Forum der Rasur

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Rasiermesser -- Material- und Werkzeugliste

Augenschokolade

Very Active Member
Hallo,

Ich habe mir gedacht ich fange mit einer kleinen Liste für Material und Werkzeugen zur Restauration an.
Beim Material liegt mein Hauptaugenmerk darauf das es günstige alternativen zu U-Scheiben oder Nieten von Revisor oder anderen Quellen sind.
Wenn ihr die Maße mit der hier aufgeführten Materialien mit den anderen bereits erwähnten Materialien vergleicht, werdet ihr kleine Abweichungen in den Maßen feststellen.

Material:

Gleitscheiben:
  • DIN 125A M2 5,0 x 2,2 x 0,3 mm
In Messing oder Edelstahl verfügbar. Von Teflon oder Plastik rate ich ab, da wir ja eine möglichst hohe Reibung zwischen den Materialien haben wollen.

Unterlegscheiben zum nieten:
  • DIN 433 M1.6 3,5 x 1,7 x 0,3 mm oder DIN 125 M1.6 4,0 x 1,7 x 0,3 mm
  • DIN 433 M1.4 3,0 x 1,5 x 0,3 mm oder DIN 125 M1.4 4,0 x 1,5 x 0,3 mm
In Messing oder Edelstahl verfügbar.

Draht:


  • Neusilber oder Messing 1,5mm oder 1,7mm.

Bei älteren Messern kann die Bohrung durchaus größer sein, so dass man einen dickeren Draht braucht, ebenso Unterlegscheiben mit einer größeren Bohrung. Alternativ kann ein Rundrohr in die Bohrung eingepasst werden, welches den Durchmesser verringert.


Schleifpapier:

  • Zur Rost entfernen und polieren


Werkzeug:

Messingbürste:
  • Zum entfernen von gröberem Rost und eventuell reinigen des serrierten Erls.

Feile:

  • Zum Auffeilen der Nieten

Korken oder Schwamm:

  • Als formgebendes Hilfsmittel beim schleifen der Hohlung von Rasiermessern.

Öl:
  • Rost eventuell vorher anlösen, danach zum Schutz der Klinge.
Hammer:
  • Zum Nieten der Schalen benötigt man einen Hammer, in englischsprachigem Foren wird auf Rundkopfhammer geschworen.

Nietamboss:
  • Wird zum Nieten der Schalen gebraucht, kann auch ein zweiter Hammer oder ein hartes Stückmetall sein.

Mehr Materialien oder Werkzeug? Immer her damit und ich editiere es in den ersten Beitrag!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Großer

Writes More Here Than At Work
Zum Schleifpapier würde ich noch schreiben, dass es Nass-Schleifpapier in der Körnung ca. 400 bis ca. 1000 sein sollte.

Zum Polieren kann man gut die Unipol-Blau Paste nutzen.
 

Gilgen

Member
MicroMesh Schleifpads und Schleifleinen in Körnungen von 150 bis 1200.
Schleifartikel.com
Kann man auch auswaschen.
 

Batou

Very Active Member
Meine nützlichste Anschaffung war ein Proxxon Micromot 50/E. Den nutze ich allerdings auch für andere Basteleien oder Reparaturen (z.B. Modellbau).
Mit den entsprechenden Werkzeugen kann man fräsen, bohren, schleifen, polieren, sägen, trennschleifen und vieles mehr. Eine unendlich nützliche Anschaffung, die ich nicht mehr missen möchte.
 

Großer

Writes More Here Than At Work
Unipol Pasten blau und grün oder
Dialux in rot und grün (und evtl. gelb) zum Polieren.

Dazu einen Dremel oder ein vergleichbares Werkzeug mit Filzscheiben.

Vorher Silikonscheiben - die sind super!

Bei allen Arbeiten mit dem Dremel lege ich unter das Messer vorsichtshalber ein Eis-Kühlpack. Dabei muss aber daraus geachtet werden, dass die Klinge gut aufliegt aber gleichzeitig nicht zu lange Kontakt mit dem Kondenswasser hat, damit sie keine Flecken bekommt.
 

sl

Very Active Member
Ich muss hier mal dumm fragen: wozu wird der Draht benötigt?

Wie bekomme ich denn Nieten raus, die fast gar nicht aus dem Heft rausgucken, die sich da sozusagen eingegraben haben? Mit Feilen komme ich da doch nicht dran, wie sieht es mit einem Hebel aus, den ich zwischen Erl und Heft ansetze (zB eine möglichst breite Schraubendreherklinge). Oder besser aufbohren?
 

Augenschokolade

Very Active Member

Die Klinge hat eine Bohrung im Erl, durch diese und die Löcher in dem Heft wird der Draht gesteckt.
Daraufhin werden oben und unten Unterlegscheiben aufgesteckt und der Draht durch Hammerschläge aufgepilzt, so dass die Messingscheiben gegen das Heft gedrückt werden.


