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RasurKult

Hallo zusammen,

wie Ihr es vielleicht mitbekommen habt ;) werde ich doch wohl noch einen weiteren Pinsel „angehen“.

Allerdings kein Standard, sondern eine Mini-Variante für meine kleine Captain‘s Bowl als Reise-Begleiter.

Wie lange habt Ihr so für die Planung bis zur Fertigstellung mit Bernhard zugebracht?

Muss man sich da schon Monate vorher anmelden wegen Warteliste?

Frage nur weil es bei mir erst nächstes Jahr was werden soll, also eher zweite Jahreshälfte. Und will da nicht zu spät sein.

Danke Euch.

VG
 
Die genaue Wartezeit wird dir nur Bernhard selbst sagen können.
Bei mir war das aber extrem kurzfristig umgesetzt. Ende der Woche Design definiert. Anfang der kommenden Woche dann die finalen Bilder, und Ende eben dieser Woche waren die Schätze bei mir.

Aber wie gesagt, ich kenne seine Auftragslage nicht, schreib ihm hier doch mal eine PM
 
Dann habe ich ja Zeit, wenn es um Wochen geht. Muss Ihn dann nicht jetzt schon unnötig vollmüllen :)

VG
 
Servus,

ja, die Angaben der Kollegen passen ganz gut.
Eine individuelle Anfertigung dauert im Normalfall (Stand heute) nicht länger als ca. 2-3 Wochen, wenn alles geklärt ist.
Meist geht es sogar schneller...

Also kein Stress ;):daumenhoch


VG

Bernhard
 
RasurKult „Poison Ivy“ – wenn Gotham nach Schaum duftet

Nun sind zwei Rasuren mit der Poison Ivy durch – Zeit, die Lady ins Rampenlicht zu holen.

Meine RdT-Eindrücke: (hier und hier). Die erste Begegnung gab’s im Postmann-Faden – seitdem flüstert sie mir wie Uma Thurman ein verführerisches „Hi there…“ ins Ohr und ein Grinsen ins Gesicht.

Warum Ivy?
Gesehen im RasurKult-Shop, tapfer widerstanden – und doch: Gotham ruft, Ivy antwortet. Stabilisiertes Ahornholz in Smaragdgrün, durchzogen von lebendigen Adern, umspielt von feurigem Epoxid. Je nach Licht: Dschungel, Ampel und Warnsignal zugleich. Ein Griff wie ein Comic-Panel – sinnliche Gefahr, perfekt getauft: Poison Ivy.

Des Meisters Bilder:
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Und meine:
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Vorher-Nacher nach Wässerung ( macht bei Synthtik kein Unterschied....)

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Der Knoten (BW = BatWing)
Oben krönt ein 24 mm BW-Synthetik die Szenerie. Kein „Ich tue so, als wäre ich Dachs/Borste“ – eigene Liga:
  • Spitzen luxuriös weich, Backbone kontrolliert federnd.
  • Aufnahme schnell, Abgabe dosiert – ich lade ~1/6 kürzer als gewohnt und erhalte hochglänzenden, feinporigen, stabilen Schaum.
  • Zero Drama, full Performance: ein Cape-Swish über dem Tiegel, zwei kreisende „Ranken-Moves“ – und das Bat-Signal leuchtet im Schaum.
In der Praxis (2 Rasuren)
  • Face-Lather: zügig, sauber, kaum Drehen auf der Seife nötig; Schaumteppich wie frisch gewalzt.
  • Gefühl im Gesicht: seidig, keine Spitzen-Kratzigkeit, dabei präzise Steuerung an Konturen.
  • Ergonomie: kompakt, griffig, Schwerpunkt sitzt. Die Balance passt – auch auf nasser Bühne.
Kurz: Poison Ivy verführt und liefert. Sie ist Blickfang, Komplizin und tägliche Verbündete – die Art Pinsel, mit der man aus Wayne Manor tritt und sagt: Gotham, ich bin bereit.

Chapeau, Master Bernhard
RasurKult baut keine Pinsel – RasurKult baut Charaktere. Verarbeitung „Bernhard-Class“ (Übergänge, Politur, Kanten), Materialauswahl mit Auge und Attitüde. Poison Ivy ist meine #8 – und sicher nicht die letzte Hauptdarstellerin in diesem Universum.

