarbeitung
Mit jeder Rasur wird er geschmeidiger, ohne sein Rückgrat zu verlieren. Die Lernkurve ist flach: schon zu Beginn stark, nach wenigen Einsätzen noch besser. Genau so wünscht man sich Naturhaar. Und wie schon anderweitig erwähnt, ist es doch der Reiz und die Spannung zu sehen, wie sich so ein Echthaarpinsel entwickelt von seinen Eigenschaften her. Das Material lebt und lebt mit Dir und sammelt mit dir die Erfahrung. Genial!
Fazit (Fanboy-Modus, aber ehrlich):
Der Rasurkult „Beska Forge - Long Handle“ ist kein Show Pony, sondern ein Arbeitstier in Rüstungsstahloptik: schnell, kontrolliert, verlässlich und dabei verflucht angenehm auf der Haut. Der lange Griff ist mehr als nur Stilmittel und der Knoten bringt genau die Mischung aus Backbone und Komfort, die moderne Lathering-Setups verlangen.
Kurz gesagt: ein Pinsel, der bleibt, meine #9