Wenn es dir egal ist ob das Heft kaputt geht, kannst du natürlich hebeln. Sonst würde ich aufbohren.
 

sl

Very Active Member
Ah ok, verstehe, danke. Verdrahten also als Alternative zum Vernieten. Ist das eine Frage des persönlichen Geschmacks oder gibt es bestimmte Gründe für oder gegen?
 

Batou

Very Active Member

Aber sicher doch. Von Proxxon gibts verschiedene Werkzeuge. Ich habe Silikonpolierer, Baumwoll-, Wildleder- und Filzpolierscheiben. Unterschiedliche Polierpasten gibt es bekanntlich in allen Variationen wobei ich für feine Sachen gerne Künstler-Ölfarben mit Chromoxid- oder Eisenoxidpartikeln verwende. Für gröbere Vorpolitur kann man die rosafarbene Metallpolierpaste von Menzerna nehmen.

Beim Polieren von Rasiermesserklingen muss man natürlich sehr darauf achten, dass sie nicht zu heiß werden. Wenn man die Anlasstemperatur des verwendeten Stahls überschreitet ist die Härte hin und das möchte man natürlich vermeiden. Aber man kann ja die Drehzahl regulieren und mit etwas Gefühl ist das alles kein Problem.
 
Zuletzt bearbeitet:

Batou

Very Active Member
Auf YouTube gibts Videos von der Fa. Proxxon. Verlinkung hierhin funktioniert nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

dirk

Gründer FdR
Admin

Youtube Videos kann man ohne Probleme hier einbetten. Einfach den Link des Videos hier im Text einfügen.


Welche benutzt Du am liebsten für RM? ich habe auch einen alten Proxxon (FBS240/E) und will mich da einmal weiter mit Zubehör ausstatten...

Auch Links zu den unterschiedlichen Shops für die Pasten (Link direkt zum Produkt) wären interessant
 

maki72

Very Active Member
Also ich schwöre auf Filz und die Unipol-Pasten vom Polierbock.
Blau poliert locker einen Spiegel.
Macht bloß bischen Sauerei im Arbeitszimmer... :D
 

Batou

Very Active Member
@dirk
Das Problem mit den Videos liegt nicht am Forum. Die Firma Proxxon möchte nicht, dass ihre Videos extern verlinkt werden und hat das mit entsprechenden Mitteln blockiert.

Was die Polierwerkzeuge für den Proxxon betrifft, die bieten ein komplettes Set für ca. 12€ an (Produkt Nr. 28285). Das gibt es in diversen Baumärkten und Bastelshops. Das kann ich empfehlen.

Was die Polierpasten betrifft, da gibt es ein großes Angebot an unterschiedlichsten Produkten. Da wird dir jeder etwas anderes empfehlen. Man kann auch bestimmte Künstler Ölfarben zweckentfremden. Z.B. solche mit Chromoxid oder Eisenoxid (Pigmente PG17 oder PR101).
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Batou

Very Active Member
Ich habe übrigens gerade festgestellt, dass mein Proxxon das Modell 50/EF ist. Der hat nämlich ein Schnellspannfutter. Sowas ist empfehlenswert wenn man auch Werkzeuge anderer Hersteller verwenden möchte.
 

Augenschokolade

Very Active Member
2018-08-28 13.25.08.jpg

Darf ich vorstellen? Mein Schleifbock.
Unter dem Aluminium befinden sich zwei Magnete aus einer alten Festplatte welche das Messer festhalten. Damit lässt sich wie ich finde viel besseren polieren.


Links davon zwei Stücke Holz, und dazwischen so viel Platz das man ein Messer reinstecken kann. Zur Politur des Rückens.

Inspiriert wurde ich in amerikanschen Foren die das ganze als 'magnetic sanding jig' bezeichnen.
 

Augenschokolade

Very Active Member
Vielleicht sollte ich ein zwei Takte mehr dazu schreiben, da ich es jetzt ein paar Tage in Verwendung hatte.

Zuerst: Ich verwende keine elektrischen Hilfsmittel, sondern mache alles mit der Hand. Schleifpapier (120-7000)!

Wie vorher schon geschrieben habe ich eine alte Festplatte geopfert, diese hat zwei Magneten die sich jeweils an einer Seite des Alumiumblechs befinden. Für die Handarbeit reicht die Haltekraft der Magnete noch.

Für die verwenden mit el. Hilfsmitteln würde ich min. noch eine Festplatte mehr opfern und die Magnete stapeln.

Die Schrauben welche die zwei Stücke Holz zum polieren des Rückens halten würde ich das nächste mal versenken.
Diese sind ein wenig störend beim polieren. Schrauben würde ich generell alle versenken.

Etwas zwiespältig bin ich bei der Position der zwei Stücke, einerseits stört es manchmal beim polieren, andererseits lässt sich das Brett da gut festhalten.



ICH WÜRDE NIE WIEDER HARTHOLZ DAFÜR VERWENDEN. Es war ein Horror dieses Hartholz (900kg/m^3) zu bearbeiten.

Ich habe halt einfach nur Material verwendet das herumlag. Vielleicht baue ich nochmal solch einen Bock.


Ein paar Links:

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