Fazit:
Wer einen charakterstarken Synthetik sucht, der nicht Dachs/Schwein „imitieren“ will, sondern seine eigene Superkraft ausspielt – hier ist sie. Poison Ivy ist „toxisch elegant“: ein wenig Gift fürs Auge, ganz viel Gut fürs Gesicht.

Gotham schläft. Der Schaum spricht. Danke, Bernhard @RasurKult .
 
Es ist soweit. Zwei Einsätze hat mein neuer Pinsel von Bernhard @RasurKult . Daher wir es Zeit, ihn endlich vorzustellen.

Wobei, das hat Master Bernhard ja eigentlich schon erledigt, und zwar hier und ich habe meinen Senf auch, wie gewohnt, dazu gegeben, und zwar hier .

Und eine Berichtigung zum meinem Text dort:

A) war der Pinsel nicht geplant und ich hatte andere Projekte am Laufen. Und trotzdem wurde es jetzt meiner
B) der Name wurde mit freundlicher Erlaubnis geändert und in die Welt von Star Wars transformiert. Der Blue Steel II bzw XXL heisst nun:
„Beskar Forge – Long Handle“
C) Es wurde doch kein FAN-Knoten, sondern der Underdog Knoten von Bernhard, welcher von mir auch umgetauft wurde in "Bantha Elite"
D) Nicht nur für die Bowlaufschäumung, nein auch im Gesicht macht der Pinsel mit seiner enormen Länge eine geniale Figur

Und so sieht er bei mir aus: (immer zuerst trocken Neuzustand, dann nass, nach erstmaligem Bad und Ausschütteln)
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Rasurkult „Beskar Forge - Long Handle mit Bantha Elite Knoten" im Kurzreview (mit Herzklopfen)

Erster Eindruck & Verarbeitung

Der „Beskar“ wirkt wie aus einem Guss. Ein langer, schlanker Griff, perfekt ausbalanciert, mit genügend Reichweite fürs Gesichtsaufschäumen, ohne dass die Finger im Schaum versinken. Verarbeitung und Finish sind sauber. Einfach gewohnt wertig und edel anmutend.

Ergonomie
Der verlängerte Griff ist die heimliche Superkraft. Er gibt Hebel, Kontrolle und Tempo, besonders beim Face Lathering. Der Pinsel liegt stabil, dreht nicht in der Hand und erlaubt schnelle Wechsel zwischen Kreisen und Malstrichen. Quasi „Plug and play“, nur eben in RK-Schick.

Der Knoten („Bantha Elite“)
Frisch aus der Box roch der Knoten nach echtem Tier (-ar**). Unterdessen fast verflogen. Nach ein paar Probeläufen öffnet er sich sichtbar. Schöne, gleichmässige Splay-Entfaltung, sattes Backbone, weiche Spitzen mit gaaaaanz wenig Kratzen. Für mich liegt sein Feeling zwischen klassischem 3-Band und modernem Best Badger. Also genügend Rückgrat für harte Seifen, aber mit einer überraschend sanften Oberkante. Kein Gel-Overkill und kein Stroh, sondern genau die goldene Mitte. Sehr nah verwand mit dem Boti Foregoer Back -Knoten.

Aufschäumverhalten
Der Beskar baut Schaum, als hätte er es eilig. Rasch, reproduzierbar, ohne Gezicke. Mit fetteren Spitzenbasen (z. Bsp. DG/Milksteak) liefert er dichte, cremige Textur und verlässlichen Film. Bei „luftigeren“ Rezepturen (z. Bsp E&S) hilft sein Backbone, die Luft rauszuarbeiten und auf Glanz zu ziehen. Kurz: Er skaliert mit:
von „Turbo-Lather“ bis „Yoghurt-Finish“.

Auf der Haut
Sehr angenehme Präsenz: spürbar weich, aber am Anfang leicht kratzig. Wird immer weniger, so wie ich es vom Best Badger von Simpson her kenne. Die werden auch mit jedem Einsatz immer weicher und sanfter und gehen auf ein Niveau mit Silberspitzen von anderen Marken.
Beim Kreisen massiert er gleichmässig, beim Painten verteilt er präzise und glatt. Ideal, wenn man zwischen Technikstilen wechselt. Die Dosierbarkeit bei Wasser ist top. Man trifft den Sweet Spot schnell.

Der Underdog, Verzeihung bitte, ich meine der Bantha Elite Knoten ist ein echter Geheimtipp!

