sakaltras
FdR-Pate
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Zuerst einmal Glückwunsch zu diesem feinen Messer, ein wahres Schmuckstück!Auf dem Erl
Ein schöner Rücken kann aber so was von entzücken!Es ist Elfenbein.

Das wage ich zu bezweifeln.Auf dem Erl ist das Schmiedejahr der Klinge eingraviert (Anno 1890)
Hallo.
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Grüße B0B
Glückwunsch zu dem feinen Messer und Glückwunsch zu solch einer Selbstbeherrschung!Mein Nos Puma 78 Gold

Wie an anderer Stelle schon kurz erwähnt, ist ein Puma unterwegs zu mir. Es hat diese Prägung:
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Wurden die unterschiedlichen Prägungen zu unterschiedlichen Zeiten verwendet? Sollte das der Fall sein, freue ich mich natürlich über einen Hinweis, aus welcher Zeit diese Prägung hier stammt.
Wow! Geil! Sehr informative! Danke für Einkauf und LInk!Ernst Lauterjung (Solingen) – Vorläufer von Lauterjung & Sohn (PUMA)
Das Rasiermesser, das ich im Folgenden vorstellen möchte, ist aus meiner Sicht etwas ganz Besonderes. Um zu verstehen, warum das so ist, lohnt sich ein kurzer Blick in die Geschichte der Firma Lauterjung & Sohn, deren bekanntestes Warenzeichen später der PUMA wurde.
Die Brüder Ernst Emil Lauterjung und Ernst Otto Lauterjung waren ursprünglich Gesellschafter der Firma Gebr. Lauterjung, die auch Inhaberin des Warenzeichens Tiger war. Das Unternehmen wurde am 20. August 1883 gegründet und am 25. Februar 1902 aufgelöst. Mit dem Erlöschen der Gesellschaft wurde das Warenzeichen „Tiger“ am 10. Juni 1902 auf eine der Nachfolgefirmen, die Firma Lauterjung & Co., übertragen.
Tatsächlich hatten die Wege der beiden Brüder sich jedoch bereits zuvor getrennt. Der ältere Bruder, Ernst Emil Lauterjung (geb. 1852), gründete gemeinsam mit seinem Schwager Leo Schader am 28. April 1900 die offene Handelsgesellschaft Lauterjung & Co., die unter der Nummer 49 in das Handelsregister Abteilung A des Solinger Amtsgerichts eingetragen wurde.
Sein jüngerer Bruder Ernst Otto Lauterjung (geb. 1856) gründete fast zeitgleich seine eigene Firma „Ernst Lauterjung, Solingen“, die am 26. Mai 1900 unter der Nummer 52 in das Handelsregister eingetragen wurde.
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An dieser Stelle könnte meiner Meinung nach ein Problem entstanden sein: Innerhalb derselben Stadt dürfen Firmen grundsätzlich nicht denselben Namen führen, wenn dadurch Verwechslungsgefahr entsteht. Eine neue Firma muss sich ausreichend von bereits bestehenden Unternehmen am gleichen Ort beziehungsweise im selben Registerbezirk unterscheiden.
Nun existierte in Solingen bereits eine Firma „Ernst Lauterjung“, die sich auf die Herstellung von Scheren spezialisiert hatte. Ihr Sitz befand sich in Clauberg, damals noch eine zur Stadt Solingen gehörende Hofschaft. Eine entsprechende Anzeige aus dem Jahr 1899 belegt dies.
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Ob dieser Umstand allein ausschlaggebend war oder ob zusätzlich der Wunsch bestand, den Firmennamen an das Unternehmen des älteren Bruders anzulehnen, lässt sich heute nicht mehr sicher sagen. Fest steht jedoch, dass am 13. Dezember 1901 Ernst Eugen Lauterjung in die Firma seines Vaters Ernst Otto eintrat. Die daraus entstandene offene Handelsgesellschaft erhielt den Namen „Lauterjung & Sohn“ und wurde unter der Nummer 295 im Handelsregister des Solinger Amtsgerichts geführt.
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Bereits ein Jahr später, am 18. Dezember 1902, schied der Sohn wieder aus dem Unternehmen aus, sodass Ernst Otto Lauterjung erneut alleiniger Inhaber wurde.
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Über die weitere Entwicklung von Lauterjung & Sohn ließe sich noch viel schreiben, doch würde das an dieser Stelle den Rahmen sprengen und nichts zur Besonderheit des hier vorgestellten Rasiermessers beitragen.
Das Messer trägt die Rohlingsnummer 16 und die Prägung „Ernst Lauterjung – Solingen“. Da der Clauberger Ernst Lauterjung ausschließlich als Scherenhersteller bekannt war, spricht vieles dafür, dass dieses Rasiermesser von Ernst Otto Lauterjung gefertigt beziehungsweise vertrieben wurde.
Genau dieser Umstand erlaubt eine ungewöhnlich präzise Datierung. Da Ernst Otto seine Firma nur in den Jahren 1900 bis 1901 unter dem Namen „Ernst Lauterjung, Solingen“ führte, dürfte das Messer mit großer Wahrscheinlichkeit genau in diesem Zeitraum entstanden sein. Damit wäre es heute etwa 125 Jahre alt.
Sowohl die Klingenform als auch der Schliff erinnern an andere Messer aus meiner Sammlung, die ich ebenfalls in die Zeit um die Jahrhundertwende datieren würde.
Aufgrund dieses sehr eng eingrenzbaren Herstellungszeitraums halte ich das Messer für ausgesprochen selten. Tatsächlich ist es bislang das einzige Exemplar dieser Art, das mir begegnet ist.
Hier nun Bilder von dem Rasiermesser:
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So bekam ich es von dem Ebay-Verkäufer, der es restauriert hat, zugeschickt: Mit Wachssiegel und Zertifikat.
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