Forum der Rasur

Registriere Dich jetzt kostenlos!

Dadurch bekommst Du Zugang zu dem geschützten Mitgliederbereich, kannst beim Gebrauchtmarkt mitmachen und stellst nebenbei auch noch sicher, dass niemand Dir Deinen Wunsch-Usernamen wegschnappt.

Heute habe ich ein Messer geschärft...

1000036464.jpg


Heute war das Wochenset von Ben Hur dran.
Das Set war meines Erachtens nach unbenutzt. Ich habe die Messer quasi auf dem Finisher nur aufgefrischt... mehr oder weniger intensiv.

1000036466.jpg


Das Setup Bestand aus einen gelbgrünen Barbers Delight Escher inkl. Anreiber.

Jedes Messer wurde im ersten Schritt auf dem angeriebenen Stein mit einer gut sichtbaren Slurry, die dann im weiteren Verlauf mit Wasser verdünnt wurde, geschärft. Das ganze geschah ohne Tape und ohne Zählen von Doppelschüben. Alles nach Gefühl.

Das Samstag hat hier von der Schneide her die meiste Aufmerksamkeit erfordert. Sonst war das bei allen Messern ein leichtes Spiel.

1000036472.jpg

1000036470.jpg


Danach ging's erst auf Leinen und dann auf Leder weiter. Den Anfang machte der Leinenriemen vom 30k Kanayama. Der hat diese typische Härte, die letztens diskutiert wurde. Das Messer macht auf dem Riemen eine lautes kreischendes Geräusch und nimmt eine super Schärfe an. Danach wurde auf dem 30K Cordovan abgezogen. Dieser hinterlässt eine für meinen Geschmack zu aggressive Schärfe. Deswegen ging jedes Messer danach auf das schwarze Pferdeleder von meinem Horween Cordovan Riemen. Anschließend auf der Cordovan Seite gefinischt und die Schneide hat die feine sanfte Schärfe, die ich mag.

1000036465.jpg


Das wars dann auch schon. Ich freu mich schon auf die erste Rasur nachher damit.

Viele Grüße Marko
 
Heute mal ein Ralf Aust aufgefrischt.

20260905_121923.jpg

Das Messer hatte ich vor ein paar Monaten schonmal auf dem Stein, um genauer zu sein, ein grüner Thüringer.
Während die Rasur WTG ausgezeichnet verlief, brach die Schneide ATG völlig ein und ich habe mich mit einem Hobel fertig rasiert. Der Fehler lag nicht am Stein, sondern an dem Seppel davor, der nicht sorgfältig genug darauf geachtet hat keinen Grat zu erzeugen.

20260905_120829.jpg

Normalerweise schärfe ich mit dem 12k SS und breche die eher unangenehme Schärfe mit einem Faso.
Heute habe ich mal den neuen Nakayama Kiita ausprobiert. Der Haartest verspricht schonmal Großes.
 
Manchmal ist doch weniger mehr. Seit einem Monat habe ich alle möglichen Kombinationen versucht, um mit meinem Ozuku eine angenehme Schärfe zu erreichen. Dazu gehören Versuche mit/ohne Slurry, mit/ohne Koma Nagura, mit/ohne Leinen, mit/ohne kreisende Bewegungen auf dem Stein am Anfang, mit/ohne nur auf Wasser am Ende und natürlich die verschiedensten Varianten mit der Wassermenge, Zahl der Doppelschübe usw. Nach der heutigen Rasur hat sich die einfachste Variante als die beste für mich herausgestellt.

Gestern Abend habe ich ein sehr dünn ausgeschliffenes Gust.&Wilh. Stock in 7/8er Breite aufgefrischt.

1000101423.jpg


Das Vorgehen war folgendermaßen:

1. Auf Naniwa 10K das Messer vorbereiten (bin gespannt, ob dieser Schritt beim nächsten Auffrischen notwendig sein wird)
2. Slurry mit Ozuku Tomo Nagura anreiben
3. 20 DS auf dem Ozuku durchführen und mit 2 Tropfen die Slurry danach verdünnen
4. Schritt 3 solange wiederholen, bis Slurry kaum noch vorhanden ist (oder Messer an Stein klebt)
5. 100 DS auf Cordovan Riemen
6. Das war's!