Einarbeitung
Mit jeder Rasur wird er geschmeidiger, ohne sein Rückgrat zu verlieren. Die Lernkurve ist flach: schon zu Beginn stark, nach wenigen Einsätzen noch besser. Genau so wünscht man sich Naturhaar. Und wie schon anderweitig erwähnt, ist es doch der Reiz und die Spannung zu sehen, wie sich so ein Echthaarpinsel entwickelt von seinen Eigenschaften her. Das Material lebt und lebt mit Dir und sammelt mit dir die Erfahrung. Genial!

Fazit (Fanboy-Modus, aber ehrlich):
Der Rasurkult „Beska Forge - Long Handle“ ist kein Show Pony, sondern ein Arbeitstier in Rüstungsstahloptik: schnell, kontrolliert, verlässlich und dabei verflucht angenehm auf der Haut. Der lange Griff ist mehr als nur Stilmittel und der Knoten bringt genau die Mischung aus Backbone und Komfort, die moderne Lathering-Setups verlangen.

Kurz gesagt: ein Pinsel, der bleibt, meine #9
 
Dieser schöne Griff aus amerikanischem Nussbaum ist nun bei mir eingezogen. @Pilger hat ihn mir mit einem Synthetik Black&White Besatz über den MH überlassen. Gestern habe ich ihn beim Paket-Shop meines Vertrauens (nein, weder DHL noch Hermes, sondern privat) gegen einen bescheidenen Obulus abgeholt.
Ich bin grosser Liebhaber von natur pur Holzgriffen, sodass dieser in mein Beuteschema passt. Der Plaste-Besatz muss sich noch bewähren. Sonst wird der Griff halt zum Bastelobjekt. ;) Es sieht aber gut aus. Die Haare sind sehr fein. Und bisher konnten nur solche Synthies (Mühle, ST-2, Wald) bei mir Emotionen auslösen.

Rasurkult amerikanischer Nussbaum Synthetik Black&White (26mm).jpg

Rasurkult amerikanischer Nussbaum/Synthetik Black&White (26mm)
 
Geiko & Samurai von Rasurkult oder "zwei Pinsel, eine Schule"

Nach je zwei Rasuren pro Pinsel
Geiko #1 / #2
sowie
Samurai #1 / #2
ist es nun an der Zeit für eine würdige Vorstellung dieses perfekten Duos.

Idee & Entstehung
Rasurkult baut Griffe, die nicht nur gut aussehen, sondern eine wundervolle Formensprache haben, die einen einfängt und bezaubert. Samurai (侍) und Geiko (芸) sind als Paar gedacht: identische Design-DNA, zwei völlig unterschiedliche Auftritte im Einsatz. Präzision & Zug beim Samurai, Seide & Fluss bei der Geiko.

Kokoro & Chikara (心 & 力), Yin & Yang, zwei Pole, ein Konzept:
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Die Yin/Yang-Idee in meinem Kopf begann mit Bernhards White Lady und Black Beauty. Sie schlummerte, bis ein glücklicher Zufall einen Plisson HMW Knoten ins Haus brachte, die zarte, elegante Hälfte war damit gesetzt. Nach einigen Runden Design und einem „Kylo Ren“-Moment in "Carbon" war das Bild wieder klar: feminine Grazie plus maskuline Kraft.
Der Oumo ST1 Ex Knoten sollten eigentlich in einen "Titan"-Pinsel gesetzt werden, ein Koloss mit klarer Kante. Nun wurde er ein Samurai und aus ursprünglich dem Ivory Snake-Material wurde dank dem Mammut die Geiko geboren, die kaiserliche Kyotofeinheit in Griff-Form. Geiko heissen die Geishas der ehemaligen Kaiserstadt.

Die Umsetzung:
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Ergonomie & Verarbeitung
Formgebung: Beide Griffe liegen satt und sicher. Der Schwerpunkt liegt leicht oberhalb der Mitte, das gibt Steuerbarkeit in engen Winkeln und Ruhe bei langen Pinselzügen.

Haptik: Keine Hotspots, keine Rutschfläche. Das sind Arbeitswerkzeuge, keine Schaustücke.

Finish: Rasurkulttypisch makellos: gedreht, geschliffen, poliert und griffig trotz Glätte. Die Kanji's im Olivenholz sind das kleine Kunstwerk obendrauf. Optisch und haptisch ein Volltreffer.

