Ich hatte eigentlich nur vor, hier etwas mitzulesen. Nachdem ich mit den Faden zum Mühle Companion komplett durchgelesen habe, war die Entscheidung gefallen, mich zu registrieren. Grund hierfür war, der fachkundige und freundliche Austausch der Forenteilnehmer sowie mein Wunsch mich aktiv mitzuteilen.
Ich kann mir zwar noch nicht vorstellen, dass ich hier zum regelmäßig postenden Foren-Urgestein werde - aber wer weiß… Um hier den Bezug zu meinem Einstieg nicht zu verlieren, stelle ich mich gleich in diesem Faden vor. Ich bin 57 und bin erst kürzlich zum Rasierhobel gekommen. Das erklärt vielleicht meinen Forennamen. Meine Rasur-Geschichte beginnt mit Opas Rasierhobel. Als Kind fand ich es lustig es ihm nachzumachen und mir den Seifenschaum aus dem Gesicht zu kratzen - natürlich ohne Klinge. Mein Vater rasierte sich elektrisch. Das fand ich nicht so spannend. Jahre Später habe ich dann mit einem System-Rasierer wie dem G II angefangen mich regelmäßig zu rasieren. Später habe ich dann mit Wilkinson Xtreme 3 Sensitive Einwegrasierern „gearbeitet“. Da ich mich nicht täglich rasiere, war mir das Thema „Rasur“ nicht so wichtig. Für mich war eher die Handhabung entscheidend und dass ich die Rasierer auch blind unter der Dusche nutzen kann. Im letzten Winterurlaub sind mir die Klingen ausgegangen. Ich hatte Zeit und bin so ziellos durch den Müller Markt geschlendert. Da ist mir erstmals der Companion aufgefallen. Aus der Design-Perspektive fand ich das Ding sehr ansprechend. Auch der Gedanke, weniger Müll zu produzieren hat mir gefallen. So habe ich mir den Ruck gegeben und mir fast schon impulsiv einen Companion zugelegt. Dass es ein Unisex Körperhaar Rasierer sein soll, war mir dabei nicht bewusst. Vor dem ersten Einsatz hatte ich entsprechend Respekt.
Meine Erste Rasur habe ich daher lieber vor dem Spiegel gemacht. Ich war sofort begeistert. Bei den Multiklingen-Systemrasierern haben meine langen Bartstoppeln immer die Klingenspalte verstopft. Ich habe den Pelz nur sehr schwer da rausgeklopft bekommen. Bei dem Rasierhobel ging das Ausspülen viel leichter. Was mir dagegen schwer gefallen ist, war, mir die Klingen-Lage im Raum vorzustellen. Der runde Griff vermittelt kein Feedback wo sich der Kopf gerade befindet. Das ist bei den Wilkinsons völlig anders. Entsprechend gewöhnungsbedürftig war die blinde Nutzung und das Rasieren unter der Dusche musste ich komplett neu lernen.
Dass sich das Rasurgefühl mit der Klinge signifikant ändert, war das nächste Learning. Die im Starterset enthaltene Mühle Klinge ging sehr energisch zu Werke. Das wurde mir erst klar, als ich Erbe Ersatzklingen eingesetzt habe. Das fühlte sich an, wie die klingenlosen Seifenspiele bei Opa. Die Klingen habe ich daraufhin verschenkt und bin zurück zum Mühle-Original. Durch einen Bekannten der sich schon länger mit Rasierhobeln befasst, bin ich dann an verschiedene Klingen zum Testen gekommen. Darunter waren auch New Old Stock von Astra (RU) aus dem Jahr 2017. Die waren echt super. Weniger ruppig als die Mühle, aber sehr effizient. Ihr habt da glaube ich eine Terminologie für, die mir gerade entfallen ist.
Zur Bunten Kordel: Diese bunte Kordel ist bei einem Unisex Rasierer wichtig. Die Kordel macht die Rasierer in Familien mit mehreren Companions unterscheidbar, es ist ja ein Hygiene-Artikel wie eine Zahnbürste. Entsprechend wichtig ist mir, dass ich meinen Rasierer an der Farbe erkenne.