Bei meinem Ozuku scheinen weitere Doppelschübe nur auf Wasser kontraproduktiv zu sein. Die Schärfe wird danach nur noch unangenehm. Slurry macht tatsächlich den Unterschied. Allerdings ist der Stein aber auch so fein, dass er fehlende Grundschärfe nicht zurückholen kann. Ich kann mir vorstellen, dass statt Naniwa 10K auch ein Koma Nagura gut funktionieren würde, aber bei mir hat mein Koma Nagura einige Male die Oberfläche des Ozuku versaut. Daher bin ich wieder davon weggegangen.

Jetzt muss sich diese etwas schnellere Vorgehensweise auch bei meinen anderen Rasiermessern beweisen...
 
Manchmal ist doch weniger mehr. Seit einem Monat habe ich alle möglichen Kombinationen versucht, um mit meinem Ozuku eine angenehme Schärfe zu erreichen. Dazu gehören Versuche mit/ohne Slurry, mit/ohne Koma Nagura, mit/ohne Leinen, mit/ohne kreisende Bewegungen auf dem Stein am Anfang, mit/ohne nur auf Wasser am Ende und natürlich die verschiedensten Varianten mit der Wassermenge, Zahl der Doppelschübe usw. Nach der heutigen Rasur hat sich die einfachste Variante als die beste für mich herausgestellt.

Gestern Abend habe ich ein sehr dünn ausgeschliffenes Gust.&Wilh. Stock in 7/8er Breite aufgefrischt.

Anhang anzeigen 221164

Das Vorgehen war folgendermaßen:

1. Auf Naniwa 10K das Messer vorbereiten (bin gespannt, ob dieser Schritt beim nächsten Auffrischen notwendig sein wird)
2. Slurry mit Ozuku Tomo Nagura anreiben
3. 20 DS auf dem Ozuku durchführen und mit 2 Tropfen die Slurry danach verdünnen
4. Schritt 3 solange wiederholen, bis Slurry kaum noch vorhanden ist (oder Messer an Stein klebt)
5. 100 DS auf Cordovan Riemen
6. Das war's!

Bei meinem Ozuku scheinen weitere Doppelschübe nur auf Wasser kontraproduktiv zu sein. Die Schärfe wird danach nur noch unangenehm. Slurry macht tatsächlich den Unterschied. Allerdings ist der Stein aber auch so fein, dass er fehlende Grundschärfe nicht zurückholen kann. Ich kann mir vorstellen, dass statt Naniwa 10K auch ein Koma Nagura gut funktionieren würde, aber bei mir hat mein Koma Nagura einige Male die Oberfläche des Ozuku versaut. Daher bin ich wieder davon weggegangen.

Jetzt muss sich diese etwas schnellere Vorgehensweise auch bei meinen anderen Rasiermessern beweisen...
Dann leg deinen Koma mal mit der Schleiffläche für ca 15 Minuten in etwas Wasser und dann produziere Slurry auf deinem Ozuko.
Viel Spaß dann
 
Dann leg deinen Koma mal mit der Schleiffläche für ca 15 Minuten in etwas Wasser und dann produziere Slurry auf deinem Ozuko.
Viel Spaß dann

Genau das, habe ich gelesen, soll man eigentlich nicht machen:

Japan-Messer-Shop zu Mikawa Nagura:
"- vor dem Schleifen kurz mit Wasser benetzen (nicht wässern!)"

Wie dem auch sei, ist auf jeden Fall einen Versuch wert!

Vielen Dank.
 
Geschärft wäre übertrieben. Versucht zu schärfen trifft es besser. Jetzt brauche ich bitte mal die Schwarmintelligenz.

Nachdem ich das Messer auf dem 1k hatte (60DZ), fiel mir auf, dass die Facette offensichtlich nicht komplett durchgeschärft war. Weitere 60DZ brachten auch keine Abhilfe. Der Rücken liegt zwar komplett auf, allerdings gibt es etwas Honeware am Rücken und ich befürchte, dass da eher ungleichmäßig in der Vergangenheit vorgegangen wurde.