Geiko wirkt alabasterfein, warm und organisch während der Samurai massiv auftritt. Genau so, wie er aussehen und sich anfühlen soll.
Die Elfenbeinstruktur der Geiko:
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Die Knoten – zwei Charaktere
Samurai
ist kontrollierte Kraft (Oumo ST-1 EX)

Des Meisters Bild:
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Face-Feel: Eher wie ein Manchurian 2-Band Fan mit stabilem Backbone, kontrolliertem Aufspreizen und klarer Spurtreue. Ganz ohne die ausgeprägten Gel-Spitzen eines sehr weichen Dachses.
Führung: Verträgt etwas Druck, bleibt dabei spurtreu. Einzigartiges Katanagefühl: zielgenau, schnörkellos.
Schaum: Nimmt Produkt schnell auf, gibt es strukturiert ab. Baut dichten, tragfähigen Joghurtschaum mit starkem Gleiten. Ideal für im Gesicht aufschäumen und präzise Sets.
Sweet Spot: Kinnlinie, Wirbel, schwieriger Wuchs; wenn Tempo gefragt ist, ohne die Haut zu strapazieren.

Meine Bilder, vor und nach genässtem Haupthaar:
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Geiko ist wie kultivierte Seide (Plisson HMW, Grösse 12)

Des Meister Bild:
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Face-Feel: Samtig, schwebend, nie schwammig. HMW-Feinheit mit sanftem Rückgrat und Wellness pur.
Führung: Grosszügiger Pinselstrich, gleichmässiges Malen statt „Arbeiten“ und die Kontrolle bleibt, die Textur wird seidiger.
Schaum: Braucht etwas mehr Produkt, dankt es mit cremiger Dichte und makellosem Film und einem klassischen Sahnejoghurt mit Satinglanz.
Sweet Spot: Genussrasuren, empfindliche Haut. Die Geiko massiert und poliert das Hautgefühl.

Meine Bilder, vor und nach genässtem Haupthaar:
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Und im Gesicht:
Samurai = „kontrollierte Energie“, Geiko = „sanfte Umarmung“. Das Ergebnis ist bei beiden eine ruhige Haut, nur der Weg dorthin fühlt sich unterschiedlich an.

Persönliche Notiz
Der Samurai ist ein Schwergewicht, optisch wie real. Mit dem ST-1 EX wirkt er martialisch, unerschütterlich, genau so gewollt und perfekt zu meinen schwereren Hobeln.
Die Geiko ist das Gegenstück: filigran, elegant, „fass mich an“-Haptik, dieses geniale Material hat Wärme und Charakter.
Der Logo-Coin mit japanischem Schriftzeichen verbindet Olivenholz und Kunstharz. Ganz grosses Kino! :buana

Fanboy Aussage, ganz kurz
Samurai ist das Katana: präzise, direkt, souverän.
Geiko ist der Seidenfächer: elegant, kultiviert, schmeichelnd und am Ende ebenso effektiv.

Fazit
Bernhard hat mit Samurai und Geiko ein komplementäres Duo geschaffen, das im Bad exakt liefert, was die Optik verspricht: "Werkzeuge" mit Seele. Der Samurai führt, die Geiko verführt und beide holen aus klassischen wie modernen Basen konsequent Spitzenschaum heraus.

Bottom line: Zwei Pinsel, eine Schule und jede Menge Freude im Gesicht und in der Hand! :herz1
 
Nach nur einer Rasur ist es eigentlich viel zu früh für ein Urteil, aber bei manchen Stücken ist Höflichkeit Zeitverschwendung.

Also: Vorhang auf für den „The Puckish Gentleman Hog“:

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Der erste (und bislang einzige) RasurKult Borstenpinsel. Und selbstverständlich ist es nicht irgendein Schwein. Nein, das hier ist ein Gentleman, der zwar aus dem Stall kommt, sich aber trotzdem benehmen kann. Ein bisschen wie ein Lord, der den Landadel nie ganz abgelegt hat. Mit tadellosen Manieren, guten Schuhe und unter dem Tweed noch ein Hauch ehrlicher Erde.

Die Idee war, sagen wir… ungeplant geistreich. Ein RasurKult Borstenpinsel, bei dem das Thema „Schwein“ nicht nur im Knoten steckt, sondern als Leitmotiv mitläuft. Subtil, charmant, mit einem Augenzwinkern. Fun? Ja, absolut. Klamauk? Definitv keinen Millimeter.