Danach folgten mehrere Notfallmaßnahmen: zunächst der 400er Stein und nach dem das nicht half, ein zweite Lage Tape. Jetzt sieht es unter der Lupe so aus, als sei sie durchgeschärft, allerdings an der Stelle, wo vorher nichts zu sehen war, nur minimal breit, d.h. kaum sichtbar. Anheben möchte ich das Messer nicht, weil ich den Schliff dann nie wieder sauber reproduzieren werde können.

Was würdet ihr tun? Weiter auf 400/1000 oder meint Ihr, das genügt so?
Ich nehme die vorherige Diskussion nochmal auf. Nachdem es mir trotz der diversen Tipps hier weiterhin nicht gelang, das Messer durchgängig auf Armhaartestschärfe zu bringen, habe ich es über den Sommer erst einmal beiseite gelegt. Jetzt würde ich es gerne nochmal in Angriff nehmen. Dazu habe ich es erst einmal unter meinem neuen Mikroskop betrachtet. Bevor ich un loslege, wollte ich es hier noch einmal zeigen und hätte die Frage, ob ich einfach stumpf auf dem 1k (oder 400er) weiterschärfen soll, bis ich endgültig durch bin oder ob das Problem Eurer Meinung nach woanders liegt.

Hier die Bilder, die es hoffentlich einigermaßen zeigen (mit dem Mikroskop habe ich auch noch so meine Startschwierigkeiten).

IMG_1814.jpegIMG_1813.jpeg

PS: Ich habe den Bildschirm einfach abfotografiert, weil ich die Schnittstelle zum Table erst einrichten muss und keinen Bock hatte, den PC herzuschleppen.
 
Auf keinen Fall 400er, den nimmt man nur bei wirklichen Ausbrüchen.
Auf den 1k und Schluss.
Auf dem bis zum Unterarmhaartest.
Das kann bei einem Anfänger durchaus dauern da man noch kein Gefühl für das Ganze hat, aber da musst du durch
 
Bevor ich un loslege, wollte ich es hier noch einmal zeigen und hätte die Frage, ob ich einfach stumpf auf dem 1k (oder 400er) weiterschärfen soll, bis ich endgültig durch bin oder ob das Problem Eurer Meinung nach woanders liegt.
Da ich aus deinen Ausführungen schließe, dass es die nicht unbedingt auf eine gleichmäßig(e), möglichst feine
Facette, sondern eher um eine funktionierende und praktikable Facette ankommt, empfehle ich einfach auf
dem 1K so lange weitermachen, bis eine durchgängige Facette entsteht.

Der Bereich, sofern ich die Bilder korrekt deute, ist nicht allzu groß und auch ein Beginn einer durchgängigen
Facette ist doch schon erkennbar. Also weitermachen, evtl. deinen 1K vorher einmal öffnen, d.h. falls vorhanden,
mit einer Atoma drüber oder auf einem feuchten Schleifpapier mit gerader Unterlage, quasi wie beim „planen“.

Gruß
Gregor

Der Bereich ist ja schon fast soweit, bleibe weiter auf dem 1k
polish_save.png
 
Danke für Euer Feedback! Und das geht sicher auch mit Naniwa Advance 800? Rasieren tut es nur mit der Wuchsrichtung und auch nicht über die ganze Schneide. Aber eigentlich sieht es für mich nach weiteren 120+ DZ durchgeschärft aus...
 
Naniwa Advance 800? Rasieren tut es nur mit der Wuchsrichtung und auch nicht über die ganze Schneide. Aber eigentlich sieht es für mich nach weiteren 120+ DZ durchgeschärft aus...
Ist der NANIWA auch der letzte Stein oder hast Du nach den 120+ weitere Steine inkl. Finisher benutzt?

Ich lese in der Abkürzung „DZ“ —> Doppelzüge, d.h. Du hast mit dem Rücken voran auf den Steinen geschärft, oder meinst Du „DZ“ auf dem Leder?
 
Zurück
Oben