Eher ein schelmischer Blick über den Brillenrand, bevor man geschniegelt zur Sache schreitet.
Und Bernhard… nun ja. Natürlich hat er es getroffen:

Hier noch ohne Gesicht:
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Und hier das fertige Schweinchen:
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Der Griff aus Amaranth bringt diese satte, noble Tiefe mit, warm, dunkel und geschniegelt, als hätte er einen privaten Club in London gesehen und wäre dort natürlich nicht rausgeflogen. Oben drauf thront ein 27er Luxusborstenknoten in Fan, geschniegelt wie eine freche Frisur. Das Ganze wirkt nicht „verkleidet“, sondern stilvoll thematisiert: Schwein als Charakter, Gentleman als Attitüde, RasurKult als Handschrift.

Rasurkult „The Puckish Gentleman Hog“ - Amaranth, 27mm luexeriöse Borste, Fan, vor und nach dem ersten Wasserkontakt:
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Zum Knoten: kein Gestank, höchstens ein minimaler, sehr zivilisierter und normaler Hauch „Tier“, der nach dem Waschen praktisch Geschichte war. Und das Verhalten? Nicht wie klassisches Borstentum. Luxuriös trifft es tatsächlich. Weich, fast schon in Richtung „unbehandelter Dachs“, aber mit diesem ehrlichen, angenehmen Scrub, der einem sagt: „Ich arbeite, aber ich beleidige dich dabei nicht.“ Kein Kratzen, kein Pieksen.

Backbone? Momentan absurd viel. Diese Haare scheinen sich noch ein wenig zu sortieren. So ein leichtes „Verklumpen / Verdrehen“, das Stabilität gibt, fast schon clever konstruiert. Dazu greift er Seife extrem schnell und effizient ab. Ja, er wirkt so, als wolle er etwas mehr Produkt als manche andere Borstenm, wobei ich stark vermute, dass sich das mit weiterer Einarbeitung noch besser einpendelt.

Und der Griff? Ich bekomme tatsächlich nur Komplimente. Kein Wunder: das Ding liegt in der Hand wie ein Handschmeichler mit Benehmen und macht schlicht Laune. Der Gentleman ist ein Wuschelkopf, ja. Aber einer mit Stil.

Kurz gesagt:
Der „Puckish Gentleman Hog“ ist der Brüller.

Nicht laut, sondern so, wie britischer Humor eben ist: trocken, elegant, ein kleines bisschen böse… und dabei erstaunlich herzlich.

Bernhard: Hut ab. :buana
 
Nein, nicht Freitag, der 13. war der Ersteinsatz meines 13. RK-Pinsels. Der erste Einsatz dieses Pinsels war Samstag, der 14. :p

RasurKult „Toruk Crest – Ascend of Eywa“

Wunderbares Ahorn, Hybrid mit blauem Kunstahrz und einem 26 mm SHD Badger (Foregoer Back) in Hybridform.
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Manchmal hält man einen Pinsel in der Hand und sofort ist klar: Das ist nicht einfach „Holz + Harz“. Beim Tourk ist ganz klar ein kleines Stück Pandora, eingefangen in Griff-Form.

Das Ahornholz wirkt wie warmes, lebendiges „Rinden-Terrain“ mit dieser feinen, organischen Maserung, wunderbar natürlich. Und dann dieses leuchtende Blau! Nicht als Dekostreifen, sondern wie Eywa-Energie, die sich ihren Weg bahnt, schon fast wie ein flüssiger Strom, der über den Griff zieht und sich oben sammelt, als würde er gleich zu einem heiligen Quell werden. Je nach Blickwinkel wirkt es mal wie Lagune, mal wie Biolumineszenz, mal wie das „Atemlicht“ des Waldes.

Die Form unterstützt das Thema perfekt.
Unten satt, stabil, wie Wurzelwerk und oben die dynamische „Kante“, als wäre es der Moment kurz vor dem Abheben.

Und der Knoten? Der 26er SHD in der Hybridausführung sitzt wie die Mähne eines gezähmten Toruk, schön dicht, präsent, mit genau dem richtigen „Ich bin da“-Charakter. Kein geschniegeltes, steriles Weiss, sondern eher dieses „wilde, aber kontrollierte“ Gesamtbild, das zum Namen passt.

Kurz: Toruk Crest ist nicht nur ein Pinselname, das ist ein Motiv.

Und da ich den Toruk nun gemeistert habe, bleibt nur eine Schlussfolgerung: Toruk Makto reporting for duty!

Hier des Meisters Bild, bevor der Foregoer reinkam:
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Und der Vorher/Nachher Vergleich des Knotens: trocken zu nass.
